Live Review Summerbreeze Dinkelsbühl 17-20.08.11

Alle Jahre wieder: Zum bereits 14. Male fand das Summerbreeze Festival zum Abschluss der Festivalsaison statt und rund 40.000 Besucher konnten sich über 4 Tage im beschaulichen Dinkelsbühl von harten, metallischen Klängen der annähernd 100 Bands richtig eins auf die Mütze geben lassen. Von Death Metal bis hin zu Metalcore gab es auf dem Summerbreeze 2011 die absolute Vollbedienung: Auf den beiden direkt nebeneinander befindlichen Freiluftbühnen, der „Main Stage“ und der „Pain Stage“, der im Zelt aufgebauten „Party Stage“ und der kleinen „Bonusbühne mit Sonderprogramm“, die sogenannte „Camel Stage“, konnte von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr in der Nacht gerockt werden.

Mittendrin im Getümmel war natürlich das Visions Underground Team um für Euch die gesammelten Eindrücke wiederzugeben…..

Mittwoch, 17.08. (Zusatztag mit Eröffnungsprogramm)

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase  wurde es dann natürlich auch schon musikalisch unterhaltsam..  – und das obwohl die Eröffnung des Festivals durch den Musikverein Illenschwang und dem anschließenden Newcdomer – Band Contest „New Blood Award“ von uns leider verpasst wurde. Der Spaßfaktor war trotzdem hoch und das Summerebreeze 2011 auch nun für uns offiziell eröffnet.. Es gab dann mit den melodisch Black/Trash Metallern von Melechesh richtig gute Musik auf der Partystage. Das Partyzelt wurde einer ersten ernsthaften Standfestigkeitsprobe unterzogen, die es mit Bravour bestand.

Weiterhin konnten an diesem Tag Destruction und die polnischen Deather von Vader überzeugen. Sie spulten ein routiniertes und fehlerloses Programm herunter ohne dabei den Kontakt zu den Fans zu verlieren.

Im Gegenteil – mehr einbeziehen kann man seine Fans wohl kaum als Destruction Fronter Schmier es tat und so „Curse the Gods“, „Mad Butcher“, „Total Desaster“ und „Bestial Invasion“ zu echten Highlights wurden im Set der sympathischen Band. Mit dem „Imperialen Marsch“ und einem Slayer-Cover wurden die Bedürfnisse des Publikums vollends bedient und die rundum zufriedenen Gesichter der Fans sprachen eine deutliche Sprache.

Setlist Destruction:

  1. Intro
  2. Curse the Gods
  3. Mad Butcher
  4. Armageddonizer
  5. Hate Is My Fuel
  6. Eternal Ban
  7. Life Without Sense
  8. Thrash Til…
  9. Nailed to the Cross
  10. Tears of Blood
  11. Bestial Invasion
  12. Total Desaster
  13. The Butcher Strikes Back

Von der Existenz der anschließend aufspielenden  Hell habe ich zu allerersten Mal im Sommer diesen Jahres erfahren. Dennoch hat die Band bereits einige Demos auf den Markt geschmissen, wenngleich dies auch schon einige Jahre her ist – dieses Kulturereignis, so vermittelt uns deren Biografie ist datiert auf Zeiträume zwischen 1982 und 1986 (!!) Dieses Jahr veröffentlichte man nun das Debüt Album und man erntete überwiegend positive Kritiken, welche der Band sogar einen gewissen Kultstatus attestierten – unglaublich !! Die Engländer präsentierten sich spielfreudig und motiviert und schafften es das Publikum zu bereits später Stunde gut zu unterhalten – auch wenn die etwas überschwänglich wirkenden Darbietungen von Hell keinesfalls an den Kultstatus der 80er heranreichten.

Setlist Hell:

  1. Overture (Themes From ‚Deathsquad‘)
  2. Let Battle Commence
  3. On Earth as It Is in Hell
  4. Plague and Fyre
  5. The Quest
  6. The Oppressors
  7. Blasphemy and the Master
  8. The Devil’s Deadly Weapon
  9. Save Us From Those Who Would Save Us

Der Eröffnungstag bot ein bunt gemischtes Programm und steigerte die Vorfreude auf die in den kommenden Tagen folgenden Acts !!

