Nachbericht zum PAGANFEST 2011 – LKA Longhorn Stuttgart

Thor meinte es am 25.3.2011 in Stuttgart mit all seinen Anhängern sehr gut und bescherte ein absolutes hervorragendes Wetter. Somit fiel es den ca. 1.400 Paganfans nicht schwer, etwas länger auf den Einlass zu warten. Zu dieser Verschiebung kam es, da die Nightliner mit den Bands und dem Equipment noch im Stau standen und die Band HEIDEVOLK leider aufgrund eines Todesfalles absagen mussten. Vor den Toren wurde fleissig gefeiert, und das eine oder andere Bandgesicht mischte sich unter die wartende Horde.
Punkt 15:00 Uhr wurde geöffnet, die wartenden Fans strömten ins LKA um sich ihre Plätze zu sichern, andere überfielen den sehr guten und großen Merchstand. Hierzu ist zu sagen, dass die Preise ganz in Ordnung waren. Alle T-Shirts wurden mit EUR 20,– angeboten, die CD’s wanderten für 10 bis 15 EUR über den Ladentisch.
Opener an diesem Abend waren die deutsche Melodic Death/Black Metal Band mit Viking Metal Touch OBSCURITY aus Velbert. Nach einer sehr kurzen Umbauphase ging es mit der finischen Band KIVIMETSÄN DRUIDI weiter. Es wollte leider keine Stimmung aufkommen und Frontfrau Leeni-Maria Hovila bemühte sich sehr, jedoch war der Sound nicht perfekt abgestimmt und die Stimme der Frontfrau war nicht gut zu hören.
Das erste Mal kochte die Halle, als Helge der Exsänger von Equilibrium mit der israelischen Band ARAFEL die Bühne rockte. Für das Quintett war es ein leichtes Spiel das bereits angewachsene Besucherlager von Anfang an zu überzeugen. Eine gelungene Abwechslung war Geigerin Nash, die teilweise leider zu wenig zu hören waren, jedoch ihr Handwerk sehr gut versteht.
Schon zu Beginn war zu sehen, dass sehr viele Fans mit Shirts und blutrot bemaltem Gesicht durch die Gegend gelaufen sind. Nun hatte das Warten für sie ein Ende, die Halle war gefüllt und nach einem kurzen Intro kam VARG auf die Bühne und begeisterten die tosende Menge, die hauptsächlich wegen ihnen gekommen war. Die Jungs aus Coburg begannen Ihren Gig gleich mit zwei neuen Songs ihres Albums „Wolfskult“, welches zum Paganfest Tourstart veröffentlicht wurde. Als Frontman Freki nach den neuen Songs alte Hymnen wie „Wolfszeit“, „Viel Feind, viel Ehr“ oder „Blutaar“ anstimmte, drehte die Fangemeinde total druch. Die Songs wurden lautstark mitgesungen und endlich war der erste Moshpit da, gefolgt von einer Wall of Death, an dieser Stelle ein Danke an die Securitymannschaft, die alle Crowsurfer heil aufgefangen haben.

Eine Überraschung des Abends war, als Anna Murphy von ELUVEITIE mit ihrer Drehleier den Song „Rotkäppchen“ performte. Leider war die Zeit viel zu kurz und eine gewünschte Zugabe der Fans konnte auch nicht verwirklicht werden. Bis dato war es an diesem Abend eine perfekte Show.


MOONSORROW aus Finnland lieferten den sehr ausgepowerten Fans eine einen langen und atemraubenden Gig. Lag wohl daran, dass ihre Songs alle extrem lang waren, von daher waren sie auch nicht so einfach zu verdauen. Die Mischung aus alten und neuen Songs gelang ihnen sehr gut, jedoch konnten sie das Publikum nicht ganz von sich überzeugen.
Die Exoten des Abends waren die vier Schweden von UNLEASHED. Sie gaben wie immer ihr Bestes, wie es auch nicht anders von ihnen zu erwarten war. Der Mix aus alt und neu kam bei den Fans sehr gut an, wobei das Hauptaugenmerkmal auf den neuen Songs wie „Wir kapitulieren niemals“, „Midvinterblod“, „Black Horizon“ oder „Hammer Batallion“ lag. Die Fans dankten es der Band mit einem Massen-Mosh und flippten total aus. Durch den guten Sound und der Performance der Schweden hatte sie bald die ganze Halle in ihren Bann gezogen.
Nach der etwas längeren Umbauphase betraten die Finnen von KORPIKLAANI die Bühne und beeindruckten die tobende Menge mit einer genialen Lichtshow sowie einer perfekte Performance. Die Stimmung war sehr ausgelassen wie es meistens bei den Jungs üblich ist. Die Menge feierte und tanzte zu alten Songs wie „Beer Beer“ oder „Vodka“. KORPIKLAANI konnten, wie auch zu erwarten war, die Halle noch einmal richtig zum Kochen bringen. Am Ende der Show konnte niemand mehr ruhig auf seinem Platz stehen.


Der Abend war noch nicht zu Ende nach dieser Show denn viele warteten auf den Speicalgast Headliner ELUVEITIE aus der Schweiz. Man merkte dass nach fast 8 Stunden Festival den Metalheads die Luft ausging, doch ELUVEITIE betraten die Bühne und die aufgebaute Stimmung kam zum finalen Höhepunkt des Abends. Die Band fiel durch ihre sympathische Art und die unglaublich gute Stimmung mit einer perfekten Performance sofort auf. Diese Stimmung übertrug sich in Sekunden auf die tobende Menge, für die es schier keinen Halt gab, die Stimmung wurde wieder zurück an die Band übertragen. Die Interaktion war einfach hervorragend, zwischen Band und Metalheads sowie auf der Bühne. Es wurde getanzt, gepost und gebant so gut es ging, von daher gab es sehr viel Bewegung auf der Bühne und die Lichtshow verstärkte dies umso mehr. Der gesamte Auftritt vom ersten bis zum letzten Ton war einfach am Kochen und als großes Finale gab es eine gigantische Wall of Death. Damit ging auch dieser Abend dem Ende zu.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Nachmittag und Abend. Die Fans kamen beim Paganfest 2011 auf ihre Kosten. Für jeden Geschmack war etwas dabei, von harten Wikingerklängen bis zu Trinkliedern. Das Paganfest war eine Bereicherung für alle war ein guter Start in die neue Festivalsaison, welche bald beginnt.

Bericht: Claudia
Fotos: Claudia

Fotogalerie wird noch folgen

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