Interview Julien-K Nachtleben Frankfurt 08.10.2012

Gegen ca. 19:30 geht es Richtung Tourbus von Julien-K. Dort habe ich mit zwei der Band ein Interview, bevor sie die Bühne im Nachtleben rocken werden. Im Bus sitzen Ryan Shuck und Amir Derakh. Später gesellt sich noch Eli James zu uns und hört  lächelnd zu.

 

Sarah:            Ist das eure erste Tour in Deutschland?

Ryan: Nein. Das ist unsere 5. oder 6. Tour hier. Die 4. Mit Julien-K.

Sarah: Mögt ihr Deutschland?

Ryan: Ja! Wir lieben es. Deshalb kommen wir immer wieder. Deutschland hat eine gute Lage in Europa, da es in der Mitte liegt. Die Leute hier sind toll und es hat eine tolle Infrastruktur. Also alles was man braucht um eine Basis für sein Business zu schaffen. Zusätzlich haben wir hier viele Freunde, unser Unternehmen ist in Deutschland, unser Partner ist in Deutschland, viele Leute unserer Crew sind in Deutschland, es ist zu einem Zuhause für uns geworden.

Sarah: Was ist das wichtigste für euch auf Tour?

Amir: Schlaf.

Ryan: Schlaf. Schlaf und Wi-Fi. Das ist schwer zu beantworten, denn da sind einige Sachen auf Tour, die essentiell sind und die man einfach braucht. Denn wir haben Arbeit zu Hause ebenso wie Arbeit die mit der Band zusammenhängt. Diese enthält viel Kommunikation und Daten und E-Mail und all dieser Kram ist sehr sehr wichtig. Die Räder des Busses würden stoppen ohne all diese Dinge. Außerdem bekommen wir kaum Schlaf, was es sehr sehr hart für uns macht zu performen und zu singen. Es ist wie ein kleines Battle für uns, denn du hast konstant Jetlag. Das ist das Battle!

Sarah: Welche deutsche Stadt mögt ihr am liebsten?

Ryan: Ich liebe Hamburg und Berlin.

Amir: Das ist eine schwierige Frage. (grinst) Bist du aus Frankfurt?

Sarah: Ja, aus der Nähe von Frankfurt.

Ryan: Wir verbringen viel Zeit in Hamburg und Berlin. Ich liebe Würzburg sehr. Wir waren da, es war wunderschön. Es ist schwer für uns zu sagen, denn ich wünschte wir würden mehr Zeit in den anderen Städten verbringen und hätten die Zeit dort die Gegend zu erkunden.

Amir: Vermutlich Berlin.

Sarah: Ja, Berlin ist super.

Ryan: Ich fühle mich da zu Hause.

Amir: Da gibt es so viel zu machen. Es fühlt sich wie eine Art zu Hause an. Es gibt dort viel nachts zu erleben, jede Menge Restaurants, ich habe viele Freunde dort.

Sarah: Erzählt mir was über „We´re here with you“.

Ryan: Ich denke es ist das beste Album das wir jemals kreiert haben. Ich denke das ist offensichtlich, dass es das beste Album ist, das wir je kreiert haben. Ich denke wir waren in der Lage die besten Sachen aus Indie, Cool Modern Rock dort hineinzunehmen und haben   coolen, modernen Electro rein gehauen, was wir sehr mögen, ohne dabei industriell oder goth zu sein. Was uns sehr wichtig ist. Wir wollen wachsen ohne immer auf dem gleichen Weg zu bleiben, wo viele Bands mit kaputt gehen.

Amir: Wir reisen gern an neue Orte, nicht nur in weit entfernte Städte, sondern auch musikalisch reisen wir gern an neue Orte und probieren neue Sachen aus. Und ich denke dieses Album ist ein bisschen mehr fokussiert. Beim ersten Album haben wir viele Dinge ausprobiert. Wir wollten damit anfangen, uns mehr darauf zu konzentrieren was wir eigentlich machen.

Sarah: Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?

Ryan: Wir nennen es Indietronic.

Sarah: Wie schreibt ihr Songs und was beeinflusst euch dabei am meisten?

