Neue Trebur Open Air Sendungen auf Radio Papa-Mike & Freikarten fürs TOA

Was ist in 4 Wochen? Genau, das grossartige TREBUR OPEN AIR! Vom 5. bis 7. August mit Skindred, Royal Republic, Blumentopf, Boy Hits Car, Kiemsa und Callejon als Headiner, nicht zu vergessen den heimlichen Head: Elfmorgen und vielen mehr!
http://www.treburopenair.de/zeiten/
Ab heute Abend gibt es hierzu 3 weitere Sondersendungen auf Radio Papa-Mike, je eine mit dem Freitag, Samstag und dem Sonntag-Programm!

Was ihr habt noch kein Ticket?
Auch für euch habe ich eine super Nachricht:
Ich werde ab nächste Woche jeden Sonntag um 20 Uhr bis zum TOA je 2 Kombi-Tickets fürs diesjährige Festival verlosen.
Ihr müsst bloss eine Frage, die ich in der Sendung auf Radio Papa-Mike stelle, als erstes in den Kommentaren auf Papa-Mike richtig beantworten.
http://www.laut.fm/papa-mike

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Grandiose Stimmung beim Trebur Open Air 2010 – trotz Ill Niño Absage

Die 3 Tage des 18. Trebur Open Air (TOA) am vergangenen Wochenende waren ein voller Erfolg.

Nach der kurzfristigen Absage von „Ill Niño“ wegen der Verletzung des Sängers Christian Machado und dem Ersatz durch „Caliban“ gab es zunächst ein paar enttäuschte Gesichter bei den Besuchern. Jedoch gaben ganze 5 Besucher deswegen ihre Eintrittskarte zurück, alle Anderen Ill Niño Fans machten genau das Richtige und blieben.

Das Besondere am Trebur Open Air sind die Bands die einen unglaublich bunten Musikstilmix bieten in einem kleinem, fast familiären Rahmen. Und so bringen Eltern ihre kleinen Kinder mit, Metalheads ihre Ska-Freunde und so weiter ….

Auf dem Festivalgelände sorgten die Profis von der Batschkapp-Security und auf dem Campingplatz Security-Jugendliche, die sich in der Ausbildung zu Sicherheitskräften befinden, für Ordnung. Jedoch nicht allein deswegen kam es zu keinen Problemen zwischen den Besuchern, es lag auch an der allgemein tollen Stimmung des Wochenendes. So konnten sich die insgesamt 3000 Besucher und die 1500 Camper ganz relaxt auf die begeisternde Musik und sonstige Vergnügen konzentrieren. Bei erstklassigem Wetter war auch das direkt zwischen dem Campingplatz und Festivalgelände gelegene Freibad sehr gut besucht. Was allerdings kein Wunder war: mit Festivalbändel kam man für 1€ rein, Benutzung der Duschen und Toiletten mit eingeschlossen und dann gab’s dort ja noch den Bauchplatscher-Wettbewerb mit der Band Elfmorgen.

Am Freitag fing es auch gleich mit dieser Lieblingsband des TOA an, allerdings mit deren Akkustik-Set als „Kapelle Ostermann“ Gleich zu Beginn schaffte es die Rampensau Andy Schmaus die für die frühe Uhrzeit relativ zahlreichen Fans mitzureißen. Es gab die ersten Crowdsurfer und die berühmte „Schubkarre Of Death“. Ja ich gebe es zu, ich musste auch mitmachen – und mein Schädel blieb (noch) heil! Besonders die Mitgröl-Klassiker wie „RiBiDiBi DUB“ und „Oberlippenbart“ begeisterten die Fans. Wer bei dieser Band keinen Spaß hat, will keinen Spaß mit Musik haben.

Für mich ging es auf dem Campingplatz mit einem Bier und für ein paar Songs bei den „Wohnraumhelden“ auf ihrem Dreiradminilaster weiter. Zwei super Typen, die einfach ein Hingucker und Hinhörer sind.

