Livebericht zum diesjährigem Metalfest 2011 – Mining am Inn (Austria)

Livebericht zum diesjährigem Metalfest 2011 – Mining am Inn (Austria) – Michael Mai

Aufgrund kurzfristigem Ausfall in unserem Team haben wir es mit VU leider nicht zum diesjährigem Metalfest nach Österreich geschafft. Trotzdem sind wir froh, dass wir an dieser Stelle einen Bericht unserer Partnerseite www.moshpit-pictures.de präsentieren können.

Freitag

Die ersten Riffs des diesjährigen Metalfest’s gab es schon um 10 Uhr in der Früh auf der 2nd Stage zu hören. Mit FADENKREUZ war es natürlich eine österreichische Band, der die Ehre gebührte, das Festival zu eröffnen. Es war also Death-Metal angesagt, als die Jungs mit „Mörder“ die Bühne stürmten. Erstaunlicher Weise war es schon recht gut besucht und mit einer Showeinlage der besonderen Art wurde das frühe Aufstehen belohnt. Beim letzten Lied „Imperator“ nahm Sänger „Alex Gindu“ die Konstruktion des Zeltes mal ein wenig genauer unter die Lupe und kurze Zeit später war er grölend unter dem Zeltdach wiederzufinden. Und ja, für alle die jetzt ein kleines Déjà-vu haben, die Bühne wurde wieder mittig hinter dem nervenden Pfeiler platziert…. Ein Grund schnell zur Mainstage zu wechseln und zu hoffen, dass der dort wütende FLAMMENSTURM das Gelände ein wenig abtrocknet. Die Kärntener hatten ihr 2010 erschienenes Debüt-Album „Die Feuer sind entfacht“ mit im Gepäck und legten nach dem Intro mit „Wolfsgedanken“ sofort los. Zwar waren die Gitarren anfangs etwas zu leise, aber dank schnell reagierender Technik, konnten sie ihr Set ordentlich runter spielen und bestimmt ein paar Fans dazugewinnen. Da am Ende aber noch ein paar Minuten über waren, verlor man keine Zeit mit langen Reden, sondern spielte mit „Heldenfall“ lieber noch einen Song mehr. Anschließend ging das Mikrofon dann an die zierliche Frontfrau „Ines“ von RISING DREAM weiter. Klein, zierlich und unschuldig? Eigentlich keine außergewöhnlichen Merkmale für eine Frau, aber in Verbindung mit einer Power/Death-Metal-Band lassen sich da durchaus einige Parallelen ziehen. Und so kam es wie es kommen musste. Sie griff zum Mikro und schmetterte den Fans ihre Vocals von „Gunshot Melodies“ regelrecht um die Ohren, sodass manch einer erst Mal baff war. Schade nur, dass das aktuelle Album „Failed Apocalypse“ noch mit altem Sänger aufgenommen wurde und man somit nur Live in diesen Genuss kommt.Eigentlich standen nun BORN OF OSIRIS auf dem Programm, doch da diese im Verkehr steckengeblieben waren, schafften die Jungs von DARKFALL den Sprung auf die Mainstage. Zwar war es vor der Bühne mittlerweile etwas leerer geworden, aber davon ließen sich die Jungs aus Graz nicht beirren und zogen ihr Ding durch.Es war voll geworden vor der Monster Energie Mainstage. Die Hannoveraner Fun-Metal-Band EXCREMENTORY GRINDFUCKERS sorgte schon beim Soundcheck für etwas Geschmunzel, als Sänger/Keyboarder „Him“ meinte: „Gott sei Dank haben die Doofen vor der Bühne kein Mikro!“Doch gerade solche Sprüche, zogen die Fans in Scharen an. „Wer will Grindfuckers“ hallte es von der Bühne und das gesamte Publikum ging von der ersten Sekunde an mit. Eine herausragende Performance gelang ihnen dann mit dem Cover von „Vater Morgana“, einem Klassiker und ein MUSS für jeden Auftritt. Mit „The Final Grinddown“ wurde dann das Ende der rund 40 minütigen Party verkündet. Mit TANKARD standen nun knapp 30 Jahre Bandgeschichte auf der Bühne. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Name der Trash-Metaller „Bierkrug“. Aufgrund des übermäßigen Auftauchens von Alkohol in ihren Shows, entwickelten die Vier Frankfurter ihr eigenes Genre – Alcoholic Metal. Nach der Frage: „Habt ihr Lust auf ein bisschen old school Trash Metal.