Nachbericht Rock Hard Open Air 10.06.11 – 12.06.11 Amphitheater Gelsenkirchen

Das Rock Hard Open Air ist eines der begehrtesten Festivals in Deutschland und zum wiederholten Male haben Götz Kühnemund & Kollegen auch im Jahr 2011 ein sagenhaftes Billing zusammengestellt. Die logische Konsequenz davon war, dass sich tausende Metalheads in Gelsenkirchen einfanden um in gemütlicher Atmosphäre eine Stimmungsgeladene Party zu feiern – mit geiler Musik, Bier und allem was sonst so zu einem Festivalwochenende dazugehört……

Da war es für das Visions Underground Team unumgänglich, das Wochenende anders zu verplanen und so machten wir uns auf nach Gelsenkirchen und waren sehr gespannt auf den Verlauf des Festivals…..

Freitag 10.06.11:

 

Das Gelände rund um das Amphitheater wurde zur Campingarea umfunktioniert und die meisten Fans nutzen diese Möglichkeit natürlich um direkt am Geschehen zu sein. Die erste Band am Freitag waren Contradiction aus Wuppertal, die das Rock Hard Festival 2011 eröffneten und die doch recht bekannten Thrasher wussten auf ganzer Linie zu überzeugen – wenngleich sie leider nur 35 Minuten Spielzeit zur Verfügung hatten ….

Diese nutzten sie jedoch mit Bravur und konnten mit „Hate Patrol“ und dem Kultsong „TheVoice Of Hatred“ hier auf dem Festival ziemlich viele Fans überzeugen und sorgten gleich zu Beginn für mächtig Bewegung vor der Bühne..

Danach wurde es zum ersten Mal richtig düster auf dem Rock Hard 2011 denn Procession aus Chile warteten mit wuchtigem, melodiösem Doom Metal auf, der von den Fans dankbar angenommen wurde. Pünktlich zu diesen düsteren Darbietungen zogen schwarze Wolken über dem Amphitheater Gelsenkirchen auf und ab Mitte des Sets regnete es wie aus Eimern…..was vor allem die Stimmung der Songs vom neuen Album „Destroyers Of The Faith“ noch mehr untermalte und weitaus bedrohlicher wirken ließ.

Andererseits aber leider viele Fans dazu veranlasste sich ein trockenes Plätzchen zu suchen… Es kübelte weiter wie aus Eimern und obwohl sich kurz vor Ende des Gigs wieder die Sonne zeigte, beendeten Procession einen guten Auftritt dann leider doch vor viel zu wenigen Fans. Der Auftritt der Chilenen hätte wesentlich mehr Publikum verdient gehabt, welches bei Trockenheit auch mit Sicherheit anwesend gewesen wäre !! Sehr geile Doom Kapelle von der anderen Seite der Halbkugel – unbedingt anchecken!!

Postmortem hingegen können mit ihrem, zwar solide dargebotenem Death – Trash Metal nicht so vom Leder ziehen. Bedingt durch die kaum vorhandene Abwechslung des Songmaterials, lassen sich die Fans vor der Bühne nur zu gelegentlichen Beifallsbekundungen hinreißen. Keine schlechte Leistung – aber eben auch nichts was einen vom Hocker gerissen hat….

Weiter ging es mit den Iren Primordial bei denen vor allem Vocalist Alan Averill Nemtheanga auf sich aufmerksam machte. In erster Linie natürlich durch seine gewohnt gute und durchdringende Gesangsleistung – zum anderen jedoch durch sein Corpsepaint, welches er besser Zuhause gelassen hätte, denn es sah einfach nur Panne aus und passte irgendwie nicht 100% zu den Klängen der irischen Band.