Auf dem Festivalgelände gabs dann die Band „Eternal Tango“ aus Luxemburg, die ordentlich rockten und sich zeitweise etwas nach Indie anhörten, jedoch allein optisch keinesfalls zu diesem Genre zugerechnet werden sollten.

Hierzu passte eher die anschließende Band auf der Hauptbühne „The Intersphere“, die aber auch voll überzeugten. Eigentlich sah ich das gesamte Festival keine einzige Band, die mich und schon gar nicht ihre Fans langweilte.

Und so ging es dann weiter mit „Joe Blob And The Sixtyniners“ – der wohl lustigsten Coverband überhaupt, mit der Deutschrockband „Jupiter Jones“ – richtig gute Songs die richtig abgingen und mit der Berliner Band „Budzillus“ – hier wurde es vor der kleinen Bühne zu einer „Oriental Swing Punk Polka“ Party.

Als Headliner des Freitags kamen dann „Itchy Poopzkid“ auf die Hauptbühne, die besonders von den jüngeren Fans extrem abgefeiert wurden, jedoch auch für mich eine überzeugende Show ablieferten.

Als Late-Night-Special kam dann um 1 Uhr der Liedermacher „Götz Widmann“ auf die kleine Bühne. Was dieser Mann abliefert, muss man einfach mal gehört haben: grandiose, geistreiche, lustige Texte über Hasch, Frauen, Fußball und was sonst noch wichtig ist. Songs die sehr eindrucksvoll präsentiert wurden.

Am Samstag gab’s um 12 Uhr, also quasi zum Frühstück, Handkäs! Hiervon wurden 8kg mit 50l Äppler vom „Handkäs Ede und die Brezelmänner“ unter das Volk gebracht. Natürlich mit ordentlich „Mussig“. Diese gab’s doppelt: als Essig-Öl-Zwiebel-Marinade für den Handkäs und in Form von Punk-Cover mit Texten, die fast alle was mit Handkäs zu tun hatten. Sehr köstlich, beides!

Bei „Drowning Fate“ standen ein paar Jungs auf der Bühne die irgendwie nach Schülerband aussahen. Aber als sie loslegten, konnte einen die Kinnlade nach unten klappen: feinster emotionaler Prog-Rock! Ich freue mich auf ihr erstes Album.

Anschließend waren „Flying Eyes“ aus Baltimore, USA zu sehen und man fand sich in den guten alten 70ern wieder. Tolle eigene Songs die immer an irgendwas erinnerten ohne geklaut zu klingen. Dazu das entsprechende Outfit – allererste Sahne!

Bei „Jaya The Cat“ wurde es noch chilliger.  Diese Amsterdamer Band kommt mit einer coolen Mischung aus Reggae, Punkrock und Ska daher – am tanzen kommt keiner vorbei, da sich der Körper wie von selbst bewegt. Wer es nicht glaubt, sollte sich mal den Song „Closing Time“ anhören – zumindest live der Oberhammer!

Mit „Raya“ ging’s dann richtig zur Sache. Spanischer Metal-Crossover aus der Schweiz mit der zierlichen Sängerin Lore die so derb abging – wow, wo gibt’s solche Drogen? Ne, Witz – die Frau hat einfach so extrem Power, um anschließend im Backstage wieder sehr nett und witzig zu plaudern. Sie war mit dem Gig, dem Festival und der Stimmung sehr zufrieden und deshalb super gelaunt.

Und die Band-Perlen reihten sich weiter:

Der Unterschied zu Raya war gewaltig, deshalb taten sich „Boppin’ B“  zunächst mit ihrem Rock N’ Roll – Rockabilly etwas schwer beim Publikum. Aber auch sie konnten mit einem tollen Programm, welches mit artistischen Einlagen um den superfreundlichen Kontrabasser Didi Beck gespickt war, die Leute begeistern.

Für viele war „Shes All That“ überraschenderweise der geilste Act. Vier Leute mit Altherren-Masken lieferten mit ihrem Mix aus Elektro, Drums, fettem Gitarrensound und einer kraftvollen Frauenstimme allerfeinste Dance-Music und eine fantastische Stimmung.
Berührungsängste oder Hemmungen kannte die Sängerin nicht. Immer im Kontakt zu den Fans, beim Crowdsurfing zeriss dann ihre Hose. Diese wurde einfach auf der Bühne etwas am Hintern getaped – ohne jegliche Pause.