“, bekam ihn das Publikum mit „The Morning after“ auch gleich präsentiert. Zwischendurch gab’s eine kleine Showeinlage von Bassist „Frank“, der den Fotograben und die Nähe zu den Fans wohl interessanter fand. Diese Bevor sie aber mit „Slipping from Reality“ zum nächsten Song kamen, suchte Sänger „Andreas „Gerre“ Geremia“ witziger Weise erst mal seinen Bassisten, der immer noch am Herumstreuen war. Nach rund einer dreiviertel Stunde Alcoholic Metal war der Gig dann mit „Rules for Fools“ zu Ende. „Ringelpietz mit Anfassen“ hieß es als NEAERA am Nachmittag die Mainstage erklommen. Kurze Zeit später rief man zum allgemeinen Crowdsurfen auf und auch der erste Moshpit des Festivals ließ nicht lange auf sich warten. Doch leider nahm die gute Stimmung bei dem plötzlich einsetzenden Regen sehr stark ab. Die Ansage – „We are SUICIDIAL fucking ANGELS“ – hörten wohl nur noch die wenigsten. Viele waren nur noch damit beschäftigt sich ins Trockene zu retten und so gaben die Griechen am Ende eine Audienz vor einer Hand voll Leuten. Bei EQUILIBRIUM sah es knapp eine Stunde später auch nicht viel besser aus, zumindest was das Wetter betrifft. Regensicher verpackt, zog es etliche mit ihren Met-Hörnern vor die Bühne, um bei Songs wie „Blut im Auge“ oder „Heimwärts“ die Schädel kreisen zu lassen. Bei den Pagan-Metallern aus Bayern gab es im vergangenen Jahr einige Neuigkeiten. Zum einen die überraschende Trennung von Sänger „Helge Stang“ und Drummer „Manuel Di Camillo“, zum anderen natürlich die Veröffentlichung ihres 3. Studioalbums „Rekreatur“. Das gesangliche Erbe übernahm Vrankenhorde-Sänger „Robert „Robse“ Dahn“ und den freien Platz hinter den Drums füllte „Tuval „Hati“ Refaeli“. Viel Neues, aber trotzdem bleibt alles irgendwie beim Alten. Die Stimmung war super und zu „Unbesiegt“, was die Fans intensiv gefordert hatten, wurde gesprungen was das Zeug hält. Weitergereicht wurde das Mikro dann an „Tomi Joutsen“ von AMORPHIS. „Battle for Light“ war der erste Song, den man dem Publikum präsentierte. Beim Thema Genre, ist es etwas schwer die Finnen einzuordnen. Spielten sie anfänglich noch Death-Metal, den sie später mit Progressive-Elementen weiterentwickelten, gab es auch eine Zeit, wo man sich vollständig vom selbigen abwandte. Erst seit einigen Jahren erhielt der Growlgesang wieder Einzug in die Alben, was sie mit „My Enemy“ unter Beweis stellten. Damit Neigte sich der erste Abend dann so langsam auch dem Ende zu. Mit KATAKLYSM nahm dann eine weitere Death-Metal-Band die Bühne auseinander. Die aus Kanada stammende Band, gehört heutzutage mit zu den erfolgreichsten in ihrem Genre. Besonderes Merkmal sind die von ihren selbst als „Nothern Hyperblast“ bezeichneten schnellen Drumparts. Also eine Herausforderung für die Nackenmuskulatur, Stimmbänder und restliche Körperteile, denn mit Headbangen, Growls und Moshpit ließen die Fans ihrer Stimmung freien Lauf. Gegen 22:00 Uhr war es dann endlich soweit. SABATON waren aus Schweden angereist, um den Tag mit einer erstklassigen Show zu beenden. Spätestens als Sänger „Joakim Brodén“ nach „Stalingrad“ zu einer Dose Bier griff, war die Stimmung schon fast an ihrem Höhepunkt. „Auf Ex! Auf Ex!“ ertönte es aus den vorderen Reihen. Mit einem Grinsen im Gesicht setzte er an und schnell war die Dose geleert. In diesem Augenblick war ihm wohl noch nicht bewusst, was die Aktion im Publikum auslöste. Denn fortan schrie man nach jedem Lied: „Noch ein Bier! Noch ein Bier!“ Aber neben dem Saufgelage stand ja eigentlich die Musik im Vordergrund. Bei „Aces in Exile“ vom aktuellen Album „Coat of Arms“ heizte man den Fans mit einer Feuershow so richtig ein und einem wurde erstmals bewusst, wie voll es doch geworden war. Einen Song nach dem Anderen bekam man um die Ohren geschlagen und nicht nur die Menge war sichtlich begeistert. Immer wieder bedankte sich die Band für den grandiosen Empfang und dann war die Show nach knapp einer Stunde auch leider schon wieder vorbei. Angesichts der nass-kalten Witterungsverhältnisse zog es wohl viele direkt nach der Show ins Zelt, wo SECRETS OF THE MOON und WATAIN noch bis kurz vor 1 Uhr ab rockten.

