Nachbericht und Fotos zum Rock in Concert Festival 2011

Lichtenfels/Weismain…..  Ein Ort, der gerade mal knappe 5000 Einwohner zählt. In diese, idyllischem Ort in Oberfranken fand am Wochenende des 17.  und 18.06.2011 das erste große Metalfestival statt. Das Rock in Concert Festival öffnete schon früh seine Tore. Ein Festival, welches den vergleichbar großen Festivals in Nichts nachstand. Ausreichend Parkplätze nahe dem Festivalgelände sowie ein Campingground unmittelbar am Gelände waren riesige Pluspunkte für die Veranstaltung gewesen.

Ebenfalls großartig war auch das durchaus grandiose Lineup des Festivals. Musikalisch war für jedes Metallerohr etwas dabei. Insgesamt waren verteilt über die zwei Tage circa 10.000 Besucher vor Ort. Vorteilhaft war es ebenfalls, dass es Tagestickets gab. Die Ticketpreise waren durchaus tragbar. Ebenfalls auch die Getränke- und Essenspreise.

Auftakt am Freitag waren 11:00 Uhr Guns of Moropolis, welche leider aufgrund fehlender Backline die Bühne aber nicht entern konnten.

So startete das Festival dann offiziell mit der Band Andy Brings und 9mm – Assi Rock´n´Roll im Anschluß. Leider ohne das Team von V.U., wir waren da noch auf der Anreise.

Unsere erste Band des Tages waren The Bones eine schwedisch Punk ´n´Roll Band, die durchaus eine tolle Songauswahl hatten und es auch schafften, dies dem Publikum nahe zu bringen.

Kurz nach drei betraten D-A-D die Bühne. Die Dänen sind mittlerweile auch schon seit 1980 im Geschäft. 1989 konnte die Band ihren internationalen Durchbruch feiern mit der veröffentlichten LP „No Fuel Left For The Pilgrims“.
Für 2011 ist ein neues Album, sowie eine weitere Deutschland-Tournee angekündigt. Die Musik läßt sich am ehesten in die Hardrock-Schiene einordnen und ließ auch das Publikum nicht unberührt.

Es wurde halb fünf, die Menschenmengen waren eingeheizt, und ein weiteres Highlight stürmte die Bühne: Misfits.
Auch schon lange im Geschäft, zwischendurch mal aufgelöst und dann 1995 wiedervereinigt, wurde das Publikum mit punkigen Tönen bombardiert. Die Texte der Band wurden häufig von Horrorfilmen der 1950er und 1960er beeinflusst.

Danko Jones waren als nächstes an der Reihe. Kanadischer Garage-Blues-Rock, der mal wieder den Musikstil des Festivals umkrempelte. Charakteristisch für ihre Musik sind die abgehackten Powerchord- und Singletoneriffs der Gitarre

Broilers kam nach kurzer Umbaupause als nächster Act. Eine weitere Band aus dem deutschen Raum, deutscher Punk mit Rockabilly-, Soul- und Ska-Elementen, aber durchaus interessant. Bekannt wurde die Band unter anderem durch ihre ständige Präsenz bei kleinen und auch großen Festivals. Die Bühnen von Rock am Ring und Wacken wurden von der Band bereits unsicher gemacht.

Der Umbau der Bühne wurde nun ein bischen umfangreicher. Abgehängt durch einen schwarzen Vorhang ließ sich das geheime Treiben auf der Bühne nur erahnen. Jedem Besucher war an dieser Stelle klar gewesen, dass Alice Cooper wieder einmal eine grandiose Bühnenshow abgeben würde. Und so sollte es auch geschehen… Als der Vorhang fiel stand dem Publikum Alice Cooper auf einer Empore gegenüber. Die Show selbstverständlich wieder sehr aufwendig. Klassiker wie schools out durften natürlich auch in Weismain nicht fehlen und brachten die Menge zu kochen. Leider ist es in der Zwischenzeit etwas kühler geworden, auch den ersten Regenschauer haben wir schon hinter uns. Doch ließ sich das Publikum hiervon nichts anmerken.

Als letzte Band betrat an diesem Tag Motörhead die Bühne. Das Trio um Lemmy Kilmister dürfte jedem bekannt sein. Durchaus schon länger auf den Bühnen unterwegs, als der ein oder andere von uns auf der Welt ist, wurde der Abend mit feinstem Hardrock abgerundet. Eine tolle Songauswahl aus 15 Platten wurden dem Publikum präsentiert. Mit diesem Abschluß des Abends konnte wirklich jeder zufrieden ins Bett oder Zelt fallen.