Am vollsten war es jedoch an diesem Wochenende vor der Hauptbühne bei „Caliban“. Diese gingen gewohnt druckvoll zu Werke. Die Fans waren begeistert. Im Pitt wurde gepflegt gemosht und die für Caliban übliche Wall Of Death nahm fast den gesamten Platz vor der Bühne ein.

Am Sonntag ging’s etwas später los.

Diesmal begann mit „Malcom“ eine junge einheimische Band, die auf dem Zeltplatz mit eifrigem Musizieren bereits reichlich Werbung für sich gemacht hatte. Der Funke sprang über – für eine so junge Band eine geile Erfahrung.

Skafield“ war für mich die nächste Band. Der Name war Programm und der Frontmann puschte aufs heftigste, was vom Publikum sehr gut angenommen wurde.

At The Farewell Party“ taten sich erst etwas schwer, konnten sich jedoch steigern. Ihr Indie-Pop ist vielleicht nicht jedermanns Sache, jedoch ist die Musik niemals langweilig und absolut tanzbar.

Bei den „Emil Bulls“ war wieder die härtere Fraktion der Fans am Start. Es war sicherlich nicht das beste Konzert der Bulls, aber auch nicht das schlechteste – und dies ist noch immer eine amtliche Vollbedienung! Die Stimme von Christoph von Freydorf klang zunächst etwas angegriffen, was bei den Songs jedoch praktisch nicht mehr hörbar war. Der Moshpit war heftig aber sozial, auch als ich dabei eins auf die Nase bekam.

Mit „Elfmorgen“ kam mein persönliches Highlight des Wochenendes quasi zum zweiten mal auf die Bühne. Die Musik war druckvoll, spaßig, abwechslungsreich, persönlich und auch emotional. Das Wichtigste ist jedoch die unerhöhte Spielfreude der 3 die sofort auf die Fans überspringt. Andy schwätzte aus dem Nähkästchen, forderte zu echten Stagedives (über den Fotograben) auf. Letztlich war auch erstmalig seine 8 jährige Tochter Lili am Start. Dabei wurde der sonst zu jedem Scheiss bereite Andy erstmalig ängstlich, aber der Stagedive klappte bestens, was den stolzen Vater „Pipi in die Augen“ (O-Ton Andy) trieb. Zum Abschluss gab’s wie gewohnt den Oberlippenbart. Als die Band die Bühne verlassen hatte (musste), sang die Menge „das Leben ist hart ohne Oberlippenbart“ einfach weiter und machte keine Anstalten zur Hauptbühne zu wechseln. Andy kam noch mal kurz auf die Bühne um mitzusingen und die Sache zu beenden, die Menge sang danach trotzdem weiter. Nun kam Stefan Kasseckert, der Cheforganisator des Trebur Open Air, auf die Bühne und versprach dass Elfmorgen auch 2011 wieder auftreten darf, aber man sollte doch den Headliner Theraphy? nicht noch länger warten lassen. Nun ging die Menge endlich, den Oberlippenbart weiter grölend, Richtung Hauptbühne.


Nun war der Headliner des Abends, eigentlich des ganzen Festivals, an der Reihe das Trebur Open Air abzuschließen: „Theraphy?“. Lag es an der begeisternden Vorband oder sind die Jungs etwas in die Jahre gekommen und hatten deshalb etwas Startschwierigkeiten? Auf jeden Fall brauchte es ein paar Songs, bis die Band und die Fans in Stimmung kamen. Als die Klassiker vom Troublegum-Album an der Reihe waren, war jeder von der Klasse dieser Band überzeugt und das Trebur Open Air feierte seinen würdigen Abschluss.

Es bleibt zu hoffen, dass das Trebur Open Air Team sein Weg fortsetzt und das Festival genau so belässt mit dem tollen Genremix und der familiären Stimmung.

