30 Jahre Tankard – die Alcoholic-Thrash-Metal-Legenden mit ihrem Jubiläumsgig in der Batschkapp

Nach dem tollen Interview mit Gerre vom 29.3.2011 (=> hier) kam es jetzt zum 30 jährigen Jubiläum von Tankard endlich zu einem Auftritt in der Heimatstadt Frankfurt. Es fand wie damals prophezeit im „Wohnzimmer“ von Tankard, in der Batschkapp statt. Das Konzert war sehr schnell ausverkauft, deshalb wurde jetzt noch gleich noch ein Zusatzkonzert am 22.12.12 in der Batschkapp nachgeschoben.

Das Jubiläumskonzert fand an einem Samstag statt, deshalb war bereits um 19 Uhr gleich vorm ElferClub ordentlich was los. Viele der Fans haben wohl bereits vorher schon ordentlich getankt, um gutgelaunt in die Batschkapp zu gehen.
Fast pünktlich um 20 Uhr legten Odium als Support los. Die Halle war noch nicht ganz gefüllt, aber die Stimmung stieg und nach einiger Zeit zündete es richtig. Mit dem vor Energie sprühenden Sänger Ralf, den beiden erstklassig harmonierenden Gitarristen Rochus und Dave, dem präzisen Drummer Matze und mit Beli dem optischen Höhepunkt am Bass stand da einfach eine klasse Band auf der Bühne. Spätestens mit ihrem „Hit“ „Burn Your Idols“ ging das Publikum voll mit. Zu Recht gab es Zugabe Rufe, welche die Band nochmals mit 2 Titeln auf die Bühne brachte.  Odium legte ein tolles Set hin und waren der ideale Opener für Tankard. Weshalb die Band sich Odium (=Hass) nennt ist mir schleierhaft, Laetitia würde besser passen. 😉

Nach einer kurzen Umbaupause erklang das Intro von Simon&Garfunkel. Tankard stürmte auf die Bühne, sah und siegte. Es war gleich der Teufel los. die „Batsche“ kochte und Gerre rannte wie ein Bekloppter über die Bühne (wenn er das jemand Abend macht, braucht er kein Weightwatchers!).
Ich hab schon lange nicht mehr so viele Stagediver erlebt. Ok, das ging in Ermangelung eines Grabens auf die Qualität meiner Fotos, aber egal – man ist ja kein Spielverderber. 😉
Die Tankard-Setlist war natürlich ein Best-Off der 30 Jahre:

Das als Kuschelballade angepriesene „Rectifier war für mich der Höhepunkt, der Song geht so derbe ab – einfach der Hammer.
Als Zugabe gab’s dann mit „Schwarz-Weiss wie Schnee“ und „Freibier“ auch deutschsprachiges, was einen noch höheren Mitgröhleffekt bewirkte, jedoch aber auch enorm auf meine Stimmbänder ging.
Selten hab ich stärker puschende Band als Tankard erlebt, das ist pure Energie. Obwohl Gerre wieder ein paar Pfund mehr auf der Plautze hat, ist er die mehr als 1,5 Stunden über die Bühne gedampft wie kein Zweiter und wer dort zu lange auf seinen Stagedive wartete, dem wurde auch schon mal nachgeholfen. Pech hatten die, die genau in den Pitt knallten, aber es ging wohl meist mit ein paar blauen Flecken ab. Frank, der vom ersten Tag an am Bass steht, konnte vielleicht optisch Beli nicht das Wasser reichen, jedoch war sein Spielspass dafür umso beeindruckender. Ein glänzend aufgelegter Andi bediente die Crowd mit einem tollen Gitarrensound, dem auch Olaf an den Drums nicht nachstand: was ein Knüppeljob! Es wurde ein Bier&Schweiß feuchtfröhlicher Abend, den so schnell niemand vergessen wird. Wie die beiden von mir an dem Abend erst kennengelernten Marburger, waren die meisten ziemlich platt. Wie viele danach der Aufforderung zur weiteren Party im „Speak Easy“ nachkamen, weiß ich nicht. Ich musste noch mit dem eigenen Auto in den Taunus und hatte mein Alk-Limit bereits erreicht, das nächste Mal vielleicht.

Bericht und Fotos: Papa Mike

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Ein Kommentar zu “30 Jahre Tankard – die Alcoholic-Thrash-Metal-Legenden mit ihrem Jubiläumsgig in der Batschkapp

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