Donnerstag, 18.08.

Die erste Band, die wir an diesem nun offiziellen ersten Festivaltag zu Gesicht bekamen, waren 9mm Assi Rock ´n Roll und genauso assig wie es der Bandname beleibe auszudrücken vermag waren sie dann auch….einfach nur schlecht dieser von Anno Dazumal hergeholte und billige ACDC Verschnitt – ich denke die Herren können wesentlich mehr an ihren Instrumenten als sie hier gezeigt haben…

Aufgrund dieser Tatsache galt es die gequälten Ohren nun besseren Klängen auszusetzen und verbunden mit dieser Hoffnung  warteten wir auf die Nachfolgeband Der Weg einer Freiheit, deren Bandname ja schon zu Blutergüssen führt denn viel Einfaltsloser geht’s ja wohl kaum – Autsch !! Was sollte uns da nun musikalisch bevorstehen ? Das ganze Zinober offenbarte sich dann als Black Metal der zwar gut gespielt war aber dennoch nicht für Begeisterungsstürme sorgen konnte.

Auf der Main Stage hingegen waren nach gut aufgelegten The Haunted die Helden der 80er Jahre Suicidal Tendencies diejenigen, die unser Interesse weckten und so verfolgten wir gespannt die Show und vernahmen ein begeisterungsfähiges Publikum, welches die Band vollends unterstütze. Trotz des weniger guten Sounds schafften es Suicidal Tendencies zu begeistern, waren sehr agil auf den Bühnenbrettern unterwegs und glichen so die mangelnde Soundqualität durch enorme Bewegungsfreude aus – guter Gig !!

Setlist Suicidal Tendencies:

 

You Can’t Bring Me Down

Institutionalized

Join the Army

Freedumb

War Inside My Head

Subliminal

We Are Family

Possessed to Skate

Cyco Vision

Pledge Your Allegiance

In Extremo gaben sich erneut die Ehre hier auf dem Summerbreeze und sie taten das wie man es von ihnen gewohnt ist: In überzeugender Manier und ohne große Umschweife wurden die Songs aus den Boxen gehauen und das Publikum danke es ihnen mit fettem Applaus und anhaltender Unterstützung während des gesamten und richtig guten Gigs der Mittelalter Kapelle.

Setlist In Extremo:

  1. Sternenreise
  2. Frei zu sein
  3. Zigeunerskat
  4. Vollmond
  5. Herr Mannelig
  6. Sängerkrieg
  7. Flaschenpost
  8. Unsichtbar
  9. Stalker
  10. Siehst du das Licht
  11. Spielmannsfluch
  12. Viva La Vida
  13. Omnia Sol Temperat

Black und Death Metal sollten dann den Donnerstag beschließen. Die Akteure hießen hier Marduk, Witchery und Aborted die als letzte Kapellen auf die Summerbreeze Fangemeinde losgelassen wurden.:

Die Schweden Marduk beeindruckten durch immens schnelles und tightes Zusammenspiel – sie brachten ihre Kompositionen gnadenlos auf den Punkt. Und das in einer wirklich perversen Geschwindigkeit die seinesgleichen sucht. Live Performances liegen ja immer ein paar Beats über dem Normallevel eines Songs aber hier waren es gefühlte 20 Beats mehr, die den Unterschied ausmachten. Hammer – Marduk haben mit diesem Auftritt wirklich jedem hier die Müdigkeit weggeblasen sofern sie denn vorhanden war denn wir standen ja noch ziemlich am Anfang des Festivals.

Bei Aborted hingegen ging es etwas ruhiger zur Sache und die Belgier ließen es in anderer Form krachen und begeisterten so zu später Stunde mit ihrem melodiösem Death Metal einen Großteil des Publikums. Die sympathische Band um Fronter Svenchos hat in den letzten 2 Jahren eine enorme Entwicklungsphase durchlaufen und dabei haben sie großen Wert darauf gelegt sich selbst treu zu bleiben und ihre ureigenen Wurzeln sind in den heutigen Kompositionen immer noch unüberhörbar. So wurden die Maniacs nach der Death Metal Vollbedienung entlassen und es ging dann an die Zelte um weiterzufeiern. Geiler erster Festivaltag mit wirklich überzeugenden Bands und das Wochenende stand ja nun unmittelbar bevor an dem weitere Hammer Acts folgen sollten !!