Bericht und Fotos von Papa-Mike für V.U.

(Michael Häckl)

Ill Niño sagen Festivaltermine ab

Absage aus den Vereinigten Staaten: Der Sänger der Band – Christian Machado ist verletzt.

,,Ill Niño“ haben einige Festival-Shows in Europa absagen müssen. Darunter auch das 18. Trebur Open Air, auf dem dem die Band am Samstag als Headliner auf der Bühne stehen sollte.

Die US-amerikanische Nu-Metal-Band mit Mitgliedern aus unterschiedlichen Nationen, deren Besonderheit lateinamerikanische Einflüsse sind, reagiert mit den Absagen auf einen Unfall von Sänger Christian Machado, der sich in der vergangenen Woche am Rücken verletzt hatte. Wie die Band auf ihrer My-Space-Seite mitteilt, bedauert sie die Absagen. Insgesamt wurden sechs Auftritte abgesagt.

Zurück zu den Wurzeln: Trebur Open Air fördert lokale Bands

Trebur, 14. Juli 2010 (toa) Wenn am Freitag, 30. Juli 2010, das Trebur Open Air (TOA) seine Pforten öffnet, dann stehen neben den großen Namen wie „Ill Nino“ und „Therapy?“ auch wieder zahlreiche Bands aus dem Kreis Groß-Gerau auf dem Programm. Denn auch in seinem 18. Jahr hat das Rockfestival vom Lande seine Bodenhaftung noch nicht verloren. 1993 entstand das Festival im Jugendhaus Trebur-Astheim, um Bands aus dem Geinsheimer Proberaum und Freunden eine Bühne zu bieten. Bis heute ist die lokale Musikszene auf den beiden Bühnen des Festivals fest verankert. 2010 stehen allein wieder fünf Bands aus der Großgemeinde Trebur auf dem Programm, dazu kommen zahlreiche große und kleine Acts aus dem Kreis Groß-Gerau. Dabei profitieren die Veranstalter auch von der Zusammenarbeit mit dem Team des Café Bizarr. Der kleine, aber feine Rockclub im Herzen Treburs war bis vor kurzem nicht nur ein populärer Veranstaltungsort für lokale Bands, mit Programmen wie dem Sprungbrett-Bandwettbewerb und der Triangle-Tour half er dem Musiker-Nachwuchs auch aktiv dabei, sich weiter zu verbessern. Deshalb helfen die ehrenamtlichen Café-Mitarbeiter auch gerne weiterhin als Aufbauhelfer, Backliner und Lichttechniker auf dem Trebur Open Air aus. Die Musiker von „Romeo“ sind auf den Treburer Bühnen schon alte Bekannte. Die Band ist hervorgegangen aus den mittlerweile aufgelösten Sprungbrett-Gewinnern „Out of Order“. Nach wie vor steht das Quintett für kraftvolle, moderne Rockmusik, mit beiden Füßen auf dem Boden und den Blick nach Vorne. Im Gegenteil zu früher schreibt Sänger Timo Sulcs seine Texte für Romeo jedoch mittlerweile auf Deutsch. Zuletzt schaffte es die Gruppe bis ins Deutschland Finale des „SchoolJam Bandwettbewerbs“. Die Progressive-Rocker von „Drowning Fate“ unterbrechen für den 18. Geburtstag des TOA sogar ihre kreative Schaffenspause. „Dass das Festival solch gigantische Erfolge feiern konnte und dass hier in der Region so viele gute, neue Bands auftauchen“, findet Bassist Lukas Raunheimer, „darauf können das Open Air Team und die Treburer Kinder- und Jugendförderung wirklich stolz sein“. „Malcom“ ist eine dieser neuen, guten Bands. Wenn das Quartett am Sonntagmittag die Hauptbühne mit seinem deutschsprachen Punk beschallt, wird die Band noch kein Jahr alt sein. Coverbands sind auf dem Trebur Open Air eher eine Seltenheit, für die „Goozebumps“ aus Trebur und die Astheimer „Joe Blob and the Sixtyniners“ macht das TOA aber gerne eine Ausnahme. Während letztere mit ihrer schrägen Bühnenshow und ungewohnt rockigen Versionen der Hits von Britney Spears bis Enrique Iglesias für wilde Parties stehen, lassen es die „Goozebumps“ gerne etwas ruhiger angehen. Die drei Herren haben schon in zahlreichen Bands gespielt. Nachdem sie sich dort austoben durften, schlossen sie sich zu einer etwas anderen Coverband zusammen. Nur mit Gitarre, Schlagzeug und manchmal Bass bewaffnet versuchen sie heute „mit möglichst wenig technischem Aufwand, möglichst viel Spaß an der Musik zu vermitteln“. Das Trebur Open Air wird vom 30. Juli bis 1. August seine Pforten öffnen und zahlreichen Besuchern die Chance geben, zum 18. mal in Folge das Ried zu rocken. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, auf http://www.treburopenair.de und im Treburer Rathaus. Das Trebur Open Air ist eines der wichtigsten, nichtkommerziellen Festivals in Hessen und wird seit 1993 von der Gemeinde Trebur in Kooperation mit dem Kulturverein Trebur e.V. organisiert. Das Konzept bekannte Headliner, aufstrebende Newcomer und lokale Bands zu mischen geht auf: Rund 7000 Besucher strömen am Festivalwochenende in die südhessische Gemeinde, um mit den Bands auf Tuchfühlung zu gehen. Knapp 140 ehrenamtliche Helfer kümmern sich dabei Jahr für Jahr um den reibungslosen Ablauf des Festivals am Treburer Freibad, das dieses Jahr endlich volljährig wird.

