Live-Review – DGM, Pagan’s Mind, Symphony X 5. Oktober 2011, München, Backstage

DGM, Pagan’s Mind, Symphony X

5. Oktober 2011, München, Backstage

Das Backstage rief zur Progressive Metal Nacht mit hochkarätiger Besetzung in Form von DGM, Pagan’s Mind und Symphony X. Es mag wohl an dem Termin mitten in der Woche gelegen haben, dass die Italiener von DGM die Show vor einer sehr überschaubaren Anzahl von Besuchern eröffneten. Leider spielte die Technik nicht so recht mit, aus dem gebotenen Soundbrei stach einzig und allein die Gitarre als klar erkennbar heraus, was den Hörgenuss der schönen Melodien ziemlich verdarb, auch der Gesang ging regelrecht unter.

Es folgte eine sehr lange Umbaupause, in welcher deutlich wurde, daß sich die technischen Probleme gravierender darstellten, als zuerst angenommen. Die norwegischen Pagan’s Mind traten mit Michael Eriksen und Truls Haugen von Circus Maximus an, da Sänger Nils K. Rue verhindert gewesen war. Der Sound hörte sich nun ein wenig besser an, trotzdem mußten sich die beiden Goldkehlchen ein einziges kabelgebundenes Mikro teilen. Der Gig dauerte – vermutlich wegen der fortgeschrittenen Zeit – leider auch nur 5 Songs lang.

Mittlerweile zeigte sich das Backstage nun doch recht gut bevölkert, so daß der Headliner Symphony X aus den USA vor einem ziemlich vollen Haus die Bühne enterte. Die Soundprobleme schienen glücklicherweise behoben zu sein und der Fünfer machte einen äußerst spielfreudigen und sympathischen Eindruck. Die Menge honorierte dies, indem sie begeistert mitging. Es entspannen sich immer wieder kleine „Kämpfchen“ zwischen einzelnen Fans und Sänger Russel Allen, welcher auch wiederholt betonte, wie sehr er sich über diese positive Resonanz freue. Ach übrigens, im Progressive Metal dominieren ja häufig längere verspielte Instrumentalparts, ganz hervorragend zeigte sich hier Gitarrenvirtuose Michael Romeo… und wer sich schon immer gefragt hat, was ein Sänger bei Liveauftritten währenddessen tut, weiß das nun: Wahlweise am Bühnenrand stehend einen Schluck Jacky-Cola oder Wasser trinken oder über die Bretter toben.

Zum unbestrittenen Höhepunkt der Show wurde die Halbballade „When all is lost“, textsicher sang das gesamte Publikum jede einzelne Silbe mit – Gänsehaut pur!

Zu den drei Zugaben ging es dann nochmal richtig rund und als die letzte Note verhallt war wurden zahlreiche Hände geschüttelt, bevor sich die Band endgültig verabschiedete – jedoch nicht, ohne dem Rollstuhlfahrer neben mir eine von der gesamten Truppe signierte Setlist und einen Drumstick in die Hand zu drücken. Äußerst sympathisch und fanfreundlich, die Jungs!

Setlist:

Iconoclast
The End of Innocence
Dehumanized
Bastards of the Machine
Electric Messiah
When all is lost
Children of a faceless God
Heretic
Inferno
Of Sins and Shadows

—–

Eve of Seduction
Serpent’s Kiss
Set the World on Fire

hier die vollständige Fotogalerie

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