Freitag, 19.08.

Auf den Freitag waren wir besonders gespannt denn es waren ja einige Bands angekündigt, bei denen das Stimmungsbarometer ja schon im Vorfeld  weit oben war – JBO zum Beispiel schaffen es ja immer wieder die Massen zu begeistern und ein umschweifender Blick über das Festivalgelände ließ erahnen, wie viele sich auf den Gig der Jungs freuten.

Weiterhin waren wohl Enslaved und Amorphis auf der Beliebheitsskala ganz oben anzusiedeln und so sahen wir dem heutigen Tage mit großer Erwartung entgegen.

Die Alternative- und Core-Fraktion wurde von Emil Bulls und Trigger the Blooshed bestens bedient und auch die Mittelalter Fans kamen nicht zu kurz – hier waren es Salatio Mortis und Turisas die ihre Songs zum Besten gaben und für ordentlich Stimmung sorgten. Am frühen Abend war dann das in meinen Augen erste große Highlight des heutigen Tages am Start – Enslaved. Leider waren die Soundverhältnisse nicht die besten und dementsprechend matschig kamen die Kompositionen der Norweger rüber.

Wer Enslaved kennt, der weiß das sie gerade live eine Macht sind doch leider gab es am heutigen Tage einige negative Faktoren, die selbst den größtmöglichen Einsatz der Musiker auf der Stage in den Hintergrund drängten und dem Auftritt der Norweger so einen unschönen Stempel aufdrückten. Es war beileibe eine neue Erfahrung Enslaved bei Tageslicht zu sehen – die verloren gegangene Atmosphäre ist zu 90% dieser Tatsache geschuldet, denn diese beiden Komponenten Enslaved + Tageslicht harmonieren keinesfalls miteinander !!  Dennoch gab es gute Reaktionen im Publikum und man hatte 2 neue Songs im Gepäck, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden Beim nächsten Mal wird man Enslaved bestimmt wieder in gewohnter, düsterer Atmosphäre erleben können und dann passt es wieder für jedermann.

Setlist Enslaved:

  1. Ethica Odini
  2. Raidho
  3. Ground
  4. Ruun
  5. As Fire Swept Clean The Earth
  6. Allfaðr Oðinn
  7. Isa

Danach folgten JBO….überhaupt nicht meine Welt was die da treiben aber die Leute hatten mächtig Spaß und ich stellte fest, dass mit erhöhtem Alkoholkonsum die Musik der Band richtig Freude bereiten kann. Aber nüchtern geht da gar nix…. Dennoch hat es den meisten gefallen und die Stimmung war am heutigen Tage zum ersten Mal richtig ausgelassen – die Stimmungskracher wurden eifrig beklatscht und mitgegrölt, was eine eindeutige Sprache spricht….

Trotzdem hat für mich eine solche Band nix auf einem Festival zu suchen denn Metal ist definitiv kein Spaß – zumindest nicht so, wie es die Herren von JBO rüberbringen.

Setlist JBO:

  1. I Don’t Like Metal
  2. Bolle
  3. Dr. met. Wir ham ne Party Gänseblümchen Glaubensbekenntnis
  4. Killer
  5. Geh mer halt zu Slayer
  6. Bimber Bumber
  7. Arschloch und Spaß dabei
  8. Ein guter Tag zum Sterben
  9. Verteidiger des Blödsinns

Die Death Metaller von Bolt Thrower litten auch ein wenig unter den Soundverhältnissen – zwar nicht ganz so dramatisch wie bei Enslaved aber sie hatten dennoch nicht das gewohnte Erscheinungsbild, das man ansonsten von den Briten kennt. Trotzdem gab Frontnase Karl Willets mal wieder alles und so konnte die Band durchaus eine Duftmarke setzen. Das Publikum wusste es zu würdigen und bedachte die Band mit reichlich Applaus. Bolt Thrower diesmal nicht ganz so stark wie üblich aber dennoch eine Macht – guter Gig !!

Setlist Bolt Thrower:
01. Intro (Battle of Britain)
02. IVth Crusade
03. The Killchain
04. Powder Burns
05. When Glory Beckons
06. Mercenary
07. World Eater / Cenotaph
08. Anti-Tank
09. Where Next To Conquer
10. Silent Demise
11. Granite Wall
12. Salvo
13. For Victory
14. No Guts, No Glory
15. When Cannons Fade

Es folgten nun Amorphis, die ja mit ihrem erst kürzlich erschienenen Album „The Beginning Of Times“ wieder einen weiteren Meilenstein in der Bandgeschichte der Formation aus Helsinki setzen konnten und hier stimmte wirklich alles: Angefangen vom Sound über die Songauswahl bis hin zur Performance der Finnen, hatte man in allen Bereichen den Nagel auf den Kopf getroffen, Die Band spielte einen grandiosen Gig. Mit „My Enemy“ eröffneten die Jungs den Set und sie ließen mit „Mermaid“ und „You I Need“ weitere Highlights vom aktuellen Longplayer folgen.

Zwischendrin gab es zur Abwechslung auch mal Songs von älteren Releases – „Against Widows“ und „My Kantele“ passten wirklich hervorragend ins Programm und lockerten so die Show etwas auf. Frontman Tomi Joutsen ließ seine Dreadlocks kreisen und auch der Rest der Band stand ihm in Nichts nach – selten habe ich auch den Rest der Band so bewegungsfreudig erlebt wie heute. Ob´s an den Beers lag die man vor der Show noch schnell wegspülte ? Wer weiß…. Außer Gitarrist Tomi Koivusaari, der sich zurückhielt, weil er mit Fieberattacken zu kämpfen hatte und direkt nach dem Auftritt zurück ins Hotel gebracht wurde. Umso mehr ist seine Leistung natürlich zu würdigen, denn auf der Bühne gab auch er alles und bildete hier keine Ausnahme zu seinen Mitstreitern.

Drummer Jan Rechberger trommelte präzise wie ein Uhrwerk sein Programm herunter und das geniale „Silver Bride“ war für mich das Highlight an der gesamten Show, denn gerade hier wurde auf allerhöchstem Niveau gespielt und Bassist Niklas Etälävuori unterstütze Tomi Juotsen´s Gesang perfekt mit sauberen Backing Vocals so dass man feststellen musste, dass heute einfach alles gepasst hat. Mit dem wiederum etwas älteren „The Castaway“ läutete man das bevorstehende Ende der Show ein, ehe man dann mit „House Of Sleep“ einen sehr guten Gig zum Abschluss brachte. Amorphis ernteten hierfür viel Beifall und man muss sagen, dass sie dank Tomi Joutsen im Gegensatz zu früheren Zeiten heutzutage live mehr als eine Macht sind – ein Hammergig der sympathischen Finnen !!

  Setlist Amorphis:

  1. My Enemy
  2. Sky Is Mine
  3. Mermaid
  4. Against Widows
  5. You I Need
  6. Towards and Against
  7. My Kantele
  8. Silver Bride
  9. Crack in a Stone
  10. The Castaway
  11. House Of Sleep

Kataklysm feierten an diesem Abend ihr 20 jähriges Bandjubiläum und legten dementsprechend enthusiastisch los und feuerten ein Brett nach dem anderen aus der PA. Das Publikum nahm es dankbar an und der Stimmungspegel war über die gesamte Dauer der Show der Kanadier auf einem gleich hohen Level. Die Band wurde bedingungslos unterstützt und Granaten wie „The Awakener“ und das obergeile „As My World Burns“ brachten die Fans bis an den Rand der Erschöpfung.

Dem Ganzen nicht genug, zelebrierten Kataklysm weitere geile Songs auf der Bühne: „Crippled And Broken“ kam saustark rüber und wirklich kein einziger Zuschauer verließ hier frühzeitig das Festivalgelände – der Intensität und Brutalität mit der die Songs hier rübergebracht wurden, wollten einfach alle beiwohnen.

Zum Abschluss eines denkwürdigen Auftritts gab es mit „Push The Venom“ noch mal richtig was auf die Zwölf und wie schon bei Amorphis zuvor waren dieses mal die Kanadier saustark auf den Bühnenbrettern unterwegs und man muss hier wirklich ein großes Lob zollen, wie hier und heute Musik förmlich zelebriert wurde !! Respekt Kataklysm !!

Setlist Kataklysm:

Determined
Taking The World By Storm
The Awakener
To Reign Again
Manipulator Of Souls
As I Slither
At The Edge Of The World
As My World Burns
Drum Solo
Blood On The Swans
Astral Empire
Feeling The Neverworld (Chapter III, An Infinite Transmigration)
The Orb Of Uncreation
In Shadows And Dust
Crippled And Broken
Push The Venom

Nach diesem langen Tag waren wir auch ziemlich ausgelaugt und dennoch verschlug es uns zu später Stunde nochmals an die Party Stage auf der sich Imperium Dekadenz die Ehre gaben. Und der Sound war der Hammer – so einen Lupenreinen Sound hatte bisher noch keine Band auf dem Festival gehabt. Das Zelt war trotz der späten Uhrzeit noch sehr gut besucht und ein jeder, der diese Show miterlebte, hatte später am Zelt mächtig was zu erzählen. Imperium Dekadenz boten eine geile Show und bangten was das Zeug hielt. Zugegebenermaßen sind die Kompositionen der Jungs mit zunehmender Spieldauer doch etwas monoton, doch die Band wusste dies durch eine gute Performance auszugleichen und man hielt so das spielerische Level auf einem konstant guten Niveau.

Von den Zuschauern gab es reichlich Beifall für das Dargebotene. Nach etwas mehr als 40 Minuten war dann auch das Programm für den Freitag offiziell beendet und es ging dann gemütlich zu den Zelten um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Setlist Imperium Dekadenz:

Ocean, Mountains Mirror

An Autumn Serenade

Reich der fahlen Seelen

A Million Moons

The Night Whispers to the Wise

Samstag, 20.08.

Heute begannen die musikalischen Darbietungen schon sehr früh – aber wirt schafften es trotzdem noch rechtzeitig vor der Bühne zu sein als Motorjesus um 11:00 ihren Set eröffneten. Zur richtigen Einstimmung auf den Tag verteilte die Band eine Runde Dosenbier und hier ließ sich das natürlich niemand zweimal sagen und es wurde zugegriffen…

Auch rein musikalisch waren Motorjesus der richtige Aufwärmer um für die nachfolgenden Kapellen vorbereitet zu sein.

Nachdem wir uns auch erstmal „versorgt“ hatten mit diversen Getränken waren dann die Knüppel – Franzosen von Benighted am Start – die sich durchaus auch um eine ungewohnt frühe Uhrzeit dazu in der Lage sahen hier ein fettes Feuerwerk abzubrennen….Es gab musikalisch voll auf die Zwölf unterstützt von einem Hammersound – sehr guter Gig !!

Grand Magus waren die nächsten die auf unserer Liste standen am heutigen Tage und sie brachten ihre fetten Doom Metal Riffs im Wechsel mit traditionellem Heavy Metal gut rüber und boten eine wirklich gute Show. Leider war vor der Bühne kaum was los, was schade war denn die Jungs hätten mehr Zuschauer verdient gehabt. Die, die da waren, zollten den Darbietungen von Grand Magus Respekt in Form von ordentlichem Applaus und so waren dann am Ende alle zufrieden- Grand Magus sollte man sich mal notieren…..

Setlist Grand Magus:

Kingslayer

Silver Into Steel

I, The Jury

Hammer Of The North

Ravens Guide Our Way

Iron Will

Wolf’s Return

Nine

Ulvaskall

At Midnight

Das Tom Angelripper gerne mal einen zischt, dürfte weltweit als selbstverständlich angesehen werden. So auch auf dem Summerbreeze, wo er die Fanschar mit „Hallo Wacken“ begrüßte und was  die meisten gar nicht so toll fanden.

Tom besinnte sich dann aber für den Rest des Auftritts von Sodom schnell eines besseren und so wurde der Gig professionell durchgezogen mit Klassikern wie dem kultigen und viel zu selten gespielten „Blasphemer“, „Agent Orange“ und Bombenhagel. So brachten sie das Summerbreeze schnell zu kochen und es war richtig was los vor der Bühne…

„Remeber The Fallen“ wurde dann nochmal richtig fett abgefeiert, bevor die Mannen aus dem Ruhrpott mit „Bombenhagel“ zum Ende kamen. Wie gewohnt – Sodom sind live eine Macht und mehr als sehenswert !!

Setlist Sodom:

The Vice of Killing

Outbreak of Evil

The Saw Is the Law

I Am the War

M16

The Art of Killing Poetry

Agent Orange

Blasphemer

City Of God

Ausgebombt

Remember the Fallen

Bombenhagel

Im Anschluss an die Ruhrpott Thrasher waren es Hatebreed, die die Bühne enterten und dazu möchte ich eigentlich nicht besonders viel sagen, außer der Tatsache, das dies mehr als überflüssig war und mich persönlich gar nicht angesprochen hat. Glücklicherweise spielten zur Zeit God Dethroned auf der Party Stage und ruck zuck war ich dort – denn da wurde einem neben der guten Musik noch was ‚Auge geboten.

Die Holländer lieferten eine Hammershow ab und spielten sich durch Klassiker wie „Poison Fog” und “Storm of Steel”. Das Publikum treibte die Band zur Höchstleistung an und die Stimmung war der Oberhammer….wirklich ein grandioses Feuerwerk, was die Mannen von God Dethroned hier abbrannten. Mit dem geilen „Under the ‚Sign of the Iron Cross“ verabschiedeten sich God Dethroned nach einer Dreiviertelstunde und nun ging es schnell wieder zur Main Stage, waren da doch Primordial angekündigt…..

Setlist God Dethroned:_

Under a Darkening Sky

Serpent King

Nihilism

(Unknown)

Poison Fog

Soul Capture 1562

(First time played live)

Storm of Steel

Typhoid Mary

Villa Vampiria

Under the Sign of the Iron Cross

Primordial aus Irland betraten um 0:00 die Bühne und eröffneten ihren Set mit dem fetten „No Grave Deep Enough“ in überzeugender Art & Weise. In mystisches Licht getaucht, haute die Irische Vorzeigeband ihren starken Songs aus der P.A. – das Publikum nahm die Kompositionen dankbar an und feierte die Band dementsprechend ab.

Sänger Alan A. Nemtheanga war um ständigen Kontakt mit den Fans bemüht und sehr bewegungsfreudig wie auch der Rest der Band und „Lain With The Wolf“ brachte den höchsten Stimmungspegel während des Einstündigen Sets der Iren. Alles in allem ein Augenschmaus in diesem Sommer zum zweiten mal live erleben zu dürfen und genau wie am Rock Hard Festival ist lediglich das Warpaint von Alan A. Nemtheanga mein einzigster Kritikpunkt an einem ansonsten fehlerfreien Auftritt. Hier sollte sich der Gute wirklich etwas Einfaltsreicheres überlegen denn es ist einfach nur Panne….komisch, dass das bisher noch niemand gemerkt bzw. angesprochen hat….

Setlist Primordial:

No Grave Deep Enough

Gods To The Godless

Lain With The Wolf

As Rome Burns

Bloodied Yet Unbowed

The Coffin Ships

Empire Falls

Nachdem Primordial Gig gingen wir mit einem Bier bewaffnet erneut zur Party Stage – hier waren die Finnen Moonsorrow die nächsten, die man zur späten Stunde bewundern durfte. Wer die Finnen kennt, der weiß, dass sie ihre meist überlangen Songs auch live so genial umsetzen und in das Ohr der Zuhörer katapultieren können, dass es eine wahre Freude ist diese band live zu sehen. Ich denke das Summerbreeze Publikum war sich eben genau dieser Tatsache bewusst – nur so kann ich mir die große Anzahl von Fans erklären – und keiner sollte seinen Weg bereuen…

Moonsorrow zelebrierten ihr Material förmlich in der leider viel zu knapp bemessenen Spielzeit für diese geniale Band.

Insgesamt spielte man 4 Songs (!!). Kein Wunder, bei besagter Länge der Stücke ist das eine beachtliche Anzahl und so wurde der Monnsorrow Auftritt zu einem wahren Fest. Allen Anwesenden hat´s gefallen und Moonsorrow wurden mit viel Applaus gebührend verabschiedet.

Setlist Moonsorrow:

Tähdetön

Kivenkantaja

Aurinko ja Kuu

Kuolleiden Maa

Und das nächste Highlight sollte folgen mit den Black Metallern von Rotting Christ, die ich aber eigentlich nicht unbedingt in diese Schublade stecken möchte, zu eigenständig und vertrackt ist ihr Sound.

Sakis Tolis und seine Kumpanen begannen ihren Set mit dem Titelsong ihres aktuellen Longplayers „Aealo“ und brachten so das Publikum sofort auf ihre Seite. Frontman Sakis war agil wie immer und hielt ständig Kontakt zu den Fans, die die Band gut unterstützten – überhaupt muss man feststellen, dass die Leute auch um diese Zeit noch sehr gut unterwegs waren und die Partystimmung ausgelassen war. Rotting Christ hatten mit „Fire Death and Fear“ und einem meiner persönlichen Favoriten „The Sign of Prime Creation“ eindeutig die Höhepunkte ihrer Top ausgewählten Setliste am Start und auch der Sound war auf einem ansprechenden Level, so dass auch bei den Griechen alles passte.

Leider verzichtete man auf das fast schon übliche Ende der Show, nämlich abzuschließen mit dem legendären „Under the Name of Legion“ auf das ich mich schon gefreut hatte. Man hatte dennoch auch mit „Noctis Era“ einen guten Abschluss eines geilen Gigs und die Zuschauer dankten es Rotting Christ mit viel Applaus. Eindeutig einer der besten Gig des gesamten Festivals !!

Setlist Rotting Christ:

Aealo

Eon Aenaos

Athanati Este

Fire Death and Fear

The Sign of Evil Existence

Transform All Suffering Into Plagues

The Sign of Prime Creation

Phobos‘ Synagogue

dub-sag-ta-ke

Noctis Era

Den Headliner der heutigen Nacht, Burden of Grief haben wir uns dann wegen einsetzender Müdigkeit nicht mehr gegeben um noch etwas Schlaf zu bekommen bevor wir uns morgens früh auf den Heimweg machten.

Fazit: Ein rundum gelungenes Festival, gut organisiert und mit runden 40.000 Fans sehr gut besucht. Die Verantwortlichen haben wieder mal alle Register gezogen um das Festival noch interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten und vor allem bei der Auswahl der Bands darauf geachtet, dass genügend Abwechslung vorhanden ist . Das ist absolut gelungen und man darf gespannt auf 2012 blicken inwieweit sich das Summerbreeze erneut verändern bzw. im gleichen Atemzug verbessern wird.

Dennoch gibt es einen Kritikpunkt, der doch arg ins Gewicht fällt und zwar die Preise für Essen und Trinken, die der Veranstalter durch seine Standmieten natürlich mit zu verantworten hat. Hier ist unbedingt eine zeitnahe Lösung zu finden – denn in Kombination mit dem Kauf eines Festivaltickets ist das nicht unbedingt für jedermann erschwinglich. Es besteht wirklich Handlungsbedarf, so dass jeder das Summerbreeze mit in seinen Eventkalender aufnehmen kann. Deswegen sollten die Verantwortlichen des Festivals vorausschauend auf 2012 einige Änderungen vornehmen um hier ein deutliches Zeichen setzen zu können!!

Sonst gibt’s nur Positives zu vermelden und bis auf einen heftigen Sturm spielte auch das Wetter mit…..

Danke auch an die Festivalbesucher, die ihren Zeltplatz mit den dafür ausgeteilten Mülltüten weitestgehend sauber gehalten haben – eine wirklich super Sache !!

Das Festival hat irre Spaß gemacht – also freuen wir uns alle auf ein tolles Summerbreeze im Sommer 2012 – see you there !!

Bericht:

Hanzi Herrmann / V.U.

Rico Skerra / V.U.

 

Fotos:

 

Markus Horne

Pierre Cheerz

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