Das Trebur Open Air wird volljährig

Trebur, 26.05.2010 (toa) Noch knapp zwei Monate, dann feiert das Trebur Open Air seine Volljährigkeit. Zum 18. Mal findet vom 30. Juli bis zum 1. August eines der größten und wichtigsten Festivals in Hessen statt. Nach monatelangen Verhandlungen und Planungsdiskussionen stellt das ehrenamtliche Team das vollständige Programm vor.

Der Festival-Freitag beginnt pünktlich um 17.15 Uhr auf der Club-Bühne, die auch in diesem Jahr wieder von der Kulturstiftung der Sparkasse gesponsert wird. Kapelle Ostermann, die unplugged-Version der TOA-Hausband Elfmorgen wird das Festival eröffnen. Nahtlos geht es dann im Wechsel zwischen Haupt- und Clubbühne weiter: Kid Galahad aus Göteborg, Eternal Tango aus Luxemburg und The Intersphere aus Mannheim sind allesamt Garanten für modernen Rock zwischen Alternative, Emo und Punkrock, bevor Joe Blob and the 69ers, die Spaß-Rock-Cover-Band aus Astheim zum zweiten Mal nach 2008 beim TOA aufspielt.

Erster Headliner des Abends sind Jupiter Jones aus Köln, eine der führenden Bands des nationalen Indierock. BudZillus aus Berlin versprechen eine Party der ganz anderen Art. Mit ihrem wilden Mix aus Polka, Ska, Klezmer und osteuropäischer Folklore haben sie schon weltweit die Fans verzaubert. Den Abschluss auf der Hauptbühne machen am Freitag Itchy Poopzkid. Die Schwaben sind seit vielen Jahren unablässig auf Tournee und haben sich mit ihrem melodischen Punkrock eine treue Fangemeinde erspielt. Mit ihrem aktuellen Album haben sie endlich auch die deutschen Charts erobert uns sind Dauergast bei (den noch verbliebenen) Musiksendern im Fernsehen.

Den Schlusspunkt am Freitag setzen traditionell die Liedermacher: Mit Götz Widmann konnte in diesem Jahr erstmals der „Godfather of Liedermaching“ verpflichtet werden. Die eine Hälfte des Kultduos „Joint Venture“ ist Vorbild einer ganzen Generation junger Liedermacher, die Monsters of Liedermaching, die im letzten Jahr diesen Programmplatz füllten, waren jahrelang als Vorgruppe mit ihm auf Tournee.