Samstag, 18.06.2011

Einlaß war am darauffolgenden Samstag bereits um 10:30. Die Reihen vor der Bühne füllten sich aber nur sehr langsam. An Wolfchant lag es, das noch spärliche Publikum zu begeistern. Vielen steckte noch der Vorabend in den Knochen.

Auch Varg hatten es sichtlich nicht einfach gehabt. Trotzdem hatte der ein oder andere doch schon Interesse an ein wenig Pagan-Metal am frühen Mittag.

Suidakra bezeichnet seine Musik als Melodic Death Metal, Folk Metal, und folgte auf Varg. Die Band aus Monheim hatte schon zu dieser Stunde einiges mehr an Publikum im Gepäck und überzeugte durch eine tolle Bühnenshow und druckvollem Sound.

Es wurde ruhiger und auf der Bühne stand nur noch ein Schlagzeug. Jeder, der die Running Order kannte wußte auch genau, dass dieses Lineup nur zu Van Canto gehören konnte. Eine Band, die sich zusammensetzt aus sechs Musikern inklusive Schlagzeug. Die a capella Band um Frontfrau Inga Scharf begeisterten die Menschenmengen mit Coversongs von Metallica, Nightwish und Manowar, aber auch eigenes Material wurde zum Besten gegeben.

Mit Fiddler´s Green wurde es nach härterem Metal nun ein wenig ruhiger. Folk Rock, Folk Punk war nun angesagt. Neben eigenen Stücken der Band werden unter anderem auch irishe Traditionals gespielt. Die Musiker alle mit Leib und Seele ihrem Stil verschrieben.. Für diese Musik darf es natürlich auch nicht an einer Geige fehlen. Eine wirklich Runde Sache, die man auch gerne mal weiterempfehlen kann.

Mittlerweile sind dann wohl auch alle schon aus ihren Zelten gekrochen. Es wurde laut mit Viking Metal aus Finnland. Ensiferum betraten die Bühne und brachten das nun schon mehr als genug aufgeheizte Publikum zum kochen. Eine Stunde Programm wurde geboten, und das in einem Stil, den man von den Finnen gewohnt ist.

Nächster Act des Nachmittags waren die Apokalyptische Reiter gefolgt von Sabaton. Sabaton aus Schweden spielen klassischen Powermetal und haben sichtlich Spaß auf der Bühne. Selbstverständlich durfte auch das „Bier auf Ex“ des Sängers Joakim nicht fehlen. Insgesamt dreimal wurde er aufgefordert, kam dem aber auch nach. Man merkt den Jungs an, dass sie Spaß am Spielen haben. Das Publikum wurde mit in die Show eingebunden. Gesangsparts wurden oft den Fans überlassen. Für mich war diese Band eindeutig das Highlight des Tages gewesen.

Viele haben schon den ganzen Tag sehnsüchtig darauf gewartet, dann war es endlich soweit. Subway to Sally enterten die Bühne und fingen doch glatt mit einem alten Klassiker an, den auch bestimmt jeder mitsingen konnte. Der ersten Reihe wurde an diesem kalten Abend durchaus gut eingeheizt. Subway to Sally sparten nicht an der Pyro-Show und brachten das Programm durchaus überzeugend rüber.

Musikalisch ähnlich ging es dann auch schon mit dem Headliner des Abends weiter: In Extremo, jeder kennt sie, Mittelalter Rock mit den dazugehörigen Instrumenten. So darf neben Gitarre und Schlagzeug auch eine Drehleier nicht fehlen. Weitere Instrumente sind  Sackpfeife (ugs. Dudelsack), Schalmei, Nyckelharpa, Harfe, Cister, Trumscheit, Hackbrett, Tabla, Davul und Klangbaum.
Mit dem Album Sængerkrieg erreichte In Extremo erstmals in der Bandgeschichte Platz Eins der Album-Hitparade. Am 19. Mai 2008 erreichte es in Deutschland Platz 1. Das Album wurde Anfang Juni 2010 zum zweiten Mal mit Gold ausgezeichnet. Das spricht für sich und die musikalische Qualität.

Fazit: ein gelungenes Festival. Wir würden uns freuen, wenn sich mit diesem Festival eine feste Größe etabliert, die in den kommenden Jahren weitergeführt wird. Auch der Veranstalter Bertram Klee war mit der Veranstaltung vollends zufrieden und lobte in einer Pressekonferenz auch das tolle Miteinander. So hatten die Ehrenämtler vom Roten Kreuz bei diesem Festival nicht wirklich viel zu tun. Weitaus mehr zu Schaffen hatten die Damen und Herren hinter der Getränketheke, wo es durchaus auch schonmal ein wenig länger dauerte, bis durstige Kehlen gestillt wurden.

Bericht: Markus Horne / V.U.
Fotos: Markus Horne und Gregor Féng / V.U.
Fotogalerie unter www.visions-underground.com

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