Dennoch waren Primoridial sehr überzeugend und reihten einen Klassiker an den nächsten. „“No Grave Is Deep Enough“, „Lain With The Wolf“ oder „Bloodied Yet Unbowed“.konnten die mittlerweile zahlreich vor der Bühne mitgehenden Fans überzeugen und das abschließende „Gods To The Godless“ setzte einen markanten Schlusspunkt unter einen Gig der Iren, wie er besser nicht hätte sein können und so spielte auch dann das Corpsepaint keine wesentliche Rolle mehr..

Die Norweger Enslaved waren die nächsten, die die Rock Hard Fans mit ihrem Viking – Black Metal lastigen Sound beglücken durften und wie man es von ihnen gewohnt war, zogen  Ice Dale und seine Mitstreiter mit ihrer hochanspruchsvollen Musik richtig fett vom Leder. Der Sound war sehr ansprechend, wenn auch an einigen Stellen verbesserungswürdig, aber bei der musikalischen Bandbreite von Enslaved ist es auch sehr schwer live selbst noch die Feinheiten zu 100% hörbar zu machen.

Die Alben „Ruun“ und „Isa“ bildeten die Hauptgrundlage für den teils progressiven Stil der Norweger – nur leider waren die Soundverhältnisse vor allem gegen Ende des Sets nicht die besten, so dass vieles im Soundbrei unterging. Dennoch ein guter ‚Auftritt von Enslaved, der frenetisch bejubelt wurde !!

Trypticon wurde die Ehre zuteil den Freitag als Headliner ausklingen zu lassen und ich war sehr gespannt auf die Band, die ich bereits auf der Finnish Metal Expo zum Beginn diesen Jahres sehen durfte !!

Und es war wie gehabt, die düsteren Songs der Band um Tom G. Warrior kamen mit einer Wucht und Präzision aus der PA. wie es besser hätte nicht sein können und die Songs des Trypticon Debuts sowie selbst die alten Celtic Frost Hymnen versetzten die Fans in Ekstase. So spielten sich Trypticon durch einen nahezu perfekten Gig und beendeten den 1. Tag als verdienter Headliner – was man dem großen Zuspruch, den die Band erntete, deutlich entnehmen konnte.

Samstag 11.06.11:

 

Heute ging es schon sehr früh los und Dreamshade waren die ersten, die auf das Publikum losgelassen wurden. Die Schweizer spielten einen sehr engagierten Auftritt und ungefähr eine  handvoll Fans, die wohl aus dem Freundeskreis stammen,  feierten die Band ziemlich heftig ab. Der Rest des Publikums war da doch eher zurückhaltender denn es war beileibe nicht einfach, sich mit dem Power Metal Sound der Schweizer anzufreunden und vor allem die Vocals waren eindeutig Körperverletzung und ein Angriff auf die Hörmuscheln aller Anwesenden.

In Solitude waren da schon etwas eingängiger und konnten mit ihren Darbietungen überzeugen.

Vor allem Sänger Pelle Ahman war stets darum bemüht, den Kontakt zum Publikum zu halten und er war eindeutig derjenige, auf den sich die Blicke konzentrierten. Der Sound der Jungs aus Schweden ist sehr stark in den 80´n anzusiedeln und das man sich zu seinen Roots bekennt, zeigt das Songmaterial doch mehr als deutlich: Die typischen Iron Maiden Einflüsse aber mit genügend Eigenständigkeit versehen bestimmen die Struktur des Songmaterials und

In Solitude zelebrierten eine fette Performance mit starken Songs von den bisherigen 2 Alben der Band und sorgten erstmals für richtig Stimmung & Bewegung im Publikum.

Danach wurde es nun richtig hart – denn Disbelief aus Hessen standen nun auf der Bühne und hauten ihre fetten Death Metal Riffs mit voller Wucht aus der PA.

Vor der Bühne war nun richtig was los und Fronter „Jagger“ hatte alles im Griff, er agierte wie der Rest der Band hochprofessionell und sorgte dafür, das Disbelief mächtig unterstützt und abgefeiert wurden. Von aktuellen Album „Protected“ wurden ebenso Songs dargeboten wie auch von älteren Scheiben und so zeigten Disbelief wieder mal die ganze Bandbreite ihres Könnens auf beeindruckende Art & Weise. Ganz starker Auftritt der sympathischen Band aus dem Hessenland.

