Vorbericht zum Tuska Open Air Metal Festival 2013 28. – 30.05.2013 Suvilahti, Helsinki

 

Bald werden die Tore zum Tuska Festival 2013 von metalwütigen Fans gestürmt – aus gutem Grund. Auch in diesem Jahr bescheren uns die Veranstalter in drei Tagen Ostern, Pfingsten, Weihnachten und sämtliche Geburtstage zusammen. Vom 28. – 30. Juni wird das Industiregelände in Suvilahti, Helsinki zum Beben gebracht.

tuska-logo2013

2013 sind nicht nur Lokalheroen wie Amorphis, Wintersun oder Stam1na vertreten, sondern auch international bekannte Größen, u. a. Testament, Nightwish, Bolt Thrower, Kreator und King Diamond drücken sich gegenseitig die Klinke in die Hand.

Wer da zuhause bleibt, dem kann nicht mehr geholfen werden.

Tickets gibt es wie üblich auf www.tiketti.fi

Weitere Informationen (auf Englisch, Russisch und Finnisch) auf www.tuska-festival.fi

Billing 2013

Freitag:

King Diamond, Bolt Thrower, Amorphis, Wintersun, The Dillinger Escape Plan, Ihsahn, Abhorrence, Torture Killer, Leprous, Kuolemanlaakso, Seremonia, Tombstoned, Out To Fit

Samstag:

Testament, Kreator, Stam1na, Soilwork, We Butter The Bread With Butter, Black City, Von, Urfaust, Lost Society, Dark Buddah Rising, Dr. Living Dead!, De Lirium’s Order, Whispered, Bloodred Hourglass, Ratface, Baltimor

Sonntag:

Nightwish, Asking Alexandria, Amaranthe, Barbe-Q-Barbies, Death Hawks, Santa Cruz, Khroma

Also schnellstens den Flug in die finnische Hauptstadt buchen und eine Bude klarmachen:

http://www.visithelsinki.fi/en/stay-and-enjoy/accommodation

Live Review Tuska Open Air Helsinki Suvilahti 29.06.-01.07.12

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Der finnische Sommer ist ja bekanntlich kurz und dennoch intensiv. Diese Intensität von musikalische Seite her, erlebte die finnische Hauptstadt Helsinki an diesem Wochenende in der in der Nähe vom Hafen gelegenen Location Suvilahti, auf der sich bei überwiegend sommerlichen Temperaturen runde 27000 Metalheads tummelten um den metallischen Klängen internationaler Bands zu lauschen.

Mittendrin, die verrückte Crew von Visions Underground…..

Freitag 29.06.12:

Noch etwas verkatert von unserem Vorabendlichen Trip zum Gig von Barren Earth im Zentrum von Helsinki, enterten wir dennoch pünktlich das Festivalgelände Suvilahti, ein inmitten eines Industriegebietes liegendes und geräumiges Gelände auf dem das Tuska Festival bereits zum 2. Mal stattfand. Nicht schön anzusehen, um ehrlich zu sein – aber effektiv, brachte man hier doch die große Hauptbühne (Radio Rock Stage), die nur vermindert kleinere Hellsinki Stage, eine Zeltbühne (Inferno Stage), sowie die kleine, in einem Club gelegene Musamaalima Stage unter. All das mit einem überaus vielfältigen Programm versehen und mit der Kunst, nur wenige Überschneidungen von Bands zu haben. Hier wurde also bereits im Vorfeld beträchtliches für die Fans geleistet. Und auch der Wettergott spielte mit und einem erfolgreichen Tuska Festival 2012 stand somit nichts mehr im Wege…..

Die ersten, die sich dem finnischen Publikum präsentierten, waren Profane Omen aus dem Mittelfinnschen Lahti. Die Band hat sich im Laufe der Jahre zu einem wirklich angesagten Act gemausert und die ihnen zugestandene Stunde Spielzeit wurde vollends ausgenutzt, um fette Songs von allen bisherigen Veröffentlichungen der Band zu spielen. Hier wurde bereits im eigenen Land viel Werbung für sich selbst betrieben für die im September startende Tour mit Ensiferum. Sehr guter Auftritt und das Publikum wurde mit einem Paukenschlag auf dem Tuska Festival 2012 begrüßt….

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Live Review – Tuska Open Air Metal Festival 2011 (22. – 24.07.2011)

Zum ersten Mal fand das Tuska Festival nicht im Kaisaniemi Park statt. Aufgrund einiger Beschwerden der Anwohner, unter anderem wegen Lärmbelästigung, haben sich die Organisatoren nach einer anderen Location umgesehen und wurden in Suvilahti fündig. Das Areal liegt in einem Industriegebiet und bietet etwas mehr Platz für headbangende Metalfans. Außerdem ist es mit der Metro, Straßenbahnen und Bussen noch immer recht gut zu erreichen.


Natürlich war Visions Underground wieder mit dabei, um das nun mit insgesamt vier Bühnen und zahlreichen weiteren Angeboten, wie Merch-Ständen und mehreren Futter-Anlaufstellen, ausgestattete Gelände unter die Lupe zu nehmen und über das recht ansehnliche Billing zu berichten.

Freitag, 22.07.2011:
Praktisch neben der Metro-Station gelegen befand sich der Haupteingang für die Metalheads, die sich schon vor dem Einlass in Mengen vor den Toren tummelten und in Stimmung brachten. Obwohl der „kalte“ Norden an diesem Tag sämtliche Vorurteile bezüglich der dort herrschenden Temperaturen vernichtend beseitigte, waren die Fans in bester Partylaune. Kein Wunder, denn bereits zum Auftakt des 14. Tuska Festivals wurden zwei erstklassige Metal-Combos auf die Fans losgelassen – gleichzeitig!

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Running Order für das Tuska-Festival 2011 zum downloaden

Am kommenden Wochenende, sprich morgen, startet in Helsinki wieder das alljährliche Tuska-Festival. Alle Informationen zum Festival findet ihr auf unserer Seite.
Freut euch auf ein paar tolle Bilder und den Nachbericht.

An dieser Stelle könnt ihr die Running Order als PDF downloaden  => Tuska2011 Running Order

Tuska Festival 2011 Helsinki Suvilahti, 22 – 24.07.11

Das Tuska Festival in Helsinki ist DAS Metal Festival schlechthin im hohen Norden Europas und auch in diesem Jahr kommen die Veranstalter mit einem Hammer Billing um die Ecke….

Mit Amorphis, Moonsorrow, At The Gates oder Amon Amarth, um mal einen kleinen Auszug zu nennen, sind einige viel sprechende Bands im Billing des Festivals und bis zum 22.07.,2011 werden noch viele geile Acts dazu kommen.

Zudem findet das Tuska erstmals in einer neuen und größeren Location, in Suvilahti, statt und Insider versprechen sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung einen großen Erfolg des Festivals.

Wer noch kein Ticket hat sollte sich umgehend eins besorgen, denn mit Sicherheit wird das Tuska 2011 wieder ausverkauft sein, wenn der große Ansturm erstmal begonnen hat…..

Also, nix wie auf nach Helsinki….auf  www.tuska-festival.fi gibt’s detailierte Infos…..

Tuska-Festival Helsinki 22.07.-24.07.2011 News und bestätigte Bands

FESTIVAL AREA, NEW LOCATION
Tuska 2011 will take place at the SUVILAHTI event field in Sörnäinen, Helsinki. Closest metro stop is Kalasatama.

Festival area opening hours:
Fri 22.7.2011 12:00-23:00 (last band’s set ends at 22:00)
Sat 23.7.2011 12:00-23:00 (last band’s set ends at 22:00)
Sun 24.7.2011 13:00-22:00 (last band’s set ends at 21:00)

Festival has 4 stages, two outdoor and one tent and one indoor.

CAMPING & HOTELS
Tuska is located in the city so we have no camping area. The closest camping area is RASTILA, by the metro stop of the same name.
Although the city is full of hotels you might want to book your hotel room well in advance as a plenty of Tuska-comers arrive from farther away. Not to mention that Tuska is most likely not the only event in town to attract large crowds during this particular weekend.

TICKETS
Tuska 2011 ticket sales start on Monday January 31 through www.tiketti.fi and www.lippupalvelu.fi.
Advance tickets: One day ticket 60 euro, 3 day ticket 98 euro. Possible agency fees are added to all advance ticket prices.
Tickets at the gates (if not sold out): 1 day 70 euro, 3 day ticket 125 euros.

Physically disabled and visually impaired customers can bring an escort.

Children under 12 years old must be escorted by a responsible and sober, over 18 year old guardian. We do not recommed bringing little children to the festival.

Current TUSKA 2011 roster:

Friday 22.7.2011
At The Gates, Arch Enemy, Killing Joke, Bulldozer, Black Breath, Spiritual Beggars, Grave, Omnium Gatherum, Cavus, Lighthouse Project, Goresoerd, Oranssi Pazuzu, Cause For Effect

Saturday 23.7.2011
Blind Guardian, Katatonia, Epica, Enslaved, Moonsorrow, Tarot, Witchery, Ghost, Church Of Misery, Mygrain, Rotten Sound, Hooded Menace, Feastem, Medeia, Mononen

Sunday 24.7.2011
Amon Amarth, Amorphis, Meshuggah, Turisas, Agnostic Front, Kvelertak, Misery Index, Jex Thoth, Black Crucifixion, Gaf

Tuska 2011 in Helsinki, Termin steht: 22.-24.07.2011

Tuska 2011 in Suvilahti, Helsinki, Finland during July 22.-24.

Tuska Open Air Metal Festival, the biggest metal festival in Finland, has changed its dates for the 2011 festival. The 14th annual Tuska Festival will be held at the new location of Suvilahti, Helsinki, during July 22.-24. The reason for this change of dates is that a certain international festival will most likely be organizing their Finnish festival in Helsinki on the very same weekend Tuska had announced as their 2011 festival dates.

Tuska Promoter Jouni Markkanen comments on the matter:

“We have decided to move Tuska to another weekend after learning about a competing festival possibly coming to town on the same weekend we had previously announced. We have taken all necessary measures, and program for the new weekend is shaping up quite nicely. First bands for Tuska 2011 will be annouced shortly”.

Tuska 2010 was sold out on all 3 days, gathering more than 33 000 metal fans in the center of Helsinki.

Live Review Tuska Festival Helsinki 2010

Jedes Jahr besticht der kurze, aber intensive finnische Festivalsommer durch viele geniale Open Airs im Land der tausend Seen. Das wohl bekannteste, das Tuska Festival,  liegt in der Metropole Helsinki und hat vom Bekanntheitsstatus her längst zu anderen großen europäischen Events aufgeschlossen und manche sogar übertroffen….

Auch in diesem Jahr war der Kaisaniemi Park im Zentrum von Helsinki wieder Austragungsort dieses Spektakels und füllte die Innenstadt mit Metalheads, von denen manche aus allen Teilen der Welt angereist waren…..

Mitten drin unter all diesen Schwarzheimern – das Visions Underground Team – logisch !!  J

Freitag 02.07.10:

Der erste Festivaltag wurde von den Lokalmatadoren Barren Earth eröffnet, die mit ihrer sehr eingängigen Mischung aus melodischem, druckvollen Metal die Fans schon zu einem frühen Zeitpunkt begeistern konnten und ordentlich Pluspunkte verbuchten.

Wem der Name Barren Earth nicht so viel sagt, der sollte sich die Jungs unbedingt einmal live anschauen . Im Line –up finden sich einige bekannte Musiker wieder, wie z.B. am Bass der Ex – Amorphis 4 Saiter, Olli-Pekka Laine und weiterhin ist Gitarrist Sami Yli – Sirniö ja durch seine Engagements bei Waltari und Kreator eine richtige Szene Größe und verleiht mit  seinem virituosen Spiel den Songs von Barren Earth ein gehöriges Maß an Eigenständigkeit.

Ein sehr guter Auftakt des Tuska 2010 !!

Gleich im Anschluss präsentierten sich Testament auf der Radio Rock Stage in grandioser Spiellaune, zeigten eine mehr als gelungene Bühnenshow und feuern einen Kracher nach dem andern in die Gehörgänge der finnischen Zuschauer.

Vor allem der Sound ist bei dem Amis fast wie von CD und rundet das Gesamtbild gekonnt ab……Mir persönlich gefällt die Darbietung vom Klassiker „More Than Meets The Eye“ sehr gut und ich hoffe bald wieder eine Gelegenheit zu haben, mir die sympathischen Jungs live on stage betrachten zu können…… ein sehr guter Auftritt, der rundum zufriedene Gesichter hinterließ und leider viel zu kurz war !!

Setlist Testament:

  1. The Preacher
  2. More Than Meets the Eye
  3. The New Order
  4. The Persecuted Won’t Forget
  5. Practice What You Preach
  6. Over the Wall
  7. Henchmen Ride
  8. Disciples of the Watch
  9. Into the Pit
  10. D.N.R. (Do Not Resuscitate)
  11. 3 Days in Darkness
  12. The Formation Of Damnation

Ebenfalls direkt im Anschluss spielten Insomnium auf der Sue Stage aber die Jungs bescherten zumindest anfangs den Zuschauern und sich selbst keine große Freude, denn sie wirkten doch sehr statisch und wenig bewegungsfreudig – der Kater vom Vorabend muss hier noch nicht richtig auskuriert gewesen sein…..