Samstags geht es zum Frühstück weiter. Das Programm am Vormittag wird präsentiert vom TOA- Partner „die dorschtlöscher“, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Passend dazu spielen Handkäs´ Ede und die Bretzelmänner Punkrockhits mit hessischen Texten über Handkäs und Äppelwoi, dazu gibt es eine Gratisverkostung von Handkäs mit Musigg, vom Sänger Ede höchstpersönlich eingelegt.

Für ruhigere Töne sorgt im Anschluss der Bischofsheimer Liedermacher Baba Rossa, der ebenfalls in der Tradition von Götz Widmann steht. Dazwischen die Wohnraumhelden, die wie im letzten Jahr ihre eigene Bühne auf einem umgebauten, dreirädrigen Piaggio Ape mitbringen und zusätzlich auch wieder zum Frühstück auf dem Campingplatz aufspielen werden. Eine weitere Treburer Band sind die Goozebumps, die spätestens seit Weihnachtsmarkt und Oderstraßenfest in aller Munde sind und zahlreiche Hits aus der Rockgeschichte im Gepäck haben.

Der Samstagnachmittag gehört den jungen lokalen Bands, die sich aber keineswegs hinter Konkurrenten aus anderen Ecken Deutschlands verstecken müssen. The Lovedrunks aus Rüsselsheim schlagen ruhigere Indietöne an, während Critical Load im traditionellen Hardrock zu Hause sind. Nach längerer Pause stehen auch die Treburer Drowning Fate wieder auf der Bühne und stellen erstmalig die Songs ihres neuen Albums einem größeren Publikum vor. Ergänzt wird der Nachmittag durch Mr Virgin and his Love Army, die ihren Partyrock mit einer ausgefallenen Bühnenshow garnieren.

Für das internationale Flair sorgen The Flying Eyes aus Baltimore. Obwohl erst Anfang zwanzig stehen die Jungs ganz in der Tradition des psychedelischen Rock der Spätsechziger und wer die Augen verschließt, wird denken, Jim Morrison stünde leibhaftig auf der Bühne. Jaya The Cat aus Boston haben bereits im letzten Jahr mit ihrem Mix aus Reggae und Rock begeistert und wurden erneut nach Trebur eingeladen, genauso wie die Schweizer Raya mit ihrer herausragenden Fronfrau Lore, die mit ihrem Crossover bereits beim 15. TOA mehr als überzeugten.

Keine Party ohne Boppin´B. Das TOA ist bekannt für seinen breiten Stilmix, so dass auch eine Rockabilly-Party-Band ihren Platz hat. Boppin´B sind seit Jahren für ihre wilden Shows bekannt und gelten als eine der auftrittsfreudigsten Bands in ganz Deutschland. In die Charts stürmten sie einst mit ihren Cover-Versionen des Popidols Sascha, live rocken sie aber weitaus gewaltiger.

Der Sprung vom Rockabilly zum Electroclash gleicht einer Zeitreise – beim TOA muss man aber nur von Hauptbühne zur Clubbühne wechseln, wo She´s All That aus Berlin Electro, Techno und Rock zu einem wahnwitzigen Spektakel vermischen.

Als Headliner für den Samstag konnte in diesem Jahr wieder eine international hochkarätige Band verpflichtet werden: Ill Niño aus New York. Das Sextett mit lateinamerikanischen Wurzeln gehört seit Jahren zur Spitze der amerikanischen Nu-Metal Bands und überzeugt vor allem durch ihre Vielseitigkeit: Brachiale Metalmusik gepaart mit melodischem Gesang und Einflüssen lateinamerikanischer Musik bieten einen spannenden Mix. Ill Niño reisen nur für wenige Festivalauftritte nach Europa und spielen neben dem Trebur Open Air auch auf dem legendären Wacken-Festival und auf Europas größtem Open Air, dem Sziget in Budapest.

Der Sonntag beginnt entspannt bei ausgesuchter Reggae-Musik vom Roots Entertainment DJ-Team, die seit Jahren den TOA-Sonntag eröffnen, bevor die Bühne wieder den regionalen Aushängeschildern gehört: Nevertheless aus Groß-Gerau und Malcolm aus Mörfelden-Walldorf sind in der heimischen Szene längst keine Unbekannten mehr und ziehen sicherlich viele junge Fans vor die Bühne. Romeo aus Trebur und Rüsselsheim haben auch schon außerhalb der Region für Furore gesorgt: Auftritte in der Frankfurter Batschkapp, bei der Musikmesse, beim Darmstädter Schlossgrabenfest und mehr als 15 Wochen Chartplatzierung in der Netzparade des SWR-Jugendsenders „Das Ding”, alles erreicht im ersten Jahr des Bestehens, sprechen für sich und rechtfertigen einen Auftritt von Romeo auf der Hautbühne.

Beim letztjährigen Flörsheimer Open Air entdeckte das TOA-Team eine Band, die damals alle anderen an die berühmte Wand spielten: Die Münchener Stoner-Rock-Band Black Nova, eine absolute Szene-Größe in Bayern und Österreich, wurde umgehend eingeladen, um den Wüstenrock nach Trebur zu bringen. Und kein Festival ohne Skaband: Dieser Part gehört 2010 Skafield aus dem Ruhrgebiet, die bekannt dafür sind, den Platz vor der Bühne in einen Hexenkessel zu verwandeln. At the Farewell Party ist ebenfalls eine Band, die einst zu den regionalen Nachwuchshoffnungen gehörte. Mittlerweile sind die Jungs in ganz Deutschland unterwegs und haben sich in der Republik eine treue Fangemeinde erspielt. Pünktlich zum TOA kehren sie wieder nach Hause zurück und stellen ihren neuen Frontmann dem Publikum vor.

Der erste Headliner des Abends sind die Münchener Emil Bulls, die bereits zum dritten Mal in Trebur spielen. Ihre letzten beiden Alben konnten die Bulls wieder in den deutschen Charts platzieren und nach Besetzungswechsel klingen sie live so frisch und unverbraucht wie nie zuvor.
Die Club-Bühne wird am Sonntag von Elfmorgen zugeschlossen. Unplugged, als Kapelle Ostermann, haben sie den Freitag eröffnet, als stromverstärkte Gute-Laune-Bringer beenden sie das Festival auf der kleinen Bühne und übergeben direkt an die legendären Therapy? aus Nordirland. Therapy? gelten mit ihrem melodischen Alternative/Punkrock als eine der wichtigsten und populärsten europäischen Rockbands der neunziger. Ihr Debütalbum „Troublegum“ mit unzähligen Hits, gilt als einer der Klassiker der Rockgeschichte. Das dazugehörige Video der Single „Nowhere“ war einst das meistgespielte Video auf MTV. Therapy? galten schon immer als eine herausragende Liveband, was sie dem Publikum in Trebur gerne beweisen möchten.
Nachdem die ermäßigten „Early-Bird-Tickets“ bereits ausverkauft sind, gibt es reguläre Kombitickets für alle drei Tage zum Preis von 35,- Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Treburer Rathaus. Das Camping ist in diesem Jahr kostenlos, es wird lediglich am Einlass ein Müllpfand in Höhe von 10,- Euro erhoben, der bei Rückgabe eines gefüllten Müllsacks komplett erstattet wird. Die Besucher des Festivals haben ebenfalls wieder die Möglichkeit das Treburer Freibad zum ermäßigten Eintritt zu besuchen: Bei Vorlage des Festivalbändchens kostet der Eintritt nur noch 1,- Euro. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt ins Freibad.

Für all diejenigen, die sich nicht zum Kauf des Kombitickets entschließen können, gibt es ab sofort auch Tageskarten zum Preis von 15,- Euro (Freitag und Sonntag) bzw. 18,- Euro (Samstag) im Vorverkauf. Aufgrund der starken Nachfrage nach Tagekarten werden allerdings in diesem Jahr keine preisreduzierten Restkontingente an der Tageskasse angeboten werden können.

Alle Ticketpreise verstehen sich zzgl. Vorverkaufs- & Systemgebühr.