Viele Festivalbesucher standen der nachfolgenden Band Epica skeptisch gegenüber – die einen lieben sie, andere wiederum weniger. Doch Epica konnten sich an diesem Tag nur Freunde machen, spielten sie doch einen sehr professionellen Gig und den Musikern ist allesamt anzumerken, dass sie Spaß an der Sache haben. Frontdame Simone überzeugt mit ihrer beeindruckenden Stimme, die in Abwechslung mit den Growls von Gitarrist Mark Jansen einen guten Kontrast innerhalb der Songs bildet.

Dem Publikum gefällt es was Epica darbieten – nur der Himmel über dem Amphitheater verdunkelt sich immer mehr. Epica lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen – sie liefern eine gute  Show ab und bangen was das Zeug hält und konnten so die Fans überzeugen.

Nun waren Bullet an der Reihe, deren Musik mich persönlich überhaupt nicht angesprochen hat. Ein billiger Abklatsch einer AC/DC Kopie von Gesangesseite her und rein musikalisch bewegt man sich in traditionellen Metal Gefilden, agiert technisch versiert und melodiös. Den meisten hat es wirklich gefallen und zu guter letzt möchte ich ebenfalls Bullet attestieren, dass sie für prächtig Stimmung sorgten und viele Fans auf ihre Seite bringen konnten. Da ich ja meine Objektivität in den Vordergrund stellen möchte und es ja an den Reaktionen des Publikums zu sehen war, dass die Jungs zu begeistern wussten, muss man ganz klar sagen das Bullet neben Disbelief die stärkste Band waren zum bisherigen Zeitpunkt.

Das sollte sich aber ganz schnell ändern, denn nun nahte, woran wahrscheinlich kein Death Metal Fan Fan aus den frühen 90érn mehr geglaubt hatte…. Morgoth is back !!

Das 20 jährige Jubiläum des Meisterwerkes „Cursed“ veranlasste die Moorgötter sich aus diesem Grunde für einige Festivals in diesem Sommer zurückzumelden und es sind beileibe nicht wenige Fans, die sich von der Reunion noch etwas mehr erhoffen – sprich ein neues Album etc. – wie wir erfuhren, als wir im Vorfeld des Morgoth Gigs auf Stimmenfang gingen…..

Nur aber zur Musik: Mit Harald Busse, Mark Grewe und Sebastian Swart standen 3 Original Member aus „Cursed“ Zeiten auf den Bühnenbrettern, die alte Klassiker wie „Body Count“ oder das obergeile „Exit To Temptation“ durch die PA jagten als wäre das Release erst gestern gewesen…. Zugegebenermaßen war der Sound leider nicht der Beste – aber die Hauptmerkmale im Sound von Morgoth, nämlich Mark Grewe´s unverkennbares Organ und die fetten Gitarrenwände waren bestens zu hören und sorgten für mächtig Stimmung im Publikum !! Selbst uraltes, geiles Material wie „Pits Of Utumno“ wurde gespielt und versetzte viele Fans wieder back to the Roots !!

Ein Hammer Auftritt von Morgoth mit einer Top Songauswahl und einer guten Performance, welche Lust auf mehr macht !! Hoffentlich bleiben uns die Moorgötter noch ein paar Jahre erhalten – drauf haben es die Jungs allemal, noch die ein oder andere Killer Scheibe auf den Markt zu schmeißen……

Das nächste Highlight folgte unmittelbar denn nun standen Amorphis in den Startlöchern und betraten die Bühne im Amphitheater Gelsenkirchen. Die Finnen starteten furios in ihren Set mit „Battle For Light“, dem Opener des neuen Albums „The Beginning Of Times“ und sie hatten auch im Laufe der nächsten Stunde immer ein goldenes Händchen, was die Songauswahl anging.

Mit „Smoke“, „Sky is Mine“ oder „Silver Bride“ trafen Amorphis stets den Geschmack des Publikums und vor allem der sehr agile Frontman Tomi Joutsen stand im Mittelpunkt des Geschehens – er bangte was das Zeug hielt und er überzeugte mit seiner Stimme auf ganzer Linie. Die Finnen haben sich im Laufe der Zeit nach Tomi´s Einstieg zu einer regelrechten Live Kapelle gemausert. Alle ‚Achtung. Etwas Lustiges gab es noch: Abgesehen von der geilen Performance der Nordmänner hatten viele im Publikum auch richtigen Spaß mit dem Mikro von Tomi Joutsen – das teil sieht aus wie ein Föhn und hat gleich 3 (!!) Griffe…. Ein echter Hingucker….

Die Finnen waren bisher mit Abstand die beste Band am heutigen Tage und hatten sogar den starken Auftritt von Morgoth getoppt, was gewiss nicht einfach war – Respekt !!! Mit „House Of Sleep“ beendeten Amorphis einen viel umjubelten Auftritt und hoffentlich sehen wir die Finnen nächstes Jahr hier an gleicher Stätte wieder…..

Als Headliner fungierten heute Iced Earth, die nach einer kurzen Umbaupause die Bühnenbretter enterten und gleich mit ultrapräzisen Riffs und extrem tighten Spiel loslegten. So brachte man das Publikum schnell auf seine Seite – vor allem Matt Barlow zelebrierte seiner Gesangeskunst in nahezu vollendeter Form und der Rest der Truppe war neben dem sauberen Spiel noch sehr bewegungsfreudig, was von Fans lautstark honoriert wurde.

Mittlerweile fing es wieder an zu regnen doch nun war das Amphitheater trotzdem fast bis auf den letzten Platz besetzt – den Fans war es egal !!

Iced Earth hatten eine Setlist vom Allerfeinsten und so war wirklich jeder Song ein Kracher….

Einen bitteren Beigeschmack gab es dennoch, denn die Tatsache, dass Matt Barlow nur noch einige wenige Auftritte mit Iced Earth spielen wird, um sich nach seinem Reunion Einstieg 2008 nun wieder zurückzuziehen, stieß so manchem Fan schon sauer auf wenn man sah, welch begnadeter Sänger hier den Amerikanern verloren geht. Trotzdem genossen alle den 1,5 Std. langen Auftritt und verabschiedeten die Band lauthals und auch Iced Earth konnten gegenüber den Vorgängern am heutigen Tage noch mal einen obendrauf legen und waren somit ein verdienter Headliner.

Sonntag 12. Juni:

Im Vorfeld des Sonntages müssen wir mit Schrecken feststellen, dass neben einer vollen Speicherkarte, sich der Akku unserer Kamera verabschiedete, der wohl bei den Regengüssen am Vortag etwas abbekommen hatte.

Somit gibt’s leider vom Sonntag keine Pics, was wir zu entschuldigen bitten. Wenigstens war das Wetter heute perfekt – es war kein Regen gemeldet und es sollte bis zum Ende dieses Tages auch trocken bleiben.

Die erste Band waren Vanderbuyst, die mir bisher völlig unbekannt waren und von denen ich, wie viele andere auch, wirklich positiv überrascht wurde. Vanderbuyst zelebrierten ihre Ureigene Form aus dem Metal / Hardrock der 80er Jahre und rockten ohne Ende. Die Besucherzahl war für diese frühe Uhrzeit sehr hoch und die Fans sprangen auf den Zug auf, denen die Mannen um Sänger Jochem Jonkman ins Rollen brachten und zusammen feierte man eine tierische Party. Zur Unterstützung gab es zur Mitte des Sets noch 2 hübsch im 80er Jahre Stil gekleideten Blondinen, die richtig coole Tanzeinlagen boten und so für noch mehr Stimmung auf der Bühne sorgten.

Ein Hammer Auftakt des 3. Festivaltages mit dem so nicht unbedingt zu rechen war.

Die gute Stimmung, die Vanderbuyst entfachten, machten daraufhin Enforcer in beeindruckender Art & Weise innerhalb kürzester Zeit wieder zunichte. Die Schweden klingen ja auf Konserve wie aus einem Guss, jedoch sind sie live dazu nicht in der Lage dies umzusetzen und ihre Spielfreude auf das Publikum zu übertragen. Vor allem Frontnase Olof Wikstrand konnte in keiner Weise überzeugen und setzte mit seiner Stimme nur wenige Akzente. Alles in Allem gab die Band sich Mühe, aber das alleine reicht eben nicht aus um die Fans live zu überzeugen.

Die Stimmung war also wieder bei Null angelangt, als Atlantean Kodex die Bühne betraten.

Und die Jungs hatten es auch wirklich nicht einfach mit ihrem düsteren Sound die Menge zu begeistern, schafften es jedoch innerhalb kürzester Zeit Emotionen zu wecken und die Fans auf ihre Seite zu ziehen. Natürlich merkte man der Band ihre Nervosität etwas an – immerhin stand man hier auf dem Rock Hard Open Air erstmals auf einer großen Bühne und vor einem Hammer Publikum und das da die Abläufe für die Musiker doch etwas ungewohnt sind, ist vollkommen normal.

Atlentean Kodex zeigten sich davon aber weitestgehend unbeeindruckt und spielten bis auf einige wenige Unsicherheiten einen guten Gig, was auch von den Fans honoriert und die Band mit entsprechendem Applaus bedacht wurde. Man darf auf die Entwicklung von Atlantean Kodex gespannt sein…..

Metal Inquisitor waren nun an der Reihe und die sympathische Kapelle aus Koblenz polarisiert mit ihrem klassischen typischen Metal auf ganzer Linie. Fronter El Rojo hat das Publikum fest im Griff und ist sehr beweglich und agil auf den Bühnenbrettern unterwegs. Die Mucke der jungen Koblenzer band lädt förmlich zum Abgehen ein und so beenden Metal Inquisitor einen guten Gig bei dem sie das spielerische Element und die Stimmung bis zum letzten gespielten Ton auf einem hohen Niveau halten konnten.

Anacrusis waren die nächsten, die sich dem Publikum auf dem Rock Hard Open Air präsentierten und das auf ihre ganz eigenwillige Art & Weise. Die progressiven Soundelemente der amerikanischen Band sind Bestandteil eines absolut eigenständigen Sounds und fernab von irgendwelchen Klischees innerhalb der Metal Szene. Vom letzten

Output der Band „Screams And Whispers“ gab es einen Großteil der Songauswahl zu hören und Anacrusis sind auf jeden Fall mit zu den Highlights zu zählen. Sehr geiler Auftritt !!   

Nun war es an der Zeit für Vicious Rumors loszulegen und die Band ließ sich das nicht zweimal sagen und nutze die kurze Umbaupause sogar dazu etwas früher die Stage zu betreten und den Fans so einen Song mehr bieten zu können. Eine sehr aufmerksame Geste der US Powermetaller, die sich durch Klassiker wie Digital Dictator“ und  „Soldiers Of The Night“ spielten und natürlich vom neuen Album „Razorback Killers“ einige Songs auf der Setliste stehen hatten.

Rein musikalisch gesehen gab es also das volle Programm und die Performance war ebenfalls vom Besten. Was gab es also zu meckern ? Gar nichts – Vicious Rumors spielten einen guten Gig und wurden dafür von den Fans mit viel Applaus belohnt.