Zu allem Überfluss war der Sound nicht der Beste – in der Zeltmitte war es schwierig für den Zuhörer aus dem Brei, der aus der P.A. dröhnte, noch irgendwas rauszuhören…….ein wirklich mieser Mann hinter den Reglern, der das klangliche Desaster trotz geringfügiger Verbesserungen auch bis zum Ende des Sets nicht wirklich in den Griff bekam. Dennoch verbreiteten die Finnen eine düstere Stimmung und machten sehr professionell agierend das Beste aus der vorhandenen Situation…..die wahren Fans der Düsterheimer störte der miese Sound nicht wirklich und so wurde Insomnium nach etwas mehr als 45 Min doch mit ordentlichem Applaus verabschiedet….

Setlist Insomnium:

  1. Equivalence
  2. Down With the Sun
  3. Drawn to Black
  4. Where The Last Wave Broke
  5. The Harrowing Years
  6. The Killjoy
  7. The Gale
  8. Mortal Share
  9. Weighed Down With Sorrow

Tarot waren nun als nächste an der Reihe und die Band präsentierte sich so, wie man sie kennt: melodische und treibende Klassiker wie „Pyre of The Gods“ wurden mit reichlich Spielfreude versehen und sorgten für reichlich Stimmung im Publikum.

Marco Hietala setzte bei dem Heimspiel der Jungs mit seinen sauberen Vocals noch eins obendrauf und das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen.

Ein rundum gelungener Auftritt der sympathischen Finnen !!

Setlist Tarot:

    1. Sleep in the Dark
    2. I Walk Forever
    3. Satan Is Dead
    4. Crows Fly Black
    5. Tides
    6. Calling Down the Rain
    7. Hell Knows
    8. Pyre of The Gods
    9. Rider of the Last Day
    10. Traitor

Aber das Highlight sollte noch folgen, stand doch der Auftritt von Pain auf der Sue Stage unmittelbar bevor, die zeitgleich mit Swallow The Sun ( Inferno Stage ) auftraten.. Zu was die Herrschaften rund um Peter Tägtgren in der Lage sind, zeigen sie ja auf fast jedem Auftritt und auch der auf dem Tuska 2010 wurde mal wieder zu einer rundum gelungenen Darbietung, welche die die Massen begeisterte. Wirklich ausnahmslos jeder an der Sue Stage ging mit der Musik der Schweden mit und die Band wurde lauthals abgefeiert….

Nach einer Stunde Spielzeit gab es dann mit „Same Old Song“ und „Shut Your Mouth“ zwei echte Klassiker aus dem Repertoire der Band als Zugabe und es war nun wirklich nicht schwer zu erahnen, dass dieser Auftritt am heutigen Tage unerreicht bleiben sollte…..Diejenigen, die sich anstelle von Pain lieber Swallow the Sun angesehen haben, haben echt was verpasst – obwohl der Auftritt der Finnen auch sehr gut war wie uns später mitgeteilt wurde.

Setlist Pain:

1. Supesonic Bitch

2. Dancing With the Dead

3. Zombie Slam

4. Walking on Glass

5. It’s Only Them

6. End of the Line

7. I’m Going In

8. Monkey Business

9. On and On

10. Don’t Care

Zugaben:

11. Same Old Song

12. Shut Your Mouth

Wir schafften es gerade noch rechtzeitig zu Satyricon an die Radio Rock Stage , die mit einer guten Bühnenshow aufwarteten und auch spielerisch keine Wünsche offen ließen. Frontman Satyr wirkte sehr agil und bezog das Publikum mit frenetischen Aufforderungen immer wieder in den Set der Band ein, was der Band viele Sympathien einbrachte.

Songs wie das obergeile „Black Crow On A Tombstone” oder “The Pentagram Burns” brachten die Menge zum Abfeiern und als krönender Abschluss durfte natürlich der Kultsong „Mother North“ nicht fehlen und verlangte den Fans noch mal alles ab – geile Show der Norweger !!

Setlist Satyricon:

  1. Repined Bastard Nation
  2. The Wolfpack
  3. Now, Diabolical
  4. Black Crow On A Tombstone
  5. Filthgrinde
  6. The Rite Of Our Cross
  7. The Pentagram Burns
  8. Die By My Hand
  9. Fuel For Hatred
  10. King
  11. Mother North

Nach einer nötigen Abkühlung mit finnischem Bier   waren wir gespannt auf die Florida Deather von Obituary die ja seit den frühen 80´n ihre fetten Kompositionen auf die Leute loslassen. Und das die Mannen um Frontman John Tardy nichts verlernt haben und immer noch ihr Handwerk verstehen, stellten sie auf der Inferno Stage mehr als eindrucksvoll unter Beweis. Das Stageacting der Jungs ist einfach einzigartig und der brachiale Sound tat sein Nötigstes dazu, um den Fans die geballte Ladung der Obituary Songs um die Ohren zu hauen.

Man spielte sich durch alle Alben der Band anfangen von Cause Of Death“ über „The End Complete“ wurden Songs der Marke „Dethroned Emperor“ zum Besten gegeben.

Die Menge nahm die Energiegeladene Show der Amerikaner dankbar an und wurde zum Abschluss des Sets mit dem grandiosen Kultsong „Slowly We Rot“ belohnt, ehe sich Trevor Peres & Co. Mit einem großen Dankschön vom finnischen Publikum verabschiedeten…….Nach Pain und Swallow The Sun der mit Abstand beste Gig am heutigen Tage !!

Der Headliner heute  hieß Devin Townsend – ich persönlich konnte zu Beginn mit dem Sound der Band nicht so viel anfangen aber von meiner Meinung mal abgesehen, sorgte Devin Townsend mit seinen Mitstreitern doch für mächtige Begeisterungsstürme im Publikum und spätestens bei „Kingdom“ stellte sich auch bei mir das Kopfnicken ein und ich passte mich den übrigen Fans an.

Ein Knaller nach dem anderen wurde nun auf die Finnen losgelassen und Devin Townsend wurden ihrem Status als Headliner vollkommen gerecht und das melodische und ausgefeilte „Color Your World“ sorgte dann für Bewegung bis in die hintersten Reihen der Fangemeinde…. Es folgten Hammersongs wie „Planet Smasher“ und „The Greys“ und letztendlich stellte „Deep Peace“ den letzten Song eines denkwürdigen Auftritts dar und die zufriedenen Fans schlenderten nun zu den Aftershowpartys in die Clubs von Helsinki….

Setlist Devin Townsend:

    1. ZTO
    2. By Your Command
    3. Ziltoidia Attaxx!!!
    4. Solar Winds
    5. Hyperdrive!
    6. N9
    7. Kingdom
    8. Mountain
    9. Planet Smasher
    10. Color Your World
    11. The Greys
    12. Deep Peace

Fazit des ersten Festivaltages:  ein bärenstarker Headliner mit Devin Townsend, rundum begeisterte Fans an allen Bühnen und mit Pain die eindeutig beste Kapelle des Tages !!

Samstag 03.07.10:

Der Andrang vor den Toren des Festivalgeländes war heute besonders groß und die meisten bekamen gar nicht mit, dass die ursprünglich als Opener für den heutigen Tag vorgesehenen Sotajumala und Blake die Plätze tauschten und wir somit eine kleine Änderung in der Running Order zu verzeichnen hatten, welche sich aber nicht sonderlich auf das Programm des restlichen Tages auswirkte….

Blake sind bei uns leider nicht allzu bekannt, was sehr schade ist  – aber in Finnland hat die Musik der talentierten Band einen sehr hohen Stellenwert bei den Fans und dementsprechend wurden Blake mit viel Applaus bedacht. Der Job als Opener ist ja nun wahrlich kein einfacher, aber glücklicherweise waren doch schon zahlreich Fans auf dem Gelände die ihre Sympathiebekundungen gegenüber der Band kundtaten und wir so einen optimalen Start in den 2. Festivaltag erwischten.

Der harte, rockige Sound von Blake und die genialen Vocals von Frontman Aaro Seppovaara taten ihr nötigstes dazu, dass Blake hier richtig abgefeiert wurden – sehr guter Gig der Finnen !!

Weiter ging es mit Sotajumala, die einen enorm guten Tag erwischten und richtig abräumten….

Die Band überzeugte durch eine nahezu perfekte Performance und die Musiker demonstrierten eindrucksvoll ihr spielerisches Verständnis.

Ein Death Metal Kracher folgte dem nächsten und leider verging die Zeit viel zu schnell….bleibt nur zu hoffen, dass uns die Finnen noch lange erhalten bleiben und zukünftig weiterhin solche genialen shows wie am heutigen Tag abliefern…..sehr guter Auftritt !!

Setlist Sotajumala:

    1. Syvyydessä
    2. Arkku Vailla Vainajaa
    3. 8:15
    4. Luut Sinusta Muistuttaen
    5. Sinun Virtesi
    6. Kuolleet
    7. Panssarikolonna
    8. Kuolinjulistus
    9. Paratiisin Kutsu

Unser folgendes Interesse konzentrierte sich nun auf Hypocrisy und wie Peter Tägtgren wohl heute die Fans begeistern würde, nachdem er dies ja gestern mit Pain mehr als eindrucksvoll getan hatte…..

Und auch mit seiner Hauptband schaffte er es, die Fans voll und ganz zu überzeugen…vom ersten gespielten Ton an, sprang der Funke zwischen Band und Publikum über und bei „A Coming Race” ging es vor der Bühne richtig zur Sache  – es entstand ein Moshpit vom allerfeinsten der sich dann bei „Roswell 47“ richtig fett entfaltete.

Die Musiker hatten jedenfalls richtig Spaß auf der Bühne und der Sound war wie gestern schon bei Pain wieder mehr als einmalig – es ist schon Hammerhart, wenn auf einem Open Air die Songs wie fast von Konserve rüberkommen – Kompliment da auch mal an die Leute, die man ansonsten nicht sieht, die aber mit den härtesten Job haben…..geiler Gig !!

Setlist Hypocrisy:

( not completed )

Pleasure of Molestation
A Coming Race
Fire in the Sky
Let the Knife Do the Talking
Weed Out the Weak
Warpath
Eraser

Roswell 47

Adjusting The Sun

Devin Townsend, der am Tage zuvor richtig abräumte, war nun heute mit seinem Devin Townsend Project an der Reihe und was alle geahnt hatten, bestätigte sich auf neue – die Fans nahmen die melodischen und unter die Haut gehenden Songs der Band dankbar an und Devin Townsend Project gefiel mir doch um einiges besser als Devin am Tag zuvor und konnte mich sowie andere von Beginn an überzeugen. Kompositionen wie das geile „Earth Day“ wurden mitgesungen und das Tuska stand voll und ganz hinter der Band was die Musiker sichtlich genossen haben…

Trotz der beachtlichen Länge der einzelnen Songs, schaffte es die Band durch ihr agiles Auftreten auf der Bühne den Stimmungspegel sehr hoch zu halten und der gute Devin konnte sich gegenüber dem Vortag noch mächtig steigern – Respekt !!

Setlist Devin Townsend Project:

    1. Addicted!
    2. Supercrush!
    3. Numbered!
    4. Truth
    5. OM
    6. Deadhead
    7. Gaia
    8. Earth Day
    9. Seventh Wave
    10. Life

Eine lange Wartepause wegen einem nicht zustande gekommenen Interview aufgrund der Trunkenheit einzelner Musiker, kostete uns den Umstand die bis zum Overkill Gig auftretenden Bands zu verpassen…….forget about it !!

Wir schafften es dennoch wenigstens pünktlich zum Overkill Auftritt an der Sue Stage zu sein und eins vorweg:  Auch hier gab es wieder voll auf die Mütze….Overkill zeigten ihr ganzes spielerisches Können und brachten das Publikum schnell auf ihre Seite – schon der Opener „The Green and Black“ zeigte auf, wo die Reise in der nächsten folgenden Stunde hingehen sollte…

Man spielte sich durch Highlights wie “Rotten to the Core“ und „In Union we Stand“ und beendete den umjubelten Gig mit 3 aufeinander folgenden Coversongs von The Subhumans und Motorhead, was vielleichtein bisschen zuviel des Guten war. Dennoch entließ man ein zufriedenes Publikum zum Headliner des 2. Festivaltages, Nevermore……

Setllist Overkill:

    1. The Green and Black
    2. Rotten to the Core
    3. Wrecking Crew
    4. Hello from the Gutter
    5. Coma
    6. Hammerhead
    7. Ironbound
    8. In Union We Stand
    9. Elimination
    10. Fuck You (The Subhumans cover)
    11. Overkill (Motörhead cover)
    12. Fuck You (Reprise) (The Subhuman cover)

Nevermore waren um 20:45 auf der Radio Rock Stage diejenigen, auf die sich die Fans nun ordentlich warm getrunken hatten und dementsprechend herrschte ein großes Gedränge vor der Hauptbühne des Tuska Festivals…… Die Amerikaner zeigten sich technisch versiert und ohne Schnörkel und Kompromisse zauberten sie ein Hightlight nach dem anderen aus ihren Instrumenten.

Vor allem das melodische und gefühlvolle „Emptiness Unobstructed” fand großen Zuspruch beim finnischen Publikum und es hätte wahrscheinlich ausgereicht um das Level auf einem hohen Maß zu halten. Die hohen musikalischen Fähigkeiten der Band wurden von einem genialen Sound getragen und die Stimme von Warrel Dane verlieh den Songs ihre ganz eigene Note – sehr guter Auftritt der Amis die verdientermaßen fetten Applaus  erhielten.

Setlist Nevermore: ( not completed )

  1. The River Dragon has Come
  2. The Termination Proclamation
  3. Emptiness Unobstructed
  4. Inside Four Walls
  5. Your Poison Throne
  6. The Godless Endeavor

Sonntag 04.07.10:

Auch am 3. und letzten Festivaltag herrschte vor den Toren des Tuska wieder ein enormer Andrang und die Fanmassen stauten sich wie am Vortag, was aber für die Tuska Verantwortlichen keine Überraschung zu sein schien – war doch das komplette Festival ausverkauft !!

Als erste Band gaben sich Turmiön Katilöt die Ehre, die natürlich ein Heimspiel hatten und das Publikum sofort auf ihre Seite brachten. Wirklich alle gröhlten die melodischen Songs aus vollem Halse mit und so hatte es die Band leicht, gleich zu Beginn des letzten Tages für richtig Stimmung zu sorgen……geile Band, die einen sehr guten Gig auf die Bretter legten und dementsprechend mit Applaus bedacht wurden….

Bei WASP wurde es vor der Hauptbühne mächtig heiß und die Tuska Security sorgte mit Wasser dafür die Menge etwas abzukühlen, was den Fans sichtlich gut tat. .

Die erfahrenen  Metaller verbreiten mächtig Spaß auf der Bühne und man fühlt sich ein wenig zurückversetzt in die 80´er wenn man die Herren auf der Bühne sieht – aber das gehört bei WASP einfach dazu und macht auch richtig Spaß den Jungs beim musizieren zuzuschauen…..

Beim Publikum kommt das gut an und WASP dürfen ihren Tuska Gig getrost als gut gelungen betrachten.

Setlist WASP:

  1. On Your Knees
  2. Love Machine
  3. Wild Child
  4. I Wanna Be Somebody
  5. I Don´t Need No Doctor
  6. Hellion
  7. Sleeping In The Fire
  8. Babylon and The Idol.

Auf der Inferno Stage kündigten sich im Anschluss Warmen an und präsentierten sich von ihrer spielerisch versierten Seite ohne jedoch vollends überzeugen zu können.. Janne Warman, den alle als Keyboarder von COB kennen, hat hier einige prominente Musiker um sich geschart die mit einem Rock ´n Roll lastigen sound versuchen die Fans zu begeistern – zugegebenermaßen sind einige sogar drauf angesprungen, doch die müssen voll gewesen sein und als dann noch Alexi Laihio die Bühne betrat und das Rockwell-Cover “Somebody´s Watching Me” zelebrierte, war für mich der Käse entgültig gegessen….

Da schaue ich mir lieber die Detah Metal Combo Cannibal Corpse an, die hier eine Wall of Death auslösen wie ich sie an diesem Festivalwochenende noch nicht gesehen habe  – ein gewaltiger Moshpit durchstreift den Pulk der Fans und der ultrabrutale Sound der Amis versprüht eine Energie die ihresgleichen sucht….“ Kult Songs der Marke „Hammer Smashed Face“ oder „Devoured by Vermin“ walzen wirklich alles platt…..

Einen Hammer nach dem anderen hauen die Amis den Finnen um die Ohren  und hier ging es richtig ab – hätte ich gar nicht vermutete, dass es Cannibal Corpse so leicht fallen würde die kühlen Finnen so in Emotionen zu versetzen….

Setlist  Cannibal Corpse:

  1. Scalding Hail
  2. Unleashing the Bloodthirsty
  3. Savage Butchery
  4. The Wretched Spawn
  5. I Will Kill You
  6. Devoured by Vermin
  7. Scattered Remains, Splattered Brains
  8. Make Them Suffer
  9. Priests of Sodom
  10. A Skull Full of Maggots
  11. Hammer Smashed Face
  12. Stripped, Raped and Strangle

Erstmal schnell ein Bier und dann weiter zu Nile auf der Sue Stage……die waren die nächsten die ähnlich wie Cannibal Corpse Energiegeladene Brecher aus der PA. feuerten. Nile kann man getrost als eine der führenden Bands aus ihrem Genre bezeichnen und dieser Rolle wurde die Band auch gerecht: Alle Highlights aus der History der Band werden gespielt und zeigen auf, dass Nile ihr Handwerk verstehen…..besonders der geniale Opener „Kafir“ offenbart die musikalischen Fähigkeiten der Band.

Gerade die Gitarren sind sehr versiert, sie prägen die Songs mit ihren filigranen Elementen und das treibende Drumming versetzt die Menge in Ekstase. Das sind Nile auf dem Tuska 2010 und nach einer Stunde Spielzeit beendeten Nile einen viel umjubelten Gig und erspielten sich reichlich Sympathien hier in Finnland…….  J

Setlist Nile:

    1. Kafir!
    2. Sacrifice Unto Sebek
    3. Hittite Dung Incantation
    4. Serpent Headed Mask
    5. Ithyphallic
    6. Papyrus Containing the Spell to Preserve Its Possessor Against Attacks From He Who Is In The Water
    7. 4th Arra of Dagon
    8. Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld
    9. Sarcophagus
    10. Lashed To The Slave Stick
    11. Black Seeds Of Vengeance

Alle warteten nun auf Megadeth, die das Tuska Festival 2010 als würdiger Headliner beenden sollten….und das taten sie mit all ihrer ganzen Klasse – soviel vorweg….

Dave Mustaine und seine Mannen starteten furios in ihren Set und zeigten dem Publikum, dass sie zu 100% motiviert waren und das merkte man der Band auch wirklich an…

Vor allem das tighte Zusammenspiel der einzelnen Musiker beeindruckte von Beginn an die Fans und Megadeth wurden stürmisch abgefeiert – hier gab es bis in die hinteren Reihen keinen der ruhig stehen bleiben konnte – wirklich ausnahmslos jeder war bei „Hangar18“ in Bewegung und auch „Angry Again“ sorgte für enorme Bewegung im Publikum…..

Von druckvollen Passagen bis hin zu melodiösen Gitarrensoli enthalten die Songs von Megadeth einfach alles was das Metallerherz begehrt – pure Lust an der Musik und das Facettenreichtum von musikalischem Können verkörpern die Amis vollends. Zum Ausklang durfte der Kultsong „Symphony Of Destruction“ natürlich nicht fehlen – und es wurde noch einmal richtig Stimmung geamacht unter den Fans…Megadeth  wurden dann nach 1,5  Stunden Spielzeit mit viel Applaus bedacht und wurden ihrem Status als Headliner des letzten Tages mehr als gerecht – sehr guter Gig von Mustaine & Co. !!

Setllist Megadeth:

  1. Wake Up Dead
  2. In My Darkest Hour
  3. Headcrusher
  4. Skin O‘ My Teeth
  5. Holy Wars… The Punishment Due
  6. Hangar 18
  7. Five Magics
  8. Poison Was the Cure
  9. Tornado of Souls
  10. Dawn Patrol
  11. Trust
  12. Angry Again
  13. A Tout Le Monde
  14. Sweating Bullets
  15. Symphony Of Destruction

So gingen 3 Tage Party in der Innenstadt von Helsinki auch mehr oder weniger schnell vorüber und zurück blieb der Gesamteindruck, dass sich das Tuska Festival zu einem beachtlichen Event entwickelt hat, für das sich die Reise nach Finnland in jedem Fall lohnt. Im nächsten Jahr wird das Tuska nicht mehr wie bisher gewohnt im Kaisaniemi Park stattfinden, sondern auf dem Festivalgelände „Suvilahti,“ auch im Zentrum der Stadt gelegen und bequem mit der Metro und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar….

Thanks Kaisaniemi for all the years and see ya´ in Tuska 2011 !!!

Bericht:

Hanzi Herrmann / V.U.

Fotos:

Alexandra Krautz / V.U.

special thanks to Jane  for the Obituary and Devin Townsend pictures – you rule !!

Tuska Festival 2009 – Freitag, 26. Juni – Sonntag, 28. Juni

Tuska Flyer

Alle Jahre wieder….die Rede ist hier aber nicht von dem besinnlichen Fest im Winter – sondern auf das von der Visions Underground Crew bevorzugte europäische Festival, dem Tuska Open Air, welches inmitten der finnschen Metropole Helsinki stattfindet und unzählige Besucher aus der gesamten Metal – Welt anlockt…….
So auch in diesem Jahr, wo die Tuska Verantwortlichen wieder ein Hammer Billing präsentierten und wo es mit Sicherheit nur wenige gab, deren Geschmack hierbei nicht berücksichtigt wurde…..
Here we go…..

In Helsinki angekommen, bezogen wir am Do. unser Hotel in der Innenstadt und kurz darauf wartete schon die erste anspruchsvolle Arbeit auf uns – die Herren Abbath & Demonaz von IMMORTAL erwarteten uns nämlich in der Lobby eines Luxushotels zum Gespräch, welches ihr hier nachlesen könnt. Am darauf folgenden Tag deckten wir uns auf dem Weg zur Festival Area mit einer ordentlichen Menge Bier ein, um uns den finnischen Geflogenheiten anzupassen und um uns auf ein Wochenende mit geiler Musik und netten Leuten einzustimmen……. 🙂

Freitag, 26. Juni:

Die Gates öffneten um Punkt 14:00 und GOJIRA waren es, die kurz darauf das Tuska Festival 2009 eröffneten und das mit einem ereignisreichen und abwechslungsreichen Set wie man es von ihnen gewohnt ist.
Unsere nächsten Hightlights ließen danach auch nicht mehr lange auf sich warten und ALL THAT REMAINS boten eine herausragende Show und hatten das finnische Publikum vom ersten gespielten Ton an fest im Griff !! Ein Nackenbrecher nach dem anderen wurde in die Menge gefeuert und die Band glänzte durch ihre Spielfreude in Kombination mit einer beeindruckenden Bühnenshow und wurden ihrem Ruf als sehr guter Live – Act mehr als gerecht.

Tuska 1
live eine Macht: ALL THAT REMAINS

Nachdem wir uns vom fetten Sound der Amis erholt hatten holten wir uns bei ROTTEN SOUND auf der Infero Stage die nächste Portion an Aggression ab und es war ein Genuss, den Finnen, angetrieben von Ausnahmeschlagzeuger Kai Hahto, beim Spielen zuzuhören und die eindrucksvolle Bühnenshow mitzuverfolgen.
Gerade rechtzeitig zu den Doom Fetischisten von NEUROSIS erreichten wir die Radio Rock Stage und wurden Zeuge druckvoller, schleppender Darbietungen und trotz des niedrigeren Tempos der dargebotenen Songs, verstanden es die Mannen aus Oakland / Kalifornien das Publikum gut zu unterhalten. Sehr melodiös und einprägsam verewigten sie ihre Musik in den Lauschern der Festivalbesucher….guter Gig der Amis !!
Danach ging es zur Sue Stage, wo die hierzulande sehr beliebten Viking Metaller von ENSIFERUM sich die Ehre gaben.
Und das auf eine Art & Weise, die den bisherigen Höhepunkt des heutigen Festivaltages bedeuten sollte. Für Darbietungen des neuen Longplayers „From Afar“ war es wohl etwas zu früh, schienen manche zu glauben….dennoch wurde mit „Twilight Tavern“ gleich ein neuer Song präsentiert, der auch die zu erhofften Erwartungen bestätigte: Ensiferum werden mit einem bärenstarken Album um die Ecke kommen…..soviel schon mal vorab….. 🙂
Man spielte sich durch alle bisherigen Alben – Songs wie „Windrider“, Raised By The Sword“ und „Dragonheads hinterließen nach einer Spielzeit von etwas mehr als einer Stunde eine zufriedene Fangemeinde und die Band verschwand danach direkt von Festivalgelände zum Flughafen und startete in die direkt im Anschluss folgende Nordamerika Tour.
Das Highlight des ersten Festivaltages stand uns aber noch bevor: Die Norweger IMMORTAL konnten es kaum abwarten die Bühne zu entern und loszulegen. Schon am Vortag im Interview deuteten Abbath & Demonaz im ungefähren an, wie sehr sie sich auf diesen Auftritt freuten und was die Fans erwarten würde…..
Und sie hielten ihr Wort: IMMORTAL sind zurück so stark wie nie zuvor und boten eine herausragende Bühnenshow mit tighten & druckvollen musikalischen Darbietungen, dass es eine wahre Freude war zuzuhören und die Bühnenshow zu genießen. Songs wie „Solarfall“ und „At the Heart of Winter“ wurden vom Publikum frenetisch abgefeiert und die Norweger knüpften vom Energiepotential her nahtlos an ihren Tuska Gig 2007 an als hätte es keine Pause gegeben – Wahnsinn !!

Tuska 2
einfach der Hammer. IMMORTAL

Und dann kam das von allen ersehnte und gewünschte: „Do you want some Ravendark ???? Do you want some “Blashyrkh“ ????? You got it“ – gurgelte Abbath ins Mikro und die Menge tobte und feierte ihre Black – Metal Helden bedingungslos ab !!

Nach diesem beeindruckenden ersten Tag ging es dann auch bald ins Hotel denn die nächsten Highlights warteten bereits am nächsten Tag auf uns…..

Samstag, 27. Juni:

Heute standen auch wieder einige gute Bands an, die wir natürlich live bewundern wollten und so machten wir uns schon sehr früh auf den Weg zum Festivalgelände…
Nachdem GAMA BOMB um 13:45 den 2. Festivaltag eröffneten und einen sehr guten Gig auf die Bühnenbretter legten, war es kurz danach Zeit für uns, die extra für ein Interview aus dem hohen Norden Finnlands angereisten ETERNAL TEARS OF SORROW, zu begrüßen und zu ihrem neuen Album zu befragen, was eine Menge Zeit in Anspruch nahm . Zum ETOS Interview geht es hier.
Pünktlich zum Beginn von PROFANE OMEN auf der Inferno Stage waren wir wieder zurück auf dem Festivalgelände und bekamen gleich das volle Brett serviert. Frontman Juha und seine Gefährten hauten einen Kracher nach dem anderen aus der PA und die Maniacs vor der Bühne nahmen die druckvollen Death Metal lastigen Kompositionen zum Anlass einen fetten Moshpit zu bilden und richtig abzugehen – eine sehr emotionale Reaktion für das finnische Publikum aber mit genügend Booze im Blut geht halt eben alles !! 🙂

Tuska 3
überzeugend und tight: PROFANE OMEN

Direkt weiter im Anschluss ging es zur Radio Rock Stage auf der sich nun die Schweden SABATON die Ehre gaben und neben ihren fetten Songs eine eindrucksvolle Show ablieferten, in die sie das Publikum gekonnt mit einbezogen und so für eine prächtige Stimmung sorgten – eine sehr guter Auftritt der sympathischen Jungs aus Schweden !!

Tuska 4
sympathische Schweden: SABATON

Als nächste Band waren nun KORPIKLAANI auf der Inferno Stage an der Reihe – ich persönlich kann weder mit deren Musik geschweige denn mit der Bühnenshow etwas anfangen und somit nuckelte ich brav an meinem Bier und hoffte das die verbleibenden 45 Min. bis zum Gig von AMORPHIS schnell vergehen würden. Einigen Leuten hat es wohl gefallen…..ich vernahm gelegentlich Applausgeräusche. 🙂

Egal, den nun waren AMORPHIS dran – darauf hatte ich schon sehnsüchtig gewartet und man kann sie ja mehr oder weniger als Inventar des Tuska Festivals sehen, spielen sie hier doch fast in jedem Jahr…..Tomi Juotsen und der Rest der Band spielten einen wunderbaren Gig und präsentierten Songs von nahezu jedem Album- die Hauptauswahl bezog sich natürlich auf das Songmaterial von aktuellen Album „Skyforger“ und der Sound der Finnen war bombastisch, wie die gesamte Performance.

Tuska 5
„Heimspiel“ auf dem Tuska: AMORPHIS

Vor allem Sänger Tomi Joutsen zeigte, welche großartigen, gesangstechnischen Fortschritte er gemacht hat und trotz des permanenten Wechsels zwischen cleanen Vocals und tiefen Growls zeigte seine Stimme keinerlei Verschleißerscheinungen – im Gegenteil man hatte den Eindruck, dass sich die gesamte Band mit zunehmender Spieldauer steigerte und auch alte Songs vom Album„Tales of The Thousand Lakes“ zum Besten gab. Bärenstarker Auftritt der Finnen und jetzt brauchten auch wir erstmal etwas Flüssignahrung…….
Von PESTILENCE bekamen wir leider nicht den ganzen Auftritt zu sehen, dennoch muss man sagen das die Old School Death Metaller aus Holland ihre Sache sehr gut machten und ausgestattet mit oberfettem Sound einen Brecher nach dem anderen auf die begeisterten Fans losließen.
Den Abschluss des 2. Festivaltages lieferten SUICIDAL TENDENCIES auf der Radio Rock Stage, vor der nun noch kaum jemand Platz fand so groß war der Andrang um den Gig der Amerikaner zu sehen.
Und das Warten sollte sich für jeden gelohnt haben, denn die Band spielte Songs aus ihrer gesamten Schaffenszeit, angefangen vom 1983er Debut „Suicidal Tendencies“ über „The Art of Rebellion“ bis hin zu aktuelleren Scheiben wie „Free Your Soul and Save My Mind“ wurde den Fans ein Song nach dem andren um die Ohren gehauen und die Menge tobte – zumindest diejenigen die trotz des hohen Alkoholpegels noch stehen konnten und das waren für finnische Verhältnisse doch arg viele… 🙂
Wir traten nach einem kurzen Besuch in einer nahe gelegenen Metalbar dann auch den Weg Richtung Hotel an, denn auch der Sonntag versprach wieder sehr interessant zu werden.

Sonntag, 28 Juni:

Unglaublich wie schnell das Wochenende verging und der letzte Festivaltag anstand, der es aber noch einmal richtig in sich haben sollte.
Um 14:45 eröffneten die talentierten Jungs von AMORAL den letzten Festivaltag und das mit Bravour und einer tadellosen Leistung. Die Band, die ja ihre Death – Metal Wurzeln spätestens 2008 nach dem Einstieg des neuen Sängers Ari Koivunen entgültig abgelegt hat und nun wohl am ehesten dem Power – Metal Sektor zuzuordnen ist, bot eine tighte und makellose Performance und sorgte schon zu einem frühen Zeitpunkt für mächtig gute Stimmung unter den Fans.

Tuska 6
sehr guter Auftritt: AMORAL

Die nächste Band, die nun auf dem Programm stand, waren die Schweizer Folk – Metaller von ELUVEITIE die zwar nicht ganz meinen Geschmack trafen, aber extrem gute Musiker in ihren Reihen haben und doch um meiniges besser waren als Tags zuvor die Herren von KORPIKLAANI, die ja aus der gleichen musikalischen Ecke kommen wie die Eidgenossen….
Guter Auftritt der sympathischen Band aus der Alpenregion !!!
Nun wurde es sehr melancholisch und bedächtig im Publikum, standen doch die Engländer MY DYING BRIDE kurz vor ihrem Auftritt. Auch die Engländer entstammen ja ursprünglich der Death – Metal Schiene, die sie aber schon Mitte der 90er verließen, um mit ihrem druckvollen, doomigen Sound und den schier verzweifelten und unter die Haut gehenden Vocals von Aaron Stainthorpe die Fans zu begeistern. Das Publikum nahm den beklemmenden Sound der Engländer dankbar an und bedachte die Band mit viel Applaus – sehr guter Auftritt und bisher das Highlight des Tages !!
Die Australier PARKWAY DRIVE machten mit ihrem Mix aus druckvollen Metal Riffs und den doch überwiegenden Metalcore Elementen noch mal richtig Dampf und heizten den Fans ein, bevor dann VOLBEAT das Tuska 2009 ausklingen ließen….
Die Dänen, die Metallica und Social Distortion zu ihren Einflüssen zählen und als Ergebnis einen gelungenen Balance Act aus Rock ´n Roll und traditionellem Heavy Metal präsentieren, waren der verdiente Headliner am Sonntag. Sie brachten das Publikum schon nach wenigen Riffs auf ihre Seite und spielten einen kompromisslosen und fehlerfreien Set, welcher lautstark abgefeiert wurde.

Das Tuska Festival 2009 hat zum wiederholten Male die Geschmäcker der härteren Klänge getroffen und an diesem Festival führt auch 2010 kein Weg vorbei – also auf nach Helsinki und schon jetzt Eure Tickets sichern !!
Die Visions Underground Crew freut sich schon jetzt auf die nächste Finnland Reise im nächsten Sommer und auf die geile Stimmung in der finnischen Hauptstadt !!

INFOS: http://www.tuska-festival.fi/

Text: Hanzi / V.U.

Fotos: Markus Horne

Tuska Open Air Metal Festival – 26.06.2008 bis 29.06.2008 Helsinki / Finnland

Tuska Logo 2008
Das Team von V.U. bestehend aus Hanzi und Maggus trat seine Reise am Donnerstag den 26.06. in Richtung Helsinki an. Die Unterkunft war wie in den Jahren zuvor der Rastila Campingplatz außerhalb von Helsinki gewesen und bis zum Festivalgelände in der Innenstadt gibt von dort aus eine schnelle Metroverbindung, die das Pendeln in Finnlands schöner Hauptstadt recht angenehm macht………….
Eine paar Bier an einem Kioski eingekauft bringen die V.U. Leute in die richtige Festival Stimmung und es kann losgehen……………….


Das Opener-Trio des Festivals am Donnerstag Abend bestand aus Nightwish, Amorphis und Epica.
Da dieses Konzert nicht zum eigentlichen Tuska-Festival gehörte war es hier leider nötig gewesen, ein wenig extra-Kleingeld für eine Karte in die Hand zu nehmen. Der Preis hierfür belief sich auf runde 40 Euronen, die aber wohl jeder gerne in Kauf genommen hat, dem an diesem wundervollen Trio etwas lag.
Epica machten an diesem Abend den Anfang, leider hat an diesem Tag der Wetter-Metal-Gott nicht wirklich mitgespielt, von der Küste zogen immer wieder Regenschauer auf, die auch die gute Laune bei den Gästen ein wenig in den Keller zogen.
Trotz allem machten Epica einen sauberen Job und heizten dem Publikum ordenlich ein.

Epica rockten beachtlich
Epica rockten beachtlich

Als zweite Band an diesem Abend spielten Amorphis, welche in ihrer gewohnten Manier eine gute Show auf die Bühne legten. Frontmann Joutsen hatte immer wieder Spaß dabei, das Publikum anzuheizen, wenigstens waren mittlerweile die Regenwolken verschollen, kalt war es aber leider trotzdem noch.

Tomi Juotsen -  gewohnt sicher und stimmungsvoll
Tomi Juotsen – gewohnt sicher und stimmungsvoll

Nach einer Stunde Spielzeit von Amorphis betraten gegen 19.15h nun endlich die Musiker von Nightwish die Bühne.

Wie immer war Schlagzeuger Jukka der erste, der sich hinter seinem Drumkit auf die Bühne wagte.
Für viele Konzertbesucher war dies vielleicht das erste Konzert von Nightwish, bei welchem nicht Tarja auf der Bühne stand sondern Anett.
Nightwishs Sound seid dem Wechsel der Besetzung und dem neuen Album Dark Passion Play hat sich stimmlich doch sehr geändert. Musikalisch hingegen ist der unverkennbare Nightwish-Sound erhalten geblieben.
Wir haben an diesem Abend Anett nun zum dritten Mal live auf der Bühne gesehen und müssen sagen, dass sie sich mittlerweile sehrgut in die Band integriert hat. Die anfängliche Unsicherheit hatte sie zumindest für diesen Abend komplett abgelegt und so gelang Nightwish im gesamten eine ausgereifte Show, die auch noch auf mehr hoffen lässt.

gute Show: Nightwish
gute Show: Nightwish

Nightwish kommen auch im nächsten Jahr wieder auf Deutschland-Tour, die Termine und Orte hierfür stehen bereits fest und könnt ihr der Rubrik Termine nachlesen.
Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange, wer sich also nicht beeilt könnte beim Bestellen der Karten sein blaues Wunder erleben 😉

fetter Soundteppich: Tuomas Holopainen
fetter Soundteppich: Tuomas Holopainen

Am Freitag den 27.06. war es dann endlich soweit, das offizielle Tuska-Festival 2008 öffnete für tausende von, teilweise auch weit, angereisten Fans um 14.00Uhr seine Pforten.
Wie auch schon in den zurückliegenden Jahren bildeten sich bereits Stunden vor der Öffnung schon lange Schlangen am Entry. Viele versuchten diese Zeit auch zu nutzen, um an Karten für das Festival zu kommen.
Auch der Hauptbahnhof von Helsinki war belagert von in dunklen Kutten gekleideter Metaller. Auch das ein oder andere bekannte Gesicht konnte man hier antreffen.
Das Festival-Gelände befindet sich unmittelbar am Bahnhof mitten in Helsinki am s.g. Kaisaniemi. Viele Gäste nutzen diese Nähe um sich mit den letzten Bier sowie auch Essensreserven einzudecken um die lange Wartezeit überstehen zu können.

Das Festival bietet auf insgesamt drei Bühnen Shows. (Radio Rock Stage, Sue Stage, Inferno Stage)
So hatte jeder die Möglichkeit sich sein favorisiertes Set an Live-Acts zusammen zu stellen.
Auch das Team von V.U. stand vor diesem Entscheidungszwang.
Leider war es uns nicht möglich gewesen alle Live-Acts zu besuchen, wir haben die, auch für uns, interessantesten Acts ausgepickt und wollten diese auch genauer beleuchten.

Unser erster Act am Freitag Mittag war KYPCK auf der Inferno Stage.
Die Band um Sami Lopakka (Ex Sentenced) hat uns musikalisch in ihren Bann gezogen. Die Texte auf russisch, die Musik auf DOOM getrimmt fesselte auch das Publikum im Zelt.
Viele Fotos zu dieser Show sind entstanden, sowie auch ein Interview mit Lopakka und dem Sänger Eki Seppänen Diese könnte ihr im Bereich Interviews in Augenschein nehmen.

Hanzi beim Interview mit KYPCK
Hanzi beim Interview mit KYPCK

Weitere Highlights für die V.U.-Crew waren an diesem Abend Amon Amarth aus Schweden auf der Radio Rock Stage.
Auch das Publikum war von diesem „musikalischen Schmankerl“ sehr angetan, was zur Folge hatte, dass A.A. einiges an Publikum vorweisen konnte.

Weitere Acts an diesem Tage waren: Stamina, Mokoma, Tracedawn, The Sorrow, Carcass, Entombed, The Scourger und Dimmu Borgier.


Der Samstag begann mit Kalmah auf der Radio Rock Stage um 13.45h.
Auch der Samstag war von Stimmungsgeladenen Metal-Freaks gut besucht gewesen und lustig zu beobachten waren manche Einsätze der finnischen Polizei, als es darum ging stark alkoholisierte Metaller in Polizeibusse zu verfrachten. 🙂
Bekannte musikalische Highlights waren an diesem Tage
Fields of the Nephilim, Kreator und Morbid Angel.
Abgesehen von diesen Größen spielten an diesem Tage auf den drei Bühnen noch zehn weitere Bands, die es ebenfalls schafften, das Festival zu dem werden zu lassen, was es am Ende war.

Aufgrund miserabler Buchungen der Flüge, musste die Crew von V.U. leider schon Sonntags Vormittags abreisen. Bedauerlicherweise gingen uns für diesen Tage doch glatt nochmals neun Bands durch die Lappen. Killswitch Engage, Sonata Arctica und Slayer gaben sich an diesem Tage die Instrumentenstecker auf der Radio Rock Stage gegenseitig in die Hand.

Wir hoffen natürlich, dass wir auch im kommenden Jahr einige der genannten Bands wieder auf den Bühnen des Tuska Festivals finden werden.
Abschließend kann man sagen, dass sich das Festival und die damit verbundene weite Anreise doch sehr rentiert haben.

Tuska Festival 2009 wird garantiert wieder mit uns von Visions Underground stattfinden. Hochkarätige Live Berichte und diverse Interviews werden dann das Rahmenprogramm bilden. Ein Kracher auf den wir uns jetzt schon tierisch freuen, denn eine so gute Stimmung und solch eine Gemeinschaft wie in Helsinki ist auf keinem anderen Festival zu finden.

Greetz from the V.U.-Crew

Maggus und Hanzi

Live-Review Tuska-Festival 29.06-01.2007, Helsinki Finland

Tuska Festival als Aushängeschild des nordischen Metal Sommers, die Visions Underground Crew wieder nach Finnland um neben dem deftigen Alkoholgenuss den genialen Bands zu lauschen, die sich vom 29.06-01.07 auf den Bühnen in Finnlands Hauptstadt präsentieren.


 

Großer Andrang vor den Toren des Tuska Festivals

 


Fr.29.06.07:

Die Stadt war komplett zu mit Metalheads, sogar der außerhalb von Helsinki gelegene Campingplatz Rastila war von den Besuchern des Tuska Festivals gut belegt, was für den Bekanntheitsgrad des Festivals spricht !!
Unsere Highlights am ersten Tag waren Immortal, Moonsorrow, sowie Katatonia und da es bei den 3 Bühnen ( Radio Rock Stage, Sue Stage, Inferno Stage ) zu kleinen Überschneidungen kommt, haben wir das für die Leser am interessantesten zu scheinende an Bands intensiv beobachtet.
Nachdem wir zu Beginn den fullminanten Auftritt von Hatessphere bewunderten, war es nun an der Zeit zur Sue Stage zu pilgern, waren doch da Moonsorrow an der Reihe…
Und man wurde nicht enttäuscht…über eine Spielzeit von knapp einer Stunde hauten die Finnen dem Publikum alle Kracher des letzten Albums um die Ohren und in den vordersten Reihen wurde kräftig gebangt und dem bedrohlichen und düstern Sound der Nordmänner gehuldigt !! Wahnsinn mit welcher Euphorie die Band gleich zu Beginn des Festivals hier die Zuhörer in Ekstase versetzt, ein überaus gelungener Auftritt !!
Und das bei Sonnenschein Mittags um 15:30, sehr beachtlich und die Zeit war gekommen für einige Beers um den bei Moonsorrow entstandenen Brand wegzuspülen.
Gesagt – getan !! .-) Wir konnten dann noch den Auftritt der Briten Dragonforce ansehen der auch recht anschaulich war bis wir dann endlich die Götte aus Norwegen, Immortal zu Gesicht bekamen.

Abbath rockte die Finnen !!

Es war ja der erste Auftritt seit des wiedererklärten Comebacks und Abbath & Horgh und Apolyon am Bass verstanden es nahezu perfekt die Menge zum völligen Ausrasten zu bringen. Wie genial, dass diese band zurück ist, der Metalszene wäre ansonsten ein großes Stück Musikgeschichte verloren gegangen.

Immortal: geile Show

Immortal spielten sich durch Songs des „At The Heart Of Winter“ Albums über “Dammed In Black“
Bis hin zum letzten Output „Sons Of Northern Darkness“ und hatten nebn der düstern und energiegeladenen Bühnenshow noch einen nahezu makellosen Sound !! Da war die Stunde Spielzeit schnell vorbei und wir eilten schnell zur Sue Stage auf der um 19:30 Katatonia ihren Set begannen:
Noch schnell ein Bier in den Hals gehauen und dann ab durch die Menge, so dass wir pünktlich zu Beginn des 2. Songs „Chrome“ zugegen waren !!
Auchdie Schweden präsentierten sich in absoluter Spiellaune und setzten ihr Hauptaugenmerk nicht auf das Material des neuen Longplayers „Great Cold Distance“ sondern eher auf ältere Releases wie „Viva Emptiness“ und „Last Fair Deal Gone Down“.
Sänger Jonas Renkse war wie gewohnt sehr charismatisch zugegen und Master Blackheim versprühte mit seinen technisch versierten Gitarrensoli Melancholie pur so dass der einstündige Set zum Highlight des heutigen Tages wurde und bis in die hintersten Reihen des Zeltes vor der Inferno Stage die schönen Songs der Schweden für Begeisterung sorgten !! Katatonia sind der Sieger des 1. Tuska Festival Tages !! Auf den Aftershow partys im Zentrum von Helsinki haben wir eine nette Unterhaltung mit dem früheren Gitarristen Demonaz während des Ensiferum Konzertes und kommen dann schon sehr früh am Morgen in unserem Quartier an um uns erstmal richtig auszuschlafen.

Sa.30.06.07:

Heute waren wir vor allem auf den Auftritt der Finnen Insomnium gespannt sowie die Schweden Heroes von Pain und den Gig der Norweger Emperor.
Heuet war es bereits 2 Stunden vor der Öffnung des Festivalgeländes schon brechend voll und die Security war überwiegend damit beschäftigt die alkoholisierten Finnen in Busse zu verfrachten und in diverse Ausnüchterungszellen in der Stadt zu transportieren…..ein lustiger Anblick und wir waren froh als dann endlich die Pforten öffneten und lauschten den Amerikanern Misery Index, die den 2. Tuska Tag beachtlich eröffneten und viel Energie versprühten m it ihrem fetten Sound.
Nach einigen Beers war es dann an der Zeit für die Schweden von Pain !! Wer Workaholic Peter Tägtgren kennt, der weiß dass er immer um Qualität bemüht ist und auch diesmal gelang ihm das mit seinen Mannen sehr eindrucksvoll und Pain untermauerten so ihren Status als Geheimtipp für jedes Festival !!
Direkt von Pain ging es zur Inferno Stage auf der Insomnium gerade ihrem Auftritt begonnen hatten und das Zelt vor der Inferno Stage war bis zum letzten Platz gefüllt und lauschte derben tiefen Klängen der Finnen !! Und das was die Fans hier geboten bekamen, war allererste Sahne: die Gitarren der Finnen sind mindestens mal in B gestimmt und die derben Growls lassen jeden Death Metaller vor Freude tief in den Moshpit eintauchen – vor der Bühne ging es richtig pervers zur Sache was die Musiker nur noch mehr anspornte und so knallten die Gitarristen den Fans ein fettes Riff nach dem anderen um die Ohren und machten bereits um diese noch frühe Uhrzeit ( es war gerade mal 17:00 !! )schon den Sieger des 2. Festivaltages für mich klar !! 😉 Nach diesen fetten Klängen war es an der Zeit eine kleine Verschnaufpause einzulegen und ein paar Beers einzufahren, galt es doch danach unsere ganze Konzentration den Klängen von Emperor zu widmen….
Und was soll man da noch groß berichten ?? Jeder halbwegs treue Fan der Norweger weiß was ein Gig von Emperor beinhaltet: keifende Vocals von Sänger Vegard „Ihsahn“ Sverre Tveitan in Kombination mit seinem perfekten Gitarrenspiel spornte die Menge vor der Radio Rock Stage richtig an und die Norweger präsentierten Songs von allen bisherigen Alben dieser ruhmreichen Band, machten so für selbst diejenigen, die Emperor bisher noch nicht kannten diesen Auftritt zu einem erinnerungswürdigen Ereignis !!

Emperor überzeugten sogar die stillen Finnen!!

Der Hammer, was diese Musiker draufhaben……. “Wrath of the Tyrant“ markierte den Höhepunkt eines denkwürdigen Sets und Frontnase Ihsahn spuckte Gift & Galle um die Menge zu begeistern !!
Keines der bisherigen Werke blieb unberücksichtigt, vor allem vom „IX Equilibrium“ Album wurden einige Granaten auf die Tuska Menge losgefeuert und Emperor hatten somit meine heimlichen Favoriten auf den Samstagssieg Insomnium doch beeindruckend geschlagen !! Respekt !!

So.01.07.07:

Um 14:00 wurden heute die Tore des Tuska´s geöffnet und mit den Finnen Sturm & Drang enterte gleich eine junge Band die Bühne, die mit ihrem Spiel zugefallen wusste !! Uns waren diese Kompositionen der Band dann doch etwas zu schräg und wir legten heute unseren Focus auf die deutschen Blind Guardian sowie auf die Portugisen Moonspell und die polnische Death Metal Legenden von Vader.
Bis dahin war noch etwas Zeit und wir konnten also noch einige Beers vernichten, um richtig auf besagte Bands eingestimmt zu sein !!

überzeugende Performance: Blind Guardian

Als es dann soweit war, betraten Blind Guardian pünktlich um 15:30 die Radio Rock Stage und begeisterten schon vom ersten gespielten Ton an die Massen. Kracher vom „Somewhere far beyond“ Album über das sagen hafte „Lord Of The Rings“ wurden bei einer sehr agilen Show der deutschen Powermetaller so überzeugend vorgetragen, dass es kaum Pausen für die Fans gab und selbst die sonst so ruhigen Finnen an diesem Sonntag Nachmittag in Begeisterungsstürme versetzen konnten !! Sehr guter Gig der Deutschen !!

Autogrammstunde von Moonspell

Finntroll und Naildown spielten zur gleichen Zeit auf der Sue bzw. Inferno Stage und danach kamen die düsteren Moonspell, die während des Blind Guardian Gigs noch fleißig Autogramme geschriben hatten auf die Bühne und eröffneten ihren Set mit Nummern vom „The Antidote“ Album, welche überaus druckvoll aus der PA dröhnen!! Sänger Fernando macht trotz des Tageslichtes eine sehr düstere Figur und untermalt einen sehr beeindruckenden Auftritt von Moonspell mit seiner charismatischen Bühnenshow und dem bedrohlichen Gesangsstil !! „Opium“ Vom „Irreligous“ Album bildet den Höhepunkt dieses Sets von etwas mehr als einer Stunde und die Fans sehen nach dem famosen Auftritt der Portugisen nun langsam aber sicher dem Ende des Tuska Festivals entgegen.
Für uns uns werden werden Vader aus Polen die letzte Band sein und danach müssen wir mit Sack & Pack zum Flughafen um unseren Flieger noch zu erwischen !!
Vader spielen einen megageilen Gig auf der Inferno Stage und spielen wirklich von jedem Album in der bisherigen Bandgeschichte Songs, welches das finnische Publikum mit wahren Begeisterungsstürmen aufnimmt !! Ein Nackenbrecher nach dem nächsten knallen die Jungs aus den Boxen um nach einer fetten Stunde Spielzeit die finnischen Fans auf den Headliner des Abends Stratovarius gut vorbereitet zu entlassen !! Ein klasse Auftritt der Polen !!
Für uns neigt sic das das diesjährige Tuska Festival nun dem ende zu und wir waren begeistert, über alles was wir in den 3 Tagen erleben durften und freuen uns jetzt schon auf das Tuska Festival 2008 !! Wir können wirklich jedem, der Finnland gerne mal bereisen möchte, nahe legen sich das Tuska Festival in Helsinki keinsfalls entgehen zu lassen !! See ya´2008 in Kaisanniemi !!!

Hanzi / V.U.
Meurer / V.U.

Live-Review Tuska-Festival 2005, Helsinki Finland

Tuska Festival, was auch 2005 im Kaisaniemi Park mitten im Stadtzentrum und mit exzellenter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel stattgefunden hat, keinesfalls entgehen lassen. Es zeichnet sich durch eine Vielzahl verschiedener Metal Genres aus, womit es jedem Geschmack gerecht werden dürfte. Für eingefleischte Festivalfans wie mich ist es allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, mit dem hart erkämpften und endlich erreichten feierfreudigen Alkoholpegel gegen 22 Uhr zusammen mit allen anderen Besuchern, Crew- und Bandmitgliedern vom Gelände geschmissen zu werden und sich entweder auf den Weg zu den Aftershowparties quer durch die Stadt zu quälen oder, noch schlimmer, den Heimweg anzutreten. Denn bei einem Veranstaltungsort mitten in der Stadt gibt es natürlich keine ausreichenden Flächen für Campingplätze, wo man sich einfach unkompliziert ins Zelt werfen oder bei Bedarf noch weiterfeiern kann, bis man von alleine umkippt. So streift allabendlich bei \“Ladenschluss\“ die Polizei durch den Park, um sicherzustellen,
dass keine Alkoholleichen ihre Nacht dort verbringen, weil sie ein bisschen zu sehr dem Alkohol gefrönt haben und es einfach nicht mehr heim schaffen. Denn während eine beachtliche Anzahl von Metalheads drinnen die Livemusik feiert, versammelt sich an allen drei Veranstaltungstagen eine ebenso sehr beachtliche Anzahl von Metalfans auf den einladenden grünen Wiesen des Kaisaniemi Parks zu einem hochprozentigen Picknick, was für mich und meine mitteleuropäischen Festivalstandards und –gewohnheiten anfangs recht befremdend wirkt, aber schnell meine Zustimmung findet. Daher ist es auch immer eine lustige und abhängig von der Tageszeit mehr oder weniger interessante Erfahrung, sich zwischendurch mal mit Freunden vor dem Gelände zu treffen und dort (weiter) zu trinken, wenn die eigenen Alkoholvorräte wie von Geisterhand auf einmal schon wieder weg sind. Diese sind nämlich unerlässlich für einen mittelständischen Festivalgänger, da die Preise auf dem Tuska (wie generell in Finnland) schwindelerregende Höhen erreichen bei 5Euro für einen halben Liter Bier. Und das auch noch in einem für Finnland so typischen abgezäunten Bereich, den man vor der Leerung seines Glases auch nicht verlassen darf, um Minderjährigen den bestmöglichen (jedoch vergeblichen) Schutz vor dem bösen Feind Alkohol zu bieten. Daher sei jedem zu raten, sich selber genug Vorräte in Form von Plastikflaschen und Tetrapaks zuzulegen, auch wenn es lästig sein mag, diese mit rumzuschleppen- dann muss man sie halt schnell austrinken ;).

Freitag

\"Teräsbetoni\"Nach einer Cider und Lonkero Shoppingtour schreitet die VU Crew bei strahlendem Sonnenschein gut gelaunt und voller Erwartungen durch den soweit das Auge reicht von Metalheads belagerten Kaisaniemi Park. Am Pressestand trifft man etliche bekannte Gesichter und dann geht´s auch schon los mit Teräsbetoni, dem Opener des diesjährigen Tuska Festivals. Dass Manowar die großen Vorbilder und reichliches Posing der Hauptbestandteil der Show der Finnen ist, ist nicht zu übersehen und für das noch nüchterne und dem Powermetal eher feinlich eingestellte Hirn recht schwer zu ertragen. Doch man muß aus allem das Beste holen, und so ruft ihre hauptsächlich auf Lederkluft und nackter (zu) brauner Haut beruhenden Bühnenperformance bisweilen wenigstens Belustigung hervor. Beim Kracher \“Taivas lyö tulta\“, der das Publikum am meisten begeistert und der auch außerhalb Finnlands dem einen oder anderen bekannt sein dürfte, erwische ich mich sogar, wie ich mit dem Fuß im Rhythmus tippe. Die Schuld daran gebe ich aber dann doch lieber dem Zwang meiner inneren Stimme, meine Frühstücksflasche schnellstmöglich zu leeren, um die Erträglichkeit ihrer Musik zu steigern, als einem verirrten Musikgeschmack.
\"Wintersun\"Als zweites spielt auch schon eines meiner absoluten Highlights der kompletten Festival-Saison 2005, und so steigt nicht nur die Spannung, sondern auch die Freude ins Unermessliche, dass ich Wintersun zum ersten Mal überhaupt live sehe. Es hat sich bereits eine beachtliche Anzahl von Metalheads vor der Bühne versammelt, um die Stärke dieser Band live zu erleben. Die Zuschauer sind ebenso wie ich schon mächtig gespannt auf den Auftritt, und obwohl bei der SUE Stage mehr Staub als Sauerstoff in der Luft ist, tut das der Stimmung keinen Abbruch. Als die Jungs um Ex-Ensiferum Vokalist JARI MÄENPÄÄ mit \“Beyond the dark sun\“ losdonnern, krieg ich Feuer unterm Arsch und suche mir schnellstmöglich und unerbittlich ein Plätzchen in den vorderen Reihen. Und so genieße ich in vollen Zügen die Show des Masterminds, der mit JUKKA KOSKINEN (Norther), TEEMU MÄNTYSAARI (Imperanon) und Drummerlegende KAI HAHTO (u.a. Rotten Sound) durchweg hoch talentierte Vollblutmusiker um sich gescharrt hat, die seinem Sound den nötigen Nachdruck zu verleihen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Zusammenspiel der vier talentierten Musiker atemberaubend gut ist. Beim Killersong \“Sleeping stars\“ finde ich schliesslich keine Worte mehr, da ich vor Zufriedenheit und Emotionalität strotze und sogar die fabelhafte Welt des Tuska Festivals um mich herum vergesse. Die Zuschauer sind jedoch allesamt mindestens genauso begeistert wie ich und so ist spätestens beim letzten Song \“Winter madness\“ klar, dass die Show nicht nur für die Fans, sondern auch für die Band selber ein unvergessliches Erlebnis gewesen ist.

Setlist:
Beyond the Dark Sun
Battle Against Time
Sleeping Stars
Beautiful Death
Death and the healing
Starchild
Winter Madness

\"Finntroll\"Nach diesem Ohrenschmaus geht es unerbittlich und ohne Pause weiter, denn Finntroll poltern bereits auf der CENTER STAGE. Nach dem kreischigen Sound der Boxen der Sue Stage müssen sich meine Ohren erstmal an die normale Lautstärke der Center Stage gewöhnen, und nach kurzer Zeit schaffen es Finntroll, mir den letzten Kick Endorphine zu geben, den ein Mensch noch vertragen kann ohne abzuheben. Strahlend blauer, wolkenloser Himmel, sich in der Luft wiegende Möwen, Finntroll live aus den Boxen- ich bin im Himmel, oder beim Tuska zumindest schonmal an der richtigen Adresse. Das Heimspiel der fünf Finnen ist ein voller Erfolg, denn obwohl sie am hellichten Tag und unter gellender Sonne spielen, verbreiten sie ordentlich trollige Stimmung und regen mit Songs wie „Fiskarens Fiende“, „Trollhammaren“, „Midnattens Widunder“ und „Rivfader“ nachdrücklich zum Weitertrinken an. Obwohl ihre Show für mich nichts neues mehr ist, begeistert sie mich doch immer wieder wegen ihres unschlagbaren Grades an unterhaltsamer Originalität. Man kriegt einfach nicht genug von der wild headbangenden und rastlosen Trollhorde mit ihrem eigenständigen und unverkennbaren Sound, und so wird ihre Show, obwohl schon zur Genüge gesehen, zu einem weiteren unerwarteten Highlight.

Nach diesen genialen Auftritten muss die VU Crew erst mal vom Höhenflug runterkommen und mit einigen Cider zurück Richtung Erde steuern. Daher verpassen wir den Auftritt der Thrash-Metaller Destruction, was wir jedoch nicht allzu sehr bedauern.

\"Apocalyptica\"Zur Show von Apocalyptica raffen wir uns aber dann wieder auf, und das nicht umsonst. Der erste Teil der Show verläuft eher ruhig, bis die vier Cellisten im zweiten Teil dann richtig aufdrehen. Mit ihrer lebendigen Leidenschaft für Musik und ihrer zweifellosen Originalität wissen sie die Hörerschaft zu überzeugen. Auch der Sound ist genial und ihr souveränes Zusammenspiel immer wieder beeindruckend. Sie wissen, wie sie das Publikum zu nehmen haben und foltern ihre Celli maßlos, wofür sie natürlich große Begeisterungsstürme und viel Applaus ernten. Ihre Interpretation des Metallica Klassikers \“Nothing else matters\“ schafft ein Moment der Ruhe und Emotionalität auf das ansonsten so laute Metalfestival,. Desweiteren werden neben den eigenen Songs natürlich auch „Fight fire with fire“, „Seek and destroy“ und \“Master of puppets\“ zum Besten gegeben, was das Publikum zum Anlass nimmt, lauthals jedoch nicht ganz einstimmig und reibungslos mitzusingen, was sehr amüsant ist. Ihre eigenen ruhigen und zum verzweifeln schönen Hits „Betrayal/Forgiveness“, „Quutamo“ und „Bitter sweet“ (glücklicherweise ohne Gesang) kommen jedoch mindestens genauso gut wie die Cover an. Bei \“Hall of the mountain king\“ demonstriert die Band abschliessend noch einmal das ganze Spektrum ihrer musikalischen Fähigkeiten, und insgesamt liefern die Finnen wie gewohnt eine rundum gelungene Show mit gutem Sound und ergreifender Musik ab, die kaum einen Zuschauer unzufrieden oder gar enttäuscht gelassen haben dürfte.

Setlist:
Path!
Master Of Puppets
Betrayer
Nothing Else Matters
Bittersweet (ohne Ville & Lauri…)
Seek & Destroy
Inquisition symphony
Enter Sandman
Hall of the mountain king

\"MonsterDie Headliner des Freitags sind die aus den Vereinigten Staaten stammenden Monster Magnet. Ehrlich gesagt sind sie nicht gerade meine Lieblingsband, aber sie erweisen sich dennoch als durchaus sehenswert. Ob man ihre Musik jetzt als Stoner Metal oder als groovigen Rock bezeichnen will, ist letztendlich egal, denn sie liefern eine unglaublich energiegeladene Show ab und ihre Rockstar Attitüde steckt einfach an. Kaum verwunderlich also dass das mittlerweile sehr gut angeheiterte Publikum sofort anfängt zu moshen und zu headbangen. Die Band um Sänger Dave Wyndorf, der seit dem Ausstieg des Gitarristen Phil Cauvano wieder die zweite Gitarre selber spielt, genießt es sichtlich auf der Bühne hin und her zu laufen und das Publikum anzuheizen und zu unterhalten, denn er rockt was das Zeug hält und glänzt durch reichliches Posing. Nach einer soliden Rockshow beendet ihr Song “Space Lord” den ersten Abend auf dem TUSKA 2005 mit Würde.

Setlist:
Dopes To Infinity
Supercruel
Elephant Bell
Twin Earth
Third Alternative
Zodiac Lung
The Right Stuff
Radiation Day
Powertrip
Unbroken
Monolithic
Negasonic Teenage Warhead
Space Lord

Samstag

Obwohl wir bisher nur ausnahmslos Positives über die finnischen Death-Thrasher Deathchain gehört haben, verpassen wir leider aufgrund der für uns unmöglichen Spielzeit ihren Auftritt beim TUSKA. Es sei aber trotzdem jedem ans Herz gelegt, sich diese Combo bei Möglichkeit einmal live reinzuziehen.

\"Naglfar\"Mit der Meinung, dass es für Naglfar zweifelsohne (immer noch) viel zu früh und zu heiss ist, stehe ich wahrscheinlich nicht alleine da. Dennoch hat sich eine beachtliche Menge an Fans verschiedenen Alters bereits zur mittäglichen Stunde zur Festivalarea geschafft und füllt das Zelt fast komplett aus, um von NAGLFAR’s Sound mental geschlachtet zu werden. Als die Schweden mit ihrem Killersong „A swarm of plagues“ des neuen Albums „Pariah“ losdonnern, ist klar, dass sie es mit ihrem melodiösen Black Metal mühelos schaffen die verkaterten Köpfe des Publikums etwas aufzuhellen. Es ist offensichtlich, dass der neue Mann am Mikro, Kristoffer Olivius, eine exzellente Wahl ist, denn er macht einen guten Job und bringt nicht nur die Songs des neuen Albums “Pariah” überzeugend rüber. Denn das Set setzt sich sowohl aus altem als auch aus neuem Material zusammen, das Debütalbum „Vittra“ jedoch leider ausgenommen. Insgesamt trotzdem eine sehr gelungene Setlist und eine klasse Show, die für uns der richtige „Frühstückshappen“ für den gerade begonnenen zweiten Tag ist.

Setlist:
A Swarm of Plagues
Spoken Words of Venom
When Autumn Storms Come
Wrath of the Fallen
12th Rising
I Am Vengeance
The Brimstone Gate
The Perpetual Horrors

\"Ajattara\"Ähnlich wie bei NAGLFAR hätte auch der Show von Ajattara ein dunkler und verrauchter Club besser getan als gellende Sonne und wirbelnder Staub bei der SUE STAGE. Aber trotzdem schafft es die Band um Frontmann Pasi Koskinen mit ihrem düsteren Doom Black Metal eine ebenso düstere Atmosphäre zu zaubern, sodass die Fans in schwarzer Wonne dahinschwelgen. Die Band, die eigentlich nur aus drei Mitgliedern besteht, wird live von Pasi’s altem AMORPHIS-Kollegen Tomi Koivusaari und einem weiteren jungen Mann, der für die höheren Stimmlagen verantwortlich ist, unterstützt. Überzeugend bringt die Band ihren düster-melodiösen Sound rüber, und wutentbrannt und voller Aggression kotzt Pasi die in finnischer Sprache gehaltenen Vocals aus, was ihm ein recht mysteriöses Charisma verleiht und pechschwarz unter die Haut geht. AJATTARA bekommen ein unglaubliches Feedback von den Fans, die jede Zeile voller Inbrunst mitbrüllen, und ihre Show wird zu einer einzigen großen BlackMetal Party. Der Schwerpunkt der Setlist sind Songs vom „Itse“ Album und die Band hat sichtlich Freude daran live zu spielen. AJATTARA entpuppen sich zu einem echt unterhaltsamen Live-Erlebnis, was trotz Kater sehr viel Vergnügen eingebracht hat. Überaus gelungene und geniale Show!!

\"RottenAls nächstes attackieren Rotten Sound die Fans vor der Sue Stage mit ihrem brutalen Grindcore, der ohrenbetäubend und terrorisierend aus den Boxen donnert. Erbarmungslos liefern sie einen Kracher nach dem anderen, und die lebendige Drummaschine Kai Hahto beeindruckt mal wieder beispiellos. Seine scheinbare Mühelosigkeit gepaart mit der unglaublichen Präzision und genial koordinierten Schnelligkeit lässt mir einfach immer wieder die Klappe offen stehen. Nach einiger Zeit verlassen die vier Finnen die Bühne für einen Moment, um nach kurzer Zeit in ihrem ekelhaft-genialen Butcher-Outfit, was mit viel Kunstblut beschmiert worden ist, wiederzukommen und kompromisslos weiterzufetzen. Ihre brutale visuelle Erscheinung gepaart mit einer ruhelosen und wilden Bühnenperformance sind die Markenzeichen dieser Band und machen sie zu einem echten Live-Erlebnis, das man unbedingt auschecken sollte, da ihr Sound gerade live beeindruckend zur Schau gestellt wird. Nach ca. einer Stunde war der Sturm vorbei und die Band hinterlässt die Fans mit einer rundum gelungenen Show.

Setlist:
Maggots
Slave
V.S.A.
Follow
Perfection
Corporal Fuck
Strongman
Targets
Suffer
Obey
Exit
Burden
Sell your Soul
Slay
Western Cancer
Nation
XXI
War

\"LakeDerweil schaut sich der andere Teil der VU Crew auf der Zeltbühne Lake Of Tears an, um dem an Rotten Sound gemessenen vergleichsweise ruhigeren Sound zu lauschen. Der Frontmann der Schweden charakterisiert sich einfallsreich durch einen kreativen Pilzhut, was kombiniert mit ihrem Sound eine friedlich-psychedelische Atmosphäre erzeugt, manche jedoch auch möglicherweise von der Musik ablenkt. Sie spielen einen außergewöhnlichen Mix, den man irgendwo zwischen Paradise Lost und Sentenced einordnen könnte, und schaffen eine schwermütige, düster angehauchte Atmosphäre, wofür das Zelt und eine kleinere Bühne die besten Voraussetzungen bieten. Schade, dass diese beiden Bands parallel gespielt haben, denn ich bekomme nur Positives über LAKE OF TEARS zu hören.

\"Testament\"Wenn Testament nach so vielen Jahren in ihrem klassischen LineUp zu erleben sind, ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Zuschauerraum vor der Main Stage mit Massen von Fans absolut vollgepackt ist. Louie Clement, Greg Christian, Eric Petersson, Alex Skolnick und natürlich Chuck Billy vollziehen die Wiedervereinigung zur Thrash Legende und verwöhnen die in Nostalgie schwebenden Fans mit all ihren alten Hits von den ersten zwei Alben „The legacy“ und „New Order“, was auch Sinn macht, da dies die beiden Alben sind, die im klassischen LineUp eingespielt worden sind. Keine schlechte Entscheidung, denn die Zustimmung und Euphorie kann man in den Reaktionen der Fans ablesen. Die Bühnenperformance ist wie gewohnt genial, und Chuck rennt was das Zeug hält auf der Bühne rum und unterhält die Fans mit seinem schier unermüdlichen Einsatz an Luftgitarre spielen. Auch seine Stimme ist in Topform und seine Fähigkeit, sie voluminös und abwechslungsreich einzusetzen, erzeugt eine magische und energiegeladene Atmosphäre. Indem er einige Variationen in seinen Gesang einbringt, bringt er eine innovative Frische in die altbekannten Songs. Das unumstrittene Charisma des Frontmanns ist jedenfalls beachtlich, doch auch der Rest der Band ist durchaus nicht zu verachten. So ist Drummer Louie Clemente professionell wie eh und je und auch die unglaublichen Gitarrensoli vom Talentbolzen Alex Skolnick sowie seine gesamte Bühnenerscheinung beeindrucken die Fans in ungeahnter Weise, sodass selbst den alten Fans die Klappe offen steht und es letztendlich sogar dem Verstärker zuviel wird, der ersetzt werden muss. Die BayArea Metal Legenden verstehen es, mit der crowd umzugehen und sie wissen, was wir Fans wollen, denn sie bringen das Publikum mit ihren Thrashhymnen in Topstimmung und erzeugen eine unglaubliche Energie, sodass ihr 60 minütiges Set für viele einfach viel zu kurz ist.

Setlist:
The Preacher
The New Order
The Haunting
Electric Crown
Sins of Emission
Practice What You Preach
The Legacy
Alone in the Dark
Over the Wall
Trial by Fire
Raging Waters
Disciple of the Watch

\"DimmuDann ist es an der Zeit, Dimmu Borgir dem offiziellen Headliner des zweiten Tages, die Center Stage zu überlassen. Und siehe da, pünktlich als sie die Bühne betreten, versammeln sich einige wenige dunkle Wolken am Himmel. Es ist kaum zu übersehen, dass die sechs-Mann Combo eine massive Fanbase hier in Finnland hat, auch wenn diese eher wie lächerliche Clowns als wie true und grimmige Blackmetaller aussehen… Jedenfalls ist der Zuschauerraum vor der Mainstage beinahe gänzlich gefüllt. Für die TUSKA Show hat sich die BandTony Laureno (NILE, ANGELCORPSE) für den Schlagzeugstuhl organisiert, der seinen Job auch recht professionell und routiniert durchzieht. Hell-sinki soll heute eine Lektion in „violence“ bekommen, wie Sänger Shagrath verkündet. Wie gewohnt wechseln sich Sänger SHAGRATH und Bassist VORTEX mit dem Gesang ab, wobei ersterer für die rauen und brutalen Parts sorgt und VORTEX eher die hymnisch anmutenden Parts übernimmt. Der melodiöse Black Metal der norwegischen Combo geht zwar gut ins Ohr, ihre reichlich böse Performance ist unterhaltsam und die Crowd absolut begeistert, und auch die Lichtshow ist vom feinsten und durchaus ein visuelles Erlebnis. Aber die Band schafft es diesmal einfach nicht, mich zu überzeugen. Ihr Set besteht größtenteils aus Songs vom neuesten Album, und Ihre Show wird in ihrer Eintönigkeit schnell langweilig, da sie nichts Unerwartetes bietet, und so werden meine Erwartungen diesmal leider nicht erfüllt, da ich schon weitaus bessere Gigs von ihnen erlebt habe. Selbst mit dem traditionsgemäß das Set beendende Meisterstück „Mourning Palace“ wird die Eintönigkeit nicht unterbrochen, die ihre gerade mal 60 minütige Show durchzogen hat–ziemlich kurze Spielzeit für Dimmu und noch dazu für einen Headliner. Großes Theater, keine Zugabe- es schien trotzdem vielen gefallen zu haben.

Setlist:
Intro
Vredesbyrd
Cataclysm Children
Kings of the Carnival Creation
Reptile
Master of Disharmony
Unorthodox Manifesto
Spellbound (by the Devil)
Stormblåst
Progenies of the Great Apocalypse
Mourning Palace – In Death´s Embrace

Sonntag

\"TurmionDen dritten und letzten Tag des TUSKA eröffnen die Ausnahme-Musiker Turmion Kätilöt auf der SUE STAGE. Ihr bizarres Bühnenoutfit kombiniert mit dem “IndustrialMetal”, der an Rammstein erinnern mag, sowie ihre ruhelose und aufdringliche Bühnenshow begeistern von der ersten Sekunde an. Auf der Bühne wechseln sich die beiden Sänger, der psychopathische SPELLGOTH und Fleischermeister MC RAKKA PEE, ab, die finnischen Vocals ins Mikro zu schreien, was der Show eine ganz besondere Extranote gibt. Als SPELLGOTH am Ende sein ohnehin knappes Lackröckchen ablegt und nur noch in Netzstrümpfen dasteht, machen TURMION KÄTILÖT nocheinmal unumgänglich klar, dass ihre Bühnenshow aussergewöhnlich und einzigartig – einfach genial – ist. Diese originelle und wahnsinnig innovative Band sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, wenn man die Chance hat, sie live zu erleben! Eines der Highlights des TUSKA Festivals!

\"ChildrenAuf der CENTER STAGE ist schon alles für die Show von Children Of Bodom bereit, und die aufwendige Bühnenaufmachung, bestehend aus einem in der Mitte der Bühne aufgestellten Auto sowie einige Tonnen, verspricht eine spektakuläre Show. In der Tat wird die Show der Finnen durch viel Pyrotechnik bereichert, die dem powervollen Sound der jungen Finnen zusätzlich Nachdruck verleiht. Außerdem stellt sich Alexi Laiho bei so manchem Gitarrensolo auf das Auto und lässt sich dort von den überraschend jungen Fans vor der Bühne abfeiern. Die Setlist enthält neben den altbekannten Klassikern auch zwei neue Songs, „In your face“ sowie „Are you dead yet?“. „Bodom after midnight“ wird in „Tuska after midnight“ umgedichtet, um dem Publikum dieses Auftritts eine „ganz persönliche“ Bedeutung zu verleihen. Das Highlight der Show ist wohl die Komikeinlage der Jungs, auf der Bühne in etwas unkonventioneller Weise an einer Sense und mithilfe eines Flammenwerfers Würstchen zu grillen und sich damit über ihr Bandmaskottchen, den Reaper, schamlos lustig zu machen und ihm seinem Zweck zu entfremden. Recht unterhaltsame Zwischeneinlage, die den besonderen Sinn für Humor der Band und ihre Einstellung, sich nicht zu ernst zu nehmen, treffend charakterisiert. Mein persönliches Highlight der Show ist allerdings, wie Alexi TERÄSBETONI’s „Taivas lyö tulta“ anstimmt und mit seiner gestellten Powermetal voice doch extrem ins lächerliche rückt. Insgesamt eine gewohnt professionelle, in hohem Maße unterhaltsame und zufriedenstellende Show, wäre mir nicht der kleine ununterbrochen hüpfende Junge vor mir so extrem auf die Nerven gegangen.

Setlist:
Deadnight Warrior
Tuska After Midnight / Bodom Beach Terror
Needled 24/7
Sixpounder
Hate Crew Deathroll
Kissing The Shadows
In Your Face
Are you dead yet
Everytime I Die
Hate Me
Angels Don´t Kill

\"Sentenced\"Bittersüß melancholisch werde ich dann, als der im Rahmen der FUNERAL TOUR stattfindende Gig von Sentenced ansteht. Feierlich und beklemmend tragen die vier SENTENCED Mitglieder (ausgenommen Sänger Ville Laihiala) einen Sarg auf die Bühne, ehe sie anfangen, eine ihrer letzten Shows zu spielen. Mit dem Sarg passiert allerdings weiterhin nichts großartiges mehr, da er wahrscheinlich eher den funeral status dieser Show unterstreichen soll. So ist die überraschende Wahl des Openers auf das furiose Instrumentalstück „Where waters fall frozen“ vom „Funeral Album“ gefallen, auf das nahtlos das für die Selbstmordrocker typische „Excuse me while I kill myself“ folgt. Mittlerweile hat das Publikum einen recht beachtlichen Pegel, was es nicht schwierig macht, Stimmung zu erzeugen. Die Band aus Oulu stellt eine schöne Setlist aus ihren veröffentlichten Alben zusammen und überrascht mich vor allem mit „The rain comes falling down“ vom Album „Amok“, dass ich live nicht erwartet hätte. SENTENCED lassen wohl niemanden am Ende nicht wenigstens ein bisschen schwermütig zurück. Nachdem die Band ihren Rachegelüsten und ihrer Verachtung mit „Vengeance is mine“ aggressiv nachhaltigen Ausdruck verliehen haben, verlässt sie, sehr zum Bedauern vieler Fans, überraschend nach nur einer Stunde die Bühne mit der Gewissheit, viel Emotionalität und eine tolle Show rübergebracht zu haben. RIP Sentenced!

Setlist:
Where Waters Fall Frozen
Excuse Me While I Kill Myself
May Today Become The Day
Nepenthe
Cross my heart and hope to die
Noose
Ever-Frost
The Rain Come Falling Down
Despair-Ridden Hearts
Bleed
No One There
Vengeance Is Mine

\"Accept\"Nach dieser Überdosis an Melancholie habe ich wenig Lust auf die Headliner des dritten Tages Accept, jedoch werde ich unerwartet eines Besseren belehrt. Die zweite ReUnion der deutschen Urgesteine ist neben Testament’s Auftritt ein weiterer Versuch, mit einem (beinahe) klassischen LineUp das metal heart der Fans zu erreichen, die allerdings im Vergleich zu anderen Bands nicht mehr ganz so zahlreich sind. In der Tat ist die Band in sehr guter Form und scheint eine gute und intensive Zeit auf der Bühne zu haben. Jedenfalls kommt sie sehr überzeugend und geradeaus rüber und als Udo quer über die Bühne rennt und seine Fans dazu auffordert, mit ihm mitzusingen, bekommt er auch wonach er verlangt. Ein Highlight ist sicherlich das endlose Gitarrensolo von Wolf, das ein Medley aus Klassikern darstellt, darunter „Bolero“ und „Hall of the mountain king“, und das wohl auch dem Zweck der Selbstdarstellung Wolf’s und seiner playing skills dient und die Fans belehren soll, was für ein begnadeter Gitarrist er ist. Doch damit nicht genug, denn ein Basssolo bekommen wir auch noch zu hören. Die Zugaben nach dem main set scheinen endlos, und das ständige Mitsingen wird auch irgendwann langweilig. Trotzdem scheinen die Fans zufrieden, und als eine meiner Freundinnen dann noch lauthals beim letzten Song des Abends, „Balls to the wall“ mitsingt, verbuche ich diese insgesamt 75minütige Show als geglückt. Und das TUSKA 2005 sowieso. Auf ein baldiges Wiedersehen!!!!

Setlist:
Starlight
Living for Tonight
London Leatherboys
Metal Heart
Flash Rocking Man
Breaker
Head Over Heels
Neon Nights
Wolf Hoffman’s solo (Bolero, Hall of the Mountain King etc.)
Restless & Wild
Son of a Bitch
TV War
Turn Me on
Monster Man
Love Child
Fast As a Shark
————————-
Princess of a Dawn
I’m a Rebel
Balls to the Wall

Daniela S. / V.U.

Live Review Tuska-Festival 16./18.07.2004, Helsinki, Finland

Tuska Festival in Helsinki. Auch heute war vor den Toren des Tuska Festival wieder ein enormer Betrieb zu verzeichnen. Das Publikum feierte und war so begeisternd wie nie zuvor am Tuska Festival 2004. Alles in allem war das Tuska Festival 2004 genau das, was es von Anfang an versprach. Auf geht´s zum Tuska 2005.

FREITAG, 16.07.04:
Nachdem wir im mittelfinnischen Tampere das Tammerfest besucht hatten und durch den Genuss von Unmengen von Alkohol schon erheblich beeinträchtigt waren, begaben wir uns nun auf den Weg nach Helsinki.
Das eigentliche Event lag ja noch vor uns: das Tuska Festival !! In Helsinki angekommen wurden wir von Ex Sentenced Frontman Taneli Jarva freundlich begrüßt und dann ging es auch schon zum Festivalgelände, das unmittelbar an den Bahnhof grenzt, zum Glück für uns, da wir ja unter erheblichem Alkoholeinfluss standen. Man passt sich eben an…..

Auf dem Gelände herrschte bereits reger Betrieb, immerhin waren schon heute am ersten Tag einige Highlights angesagt: Impaled Nazarene , Sonata Arctica und Ensiferum waren die Bands auf die sich der Großteil der Zuschauer im Laufe des Nachmittages konzentrierte und die allesamt eine geniale Live Performance boten. Um 19:45 enterten Dark Funeral die \“Hellsinki Stage\“. Auch sie verstanden es perfekt, das finnische Publikum auf Ihre Seite zu ziehen und spielten einen nahezu fehlerfreien Set – absolut genial!!!
Den Abschluss des Tages lieferten um 20:45 auf der \“Radio City Stage\“ In Flames, die den Hauptteil ihrer Songs vom erst kürzlich erschienenen Album \“Soundtrack to your Escape\“ bestens zu zelebrieren wussten. Aber auch die Fans der früheren Releases kamen nicht zu kurz, von \“The Jester Race\“ über \“Colony\“ und \“Whoracle\“ wurden auch die älteren Stücke bestens dargeboten. Frontman Anders Frieden bangte was das Zeug hielt und die beiden Gitarristen Jesper Strömblad und Björn Gelotte konnten durch ein wahnsinnig tightes Zusammenspiel überzeugen.
Für uns war nun der Weg ins Hotel unumgänglich, den der nächste Tag hatte es in sich, standen da doch die Auftritte von Soilwork, Dark Tranquillity und Swallow The Sun auf dem Programm. Also ging es nach einigen weiteren Beers ins Hotel.


SAMSTAG, 17.07.04:
Auch heute war vor den Toren des Tuska Festival wieder ein enormer Betrieb zu verzeichnen, obwohl wir erheblich früher als am Vortag ankamen. Im inneren der Festival Area angekommen, begannen soeben Dark Tranquility ihren Set. Ihr Sound der ja sehr stark an In Flames erinnert, war heute ( zumindest am Anfang des Sets ) nicht so gewohnt klar und sauber wie sonst. Das änderte sich aber innerhalb kurzer Zeit und obwohl es noch sehr früh war, ernteten Dark Tranquility von den Finnen beträchtlichen Applaus und überzeugten auf ganzer Länge da sie nahezu von allen Alben Songmaterial präsentierten. Eine beeindruckende Show!!!
Im Anschluss betraten Soilwork nach kurzer Umbaupause die \“Radio City Stage\“ und knallten einen Kracher nach dem anderen aus der P.A. ,dieser Auftritt war mit Abstand der stärkste, den die Jungs in den letzten Jahren boten, absoluter Hammer!!!
Ein Heimspiel erster Klasse bot sich den Anwesenden um 18:00 auf der \“Sue Stage\“, als Sinergy die Bühne betraten. Wie gewohnt gaben die beiden Gitarristen Alexi Laiho und Roope Latvala technisches Gefrickel zum besten und die immer um Kontakt zum Publikum bemühte Frontdame Kimberly Goss, bot eine gesanglich einwandfreie Leistung. Leider war die Spielzeit von 45 Min. etwas zu kurz für diese wirklich geniale Band, sehr guter Gig!!!
Bis zum Gig von Swallow The Sun verstrich etwas mehr Zeit als vorgesehen, da die Band mit Verspätung auf dem Festival-Gelände eintraf. Am Vortag wurde eine Show in Lettland gespielt, von der die Band incl. der Reise noch etwas müde war. Als Swallow The Sun ihren Gig eröffneten, waren Ihnen die Strapazen vom Auftritt am Vortag nicht mehr anzumerken. Im Gegenteil – Ihr Set wurde von den monströsen Songs vom Hammeralbum \“ The Morning never came\“ dominiert und das Publikum feierte sie ab und war so begeisternd wie bei keiner Band zuvor am Tuska 2004.
Ein wirklich immer in guter Erinnerung währender Auftritt, klasse!!!

\"Festival
live eine Macht: Swallow The Sun auf dem Tuska 2004

Und so waren schnell einige Stunden vergangen und der Tag neigte sich langsam dem Ende zu.
Der würdige Headliner am zweiten Tag waren Nightwish, die einen begeisternden Auftritt hinlegten und viele positive Reaktionen des Publikums einheimsen konnten und somit die Fans zufrieden nach Hause d.h. in die Kneipen zu den Aftershow Partys schickten.


SONNTAG, 18.07.04:
Heute am letzten Tag des Festival standen endlich die Bands auf dem Programm, auf die wir schon vor Beginn des Festival ein besonderes Auge geworfen hatten: Chaosbreed interessierten uns besonders, denn wir waren sehr darauf gespannt wie sich Ex-Sentenced Frontman Taneli Jarva präsentieren würde. Schließlich frönt er ja in Reihen von Chaosbreed gemeinsam mit Amorphis Gitarrist Esa Holopainen dem Death Metal zu dem sich beide ja bekanntermaßen besonders hingezogen fühlen. Und sie enttäuschten uns nicht:
Chaosbreed präsentierten dem Publikum fast jeden Song vom genialen Output \“ Brutal\“ und wirkten auch ohne ihren Bassisten \“Oppu\“ Laine so frisch wie wir uns das erhofft hatten.

kompromisslos & brutal: Taneli Jarva & Chaosbreed

Der uns leider nicht namentlich bekannte Eratzmann passte sich ohne Probleme in das Bandgefüge ein und auch Schlagwerker Nalle, der schon vor dem Auftritt ziemlich angetrunken durch den Backstagebereich wankte, überzeugte mit kraftvollem und präzisem Drumming. Chaosbreed wussten auch bei Tageslicht zu überzeugen und stimmten die Menge auf das nun folgende Event auf der \“Radio City Stage\“ mehr als ein. Sehr guter Act, den wir hoffentlich 2005 auch auf deutschen Bühnen begrüßen dürfen. Direkt im Anschluss gab es für das finnische Volk heftige Doublebass Attacken der Ami Deather von Fear Factory. Wahrscheinlich das beste Beispiel für eine Band, die es schon mehrmals versucht hat ihren Stil zu wechseln, trotzdem aber immer wieder zu ihren Wurzeln zurück fand und aufs neue zu überzeugen weiß! Sogar ein kurzweiliger Split konnte diese Band nicht stoppen. Allein diese Tatsache spricht für sich, würde Ich behaupten. Die Band wusste, wie man durch heftiges Stageacting selbst so kühle Nordmänner wie es die Finnen nun einmal sind, in Ekstase zu versetzen. Der bereits angesprochene Doublebass dröhnte vernichtend aus den Boxen und überhaupt konnte man keinen großen Unterschied zur Soundqualität auf CD ausmachen. An diesem Tag lief für Fear Factory einfach alles perfekt, ein Wahnsinns Gig – einfach nur geil.
Nach einer kurzen Verschnaufpause war die Zeit gekommen für die Helden Finnlands:
Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus betraten um 17:00 die \“Radio City Stage\“ und untermauerten ihren Status als House Band auf dem Tuska.

finstere Miene & ergreifende Melancholie: Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus

Hierzulande ist diese geniale Band, obwohl sie schon einige Releases teilweise sogar in deutscher Sprache zutage gebracht haben, leider fast gar nicht bekannt. Ihre im Herbst erscheinende neue CD \“Hartes Land\“ wird diese Situation hoffentlich ändern können.
Heute bietet sich, wie bei jedem Auftritt der Band, dasselbe Bild: Schwere Gitarrenwände dominieren die Struktur der sehr ergreifenden und teilweise wirklich unter die Haut gehenden Songs und die sich bereits verdoppelte Anzahl der Zuschauer feiert Ihre Helden lautstark. Die Bandinterne Stimmung war vor dem Auftritt keineswegs gut, da ein kurz zuvor geschehener Trauerfall die Stimmung doch verständlicherweise erheblich drückte. Umso beeindruckender, wie die Band es zu verstehen wusste, die Zuschauer in Ihren Bann zu ziehen und einen mehr als perfekten Auftritt auf die Bretter zu legen.
Den Namen Timo Rautiainen & Trio Niskalaukaus sollte man sich auf jeden Fall merken und in das anstehende neue Album unbedingt reinhören. Sehr empfehlenswerte gute Truppe ! Charon waren die nächsten, die wie sich herausstellte, nicht nur für uns interessant zu sein schienen….
Der überaus charismatische Sänger J.P. Leppäluoto sorgte mit seinem ausdrucksstarkem Gesang vor allem in den ersten 3. Reihen, wo sich die überwiegend weiblichen Zuhörerinnen Platz verschafft hatten, für Unruhe und Ohnmachtsanfälle.
Der vor kurzem gefeuerte Gitarrist Jasse von Hast wurde durch seinen uns nicht bekannten Nachfolger gut ersetzt und vor allem die Songs vom \“downhearted\“ Album sorgten beim zahlreich erschienenen Publikum für grandiosen Beifall. Nach dem herausragenden \“ Bitter Joy\“ und dem melodisch angehauchten \“Little Angel\“ war dann der Siedepunkt erreicht und die Zuschauer schlenderten nach einem sehr guten Charon Auftritt gemütlich zur \“Radio City Stage\“ auf der sich der erwürdige Headliner des Tuska Festival 2004, DIO in gewohnter Manier präsentierte und den Zuschauern noch einmal alles abverlangte. Ein wirklich gelungener Auftritt der sympathischen Mannen aus dem Amiland !! Alles in allem war das Tuska Festival 2004 genau das, was es von Anfang an versprach: DAS Summer Event im hohen Norden mit den an jeden Festival Tag angrenzenden Aftershow Partys, die den Fans einen Einblick in den, vor talentierten Bands nur so aufwartenden finnischen Underground gewähren. Wir freuen uns jetzt schon auf 2005, denn dieses Festival ist wirklich einzigartig und ein jeder der noch nicht die Möglichkeit hatte hier zu sein, sollte jetzt schon mal anfangen zu sparen. Auf geht´s zum Tuska 2005 !!!

Weitere von uns gesammelte Eindrücke vom Tuska 2004 findet Ihr in der Visions Underground Gallery ( On Stage/Off Stage )

Hanzi & Nicole / V.U.