Samstag

Nach einer verregneten und kalten Nacht, brauchten einige am Samstag wohl etwas länger um wieder auf die Beine zu kommen. So begann auch für mich der Samstag mit FOUR IN A CAGE auf der 2nd Stage. Die noch recht junge Wiener Band hat es im Laufe ihres mittlerweile 6 Jährigen Bestehens geschafft, einen eigenen Stil zu kreieren. Man bediente sich an Elementen des Death/Trash-Metals, vermischte es mit Metalcore und taufte es letztendlich dann Trashcore. Höhepunkt ihrer Karriere war wohl der Gewinn des Metalchamp 2011 in der Szene Wien vor knapp einem Monat. Viel los war um diese Uhrzeit leider noch nicht, aber für das erste Festival der Vier definitiv ein gelungener Auftritt. Bereits im Vorfeld war auf der Homepage zu lesen, dass die Jungs von MILKING THE GOATMASCHINE Wolf und Heidi suchten, um das Publikum von der Bühne aus anzuheizen. Dies war wohl unter Anderem der Grund, wieso der Auftritt so gut besucht war. Mit Ziegenmasken bewaffnet wurden sie von mähenden Scharen empfangen und mit „Goat Thrower“ ging es dann auch gleich los. „Ding Dong Motherfucker Ding Dong !“ hallte es von der Bühne runter zu den mittlerweile klatsch nassen Fans, womit die Deathgrind-Party weiter fortschritt. Das einzige was etwas schade war, aus noch ungeklärten Umständen ließen sich weder Heidi noch ein Wolf während der gesamten Show blicken. Aber ach ohne dieses Schmankerl kam die Show, trotz massiven Niederschlags, bei den Fans sehr gut an. Lustig war auch die mit einem Fan crowdsurfende Mülltonne, die die Security während des Auftritts entgegen nehmen musste. Anders als ihr Name es verlauten ließ, war es während des Auftritts der Epic-Doom-Metal-Band WHILE HEAVEN WEPT sogar mal trocken und man konnte ein paar blaue Flecken am Himmel ausmachen. Allerdings leerte sich der Bereich vor der Stage recht schnell, sodass nur ein paar Fans den Klängen der Amerikaner lauschten. Nachdem er bereits im letzten Jahr hier auf der Bühne stand, kehrte „Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill“ wieder zurück aufs Metalfest. Diesmal als Frontmann seiner irischen Pagan-Metal-Band PRIMORDIAL. Mit „Gods of the Godless“ stürmten die Begründer des Celtic Metals auf die Bühne – und was soll man sagen – nach knapp 34 Jahren gehören sie zu den Uhrgesteinen und wissen wie man sich richtig in Szene setzt. „No remorse, no regret!“ ertönte es immer und immer wieder aus den Boxen und mit „Empire Falls“ war die Ära Primordials dann auch viel zu früh beendet. Als nächstes gehörte die Bühne dem Power-Metal-Trio von RAGE. „Strings to a Web“, ihr aktuelles 20. Studioalbum, hatten sie natürlich mitgebracht und gewährten mit „Hunter and Prey“ einen kleinen Einblick in selbiges. Es wurde voll und voller und da durften Klassiker wie „Straight to Hell“ und „Back in Mind“ natürlich nicht fehlen. 27 Jahre Rage – 27 Jahre Metal aus Herne – Hut ab und weiter so „Peavy“ ! Mit „Higher than the Sky“, inklusive Gitarrensolo zum Gesang der Fans, neigte sich die Show dann dem Ende. Nun wurde es düster auf der Bühne und der sowieso schon schwarze Himmel machte den Gesamteindruck nahezu perfekt. Während „Heaven Torn Asunder“ nahm Sänger „Dani Filth“ den Platz hinter seinem, aus schwarzen Knochen bestehenden, Mikrofonständer ein. Finster ging es weiter mit „Honey and Sulphur“ gefolgt vom etwas älteren „Her Ghost in the Fog“. Eigentlich ist es bei jeder Band schade, wenn das Ende immer näher rückt, doch diese Show machte da eine Ausnahme. Nein, das sollte jetzt auf gar keinen Fall negativ klingen, doch von Lied zu Lied wurde es dunkler und Lichtshow kam erst richtig zur Geltung. „The Principle of Evil Made Flesh“ und „From the Cradle to Enlave“, ebenfalls zwei ältere Stücke, gab es zum Abschluss bevor es mit den Wikingern von AMON AMARTH zum Höhepunkt des zweiten Metalfest-Tages kam. Die Sonne war untergegangen, die Wolken haben sich etwas gelichtet und man konnte sogar ein paar Sterne am Himmel erkennen. Mit dem Opener „War Of The Gods“ von ihrer Ende März erschienenen Scheibe „Surtur Rising“ legten sie in allbekannter Death-Metal Manier los. Viele hatten für die ausverkauften Shows diesen Monat keine Tickets mehr ergattern können, so war die Masse an Fans wohl abzusehen. Belohnt wurden sie gleich mit „Destroyer Of The Universe“, einer von insgesamt drei neuen Songs, die es galt auf Live-Tauglichkeit zu prüfen – Test auf jeden Fall bestanden! Aber auch bei alt eingesessenen Werken stiegen alle voll mit ein. Da wurde der Refrain von „Guardians Of Asgaard“ lautstark mitgegröhlt oder bei „Death In Fire“ die Köpfe kreisen gelassen. Mit summa summarum drei Songs als Zugabe, der letzte davon „Pursuit Of Viking“, ging der zweite Tag in Mining dem Ende entgegen. Zumindest aus musikalischer Sicht, denn die „Aftershow-Party“ dauerte wie so oft bis in die Morgenstunden an.