Auf Overkill waren viele Fans gespannt und die boten eine wahrlich große Show: Von der ersten Sekunde an hatte Frontman Blitz die Meute im Griff und vor der Bühne entstand ein fetter Moshpit, der bis zum letzten gespielten Ton anhalten sollte. Neben den Songs vom aktuellen Album „Ironbound“ gab es für die Maniacs natürlich das volle Brett und immer wieder streute man alte Klassiker ein und brachte so die Fans zum Abkacken. Völlig untypisch für Overkill Verhältnisse, wurde sogar die Midtempo Nummer „Skullcrusher“ ausgegraben und in famoser Art & Weise dargeboten.

Overkill – ganz klar das bisherige Highlight  am Sonntag und es war nur schwer darüber zu philosophieren, wer diesen Auftritt noch toppen sollte – sehr guter Gig von Blitz & Co.

Nachdem der Karaoke – Wettbewerb ein Griff ins Klo war und kaum jemand dem Ganzen ein Fünkchen Aufmerksamkeit schenkte, war es nun Down vorbehalten das Rock Hard Open Air 2011 als Headliner ausklingen zu lassen.

Die Band erschien mir persönlich nicht gerade die richtige Wahl zu sein um hier als Headliner zu fungieren und viele im weiten rund sahen das wohl genauso und waren schon auf dem Heimweg als Phil Anselmo mit seinen Gefährten die Bühnenbretter betrat.

Die Songs kommen äußerst druckvoll aus der PA und vorwiegend konzentriert man sich auf die ersten beiden Alben, was ein wenig schade ist denn Down haben sicherlich fettere Songs im Gepäck die sie hier hätten präsentieren können.

Phil Anselmo labert ziemlich viel Müll in den  Songpausen und so spielen Down ihren Set dann zwar professionell aber doch lustlos herunter, was natürlich die Stimmung trübt denn von einem Headliner erwartet man sich dann doch etwas mehr.

Fazit: Ein rundum gelungenes Festival bei dem eigentlich nur das Wetter nicht so ganz mitspielte. Bands wie die Doomster Procession und das Comeback der Deather Morgoth haben überrascht und richtig gut getan. Amorphis haben ihre Klasse ebenfalls unter Beweis gestellt und eine solide Show abgeliefert.

Enttäuschungen andererseits waren die im Vorfeld hoch gelobten Enforcer, die den Ansprüchen überhaupt nicht gerecht wurden und leider zum Abschluss Down, die zwar solide waren, aber doch mit einer anderen Setlist hätten aufwarten können und so ihr Können deutlich mehr unter Beweis gestellt hätten.

Trotzdem war es richtig geil und wir freuen uns auf das rock Hard Festival 2012 !!!

Bericht: Hanzi Herrmann / V.U.
Fotos: Markus Horne/ V.U.

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2 Kommentare zu “Nachbericht Rock Hard Open Air 10.06.11 – 12.06.11 Amphitheater Gelsenkirchen

  1. Bin durch Zufall auf die Seite geraten und hab mir den Bericht mal durchgelesen, auch wenn er schon vom letzten Jahr ist. An sich ganz gut geschrieben, ABER: wenn man von Primordial keine Ahnung hat und das Anliegen der Band nicht versteht, sollte man einfach mal sich die Texte durchlesen, auf Konzerten genau zuhören (auch die Zwischenansagen) und sich mit Alan mal unterhalten und vor allem solche billigen Kommentare (Zitat: „es sah einfach nur Panne aus“) unterlassen!!!
    Das CorpsePainting passt sehr wohl zur blutigen und dunklen Geschichte Irlands, die ja hauptsächlich von Primordial thematisiert wird. Auch zu den anderen Songs passt es perfekt. Da kann ich es absolut nicht verstehen, daß man solche Kommentare veröffentlichen muß, auch wenn es nur die Meinung des Autors wiedergibt. Man kann seine Meinung aber auch weniger beleidigend einer so genialen Band gegenüber aüßern oder, wenn man das nicht kann, es ganz bleiben lassen.

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