Ryan: Wir beide haben verschiedene Schreibstile. Ich bin mehr der konzeptionelle Schreiber, er ist mehr der Singer, Songwriter. Es ist ganz cool beides zu haben. Bei vielen Bands ist das normalerweise nur der Singer, Songwriter, der den Song startet oder wie auch immer. Aber für uns ist das mehr… ich habe zu Hause eine Idee, nicht unbedingt Lyrics oder Melodien, aber eine musikalische Idee. Vielleicht ein Titel… Es ist eigentlich immer unterschiedlich. Man hat vielleicht eine Strophe oder einen Refrain, eine vocal Idee und man spielt es auf der Gitarre zu Hause. Und dann nehmen wir das und arbeiten mit allen daran bis jeder damit glücklich ist.

Sarah: Was für Musik hört ihr in eurer Freizeit?

Amir: Am meisten neue Bands aus der ganzen Welt aus Indie Musik, Electronic Musik all die Sachen die wir zusammenschmeißen und unseren eigenen Sound draus machen. Ich habe eine Playlist zusammen gestellt, auf einer Webseite… ah du kannst sie hier ja gar nicht sehen…. Egal. Ich erstelle viele Playlists mit dem ganzen Zeug was wir hören.

Ryan: Weißt du was wir machen sollten? Ich will einen Weg finden diese Playlist zu schneiden und das zu uploaden und das wir dann Songs und 10-20 Sekunden mit von uns eingesprochenen Neuigkeiten von der Tour, was wir denken usw. hinzufügen können. Das könnte etwas schwierig sein, aber ich suche nach einem Weg das einfach zu machen. Denn ich finde die Playlist die du gemacht hast ist so cool, für Fans zu hören was wir hören und wo wir herkommen ist super und es wäre großartig das zu machen.

Amir: Was ich tue ist eine Menge neuer Musik zusammenzutragen. Das ist Musik die mich inspiriert. Die eine Playlist besteht aus neuen Sachen. Dann gibt es eine andere mit eher älterer Musik. Aus den 70ern, aus den 50ern. Sobald ich einen Song finde dessen Drumsound oder der Gitarrensound mir gefällt, kommt der da drauf. Eine andere Playlist namens Retro. Dann gebe ich sie den Jungs. Es ist eine Menge Musik, sie können es sich anhören wenn wir zusammen arbeiten und es bringt sie dann vielleicht auf die gleichen Gedanken für die Lyrics und so weiter. Wir machen das sehr oft so.

Sarah: Habt ihr Rituale bevor ihr auf die Bühne geht?

Amir: Ein bisschen dehnen.

Ryan: Ja. Duschen (lacht). Essen, duschen… Ich habe welche. Sie ändern sich von Tour zu Tour. Ich wärme die Stimmbänder auf, trinke Tee und ich habe herausgefunden je weniger und je leiser ich die Tour über rede, desto besser kann ich singen. Und ich dehne mich die ganze Zeit und wärme mich so auf.

Sarah:  Eure Top 5 Alben sind?

Amir: Ever? Oder Aktuell?

Sarah: Ever.

Ryan: Ich habe die Liste nicht mitgebracht. (grinst) „Violator“ von Depeche Mode. Ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsalben. Puh…. Da sind so viele… Das ist eine sehr sehr sehr schwierige Frage. Denn wir denken nicht in solchen Zeiten. Wir haben so viele…

Amir: Es sind einfach zu viele die ich mag. Alles Richtung Elektronik ab 1985.

Sarah: Das ist ne Menge.

Amir: Ja! Ich liebe alles aus den 80ern, alles aus den letzten 4,5 Jahren. Keine Pop Musik, Elektronik Musik. Es sind eine Menge Bands die ich mag.

Ryan: Auf jeden Fall Depeche Mode. Und The Cure  mit dem Album “Kiss me Kiss me Kiss me”. Diese waren wirklich WOW, ich will alle Songs spielen können. Das ist echt schwierig zu sagen: aller Zeiten. Aber „Violator“ ist auf jeden Fall ganz oben. (Zitat: Holy Shit, that record shreds.)

Sarah: Was können eure Fans von der heutigen Show erwarten?

Ryan: Wir werden Songs spielen.

Sarah: Wow! (alle lachen)

Ryan: Sie können eine andere Energie erwarten. Wir haben einen anderen Drummer dabei, Eli. Wir spielen immer mal mit anderen Drummern und deshalb gibt es immer eine andere Energie auf der Bühne. Deshalb ist es für Fans cool verschiedene Touren von uns zu sehen. Das verändert die Show immer ein bisschen.

Sarah: Vielen Dank für das Interview!

Ryan: Vielen Dank.

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Ein Kommentar zu “Interview Julien-K Nachtleben Frankfurt 08.10.2012

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