Setlist:
01. War Of The Gods
02. With Oden On Our Side
03. Destroyer Of The Universe
04. Masters Of War
05. Live For The Kill
06. Slaves Of Fear
07. Guardians Of Asgaard
08. Varygias Of Miklagaard
09. Death In Fire
Zugaben:
10. Twilight Of The Thunder
11. Runes To My Memory
12. Pursuit Of Vikings

Sonntag:

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und so wurde Mining am letzten Tag dann doch noch von der Sonne besucht. Das morgendliche Ritual hatte mittlerweile auch schon Tradition – Duschen, Steaks und Metal! Allerdings musste dieser ein wenig warten, was jetzt nicht heißt man hätte musikalisch nichts geboten bekommen. Denn als ganz besonderes Highlight war wie im vergangenen Jahr die TRACHTENMUSIKKAPELLE MINING erschienen, um die Menschen allen Altersgruppen mit ihrer Musik zu erfreuen. Es ist immer wieder ein Erlebnis, die ach so bösen Metaller in einer Polonaise oder schunkelnd vor der Bühne anzutreffen. Nachdem die Schunkelrunde ausgeklungen war, ging man mit Moshpit und Wall of Death wieder zur Normalität über. Nach diesem musikalischem „Schmankerl“, war es nun aber wieder an der Zeit für Metal, besser gesagt Epic-War-Metal. ARAFEL waren mit Sack und Pack nach Österreich gereist um ihr aktuelles Album „For Battles Once Fought“ vorzustellen. Zwar musste sich die Band, nach der musikalischen Höchstleistung ihrer Vorgänger, mit etwas lichteren Reihen zufrieden gehen, aber Sänger „Helge“ wusste damit umzugehen und schmetterte uns „Death Of Archiac World“ um die Ohren. Gefolgt von „The Last Fire Breath“, welches durch anfängliches knistern und sausen des Windes eine gewisse Lagerfeuer Atmosphäre verbreitete. Da der Song komplett instrumental gehalten war, sah man wie Helge von der Bühne Richtung VIP-Bereich rannte, um kurze Zeit später mit einem kühlen Blonden zurückