Konzertbericht Julien-K 08.10.2012 Nachtleben, Frankfurt am Main

Nach dem tollen Interview mit Ryan Shuck und Amir Derakh (=> IV hier) machten wir uns auf Richtung Eingang Nachtleben. Um ca. 20:30 Uhr stand dort die erste Vorband „Nox interna“ auf der Bühne. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt, mit knapp 20 Leuten, sehr überschaubar. Die Musik und auch das Aussehen der Band war sehr vom Goth angehaucht.

Auch das Publikum passte gut dazu. Da so wenig Publikum vor der Bühne stand, kam der Sänger einfach mal runter von selbiger und besuchte das Publikum. Zwischen zwei Liedern holte er eine Leinwand auf die Bühne. Auf dieser war ein schwarzer Umriss eines (seines?) Kopfes zu erkennen. Er fing beim nächsten Lied extatisch an, mit schwarzer Farbe auf diesem Bild herum zu malen. Später spielte er mit einer Schere vor seinem Körper und Gesicht herum und stach die Schere in das Bild. Nach einiger Zeit lässt er Federn über einem Ventilator fallen, die sich über das Publikum verteilen. Beim letzten Lied spuckt der Sänger Wein über das Bild und verreibt diesen darüber. Er schlägt zum krönenden Abschluss das Bild durch die Staffelei. Alles in allem eine sehr interessante, aber auf manch einen der nicht mit so etwas gerechnet hat, leicht verstörende Show. Sie passte jedoch sehr gut zu der Gothik Musik der spanischen Band.

 

 

Die zweite Vorband „The crying spell“ aus Seattle, trat gegen 21:15 Uhr auf die Bühne. Das war ein kleiner Kulturshock zu Nox interna, denn die Jungs sahen wie Rockmusiker aus und ihre Musik geht in Richtung hard- und alternative Rock. Das Publikum nahm langsam zu. Einer der mit Leidenschaft performten Songs war „this is our time“. Der gut 1,90 m große Sänger Len Hotrumhatte fast schon Platzprobleme Richtung Decke, da diese im Nachtleben nicht gerade hoch ist. Es ging sehr viel Energie von Len aus und er suchte immer wieder den Blickkontakt zum Publikum. Die Songs waren sehr ausgewogen im Tempo. Mal eher langsame Songs, dann wieder sehr schnelle, mit harten Gitarrenriffs. Die Stimmung stieg, das Publikum fing an vor der Bühne zu tanzen. Perfekte Startbedingungen für Julien-K.

 

Julien-K kamen etwa um 22:30 Uhr auf die Bühne. Wie im Interview angekündigt, ist ihre Musik als Techno mit Rock Einflüssen zu beschreiben. Die Zahl der Zuschauer war mittlerweile auf etwa 50 gestiegen. Nicht viel, aber für einen Montagabend normal. Der Sänger Ryan hüpfte über die Bühne und strahlte dabei übers ganze Gesicht. Der Mann hat eindeutig Spaß an seinem Job! Die Band spielte einen Mix aus melodischen, langsamen Liedern und schnellen rockig-poppigen Liedern. Bei den Bewegungen die Ryan ablieferte, konnte man meinen, er sei Tänzer oder extrem gelenkig und mit viel Rhythmus im Blut zur Welt gekommen. Bei einem Song packte Amir ein Megafon aus. Die Stimmung war am kochen. Julien-K hatten ihr Publikum im Griff.

 

Alles in allem ein gelungener Abend. Man sollte sich Julien-K auf jeden Fall angesehen haben. Denn live sind sie noch besser und intensiver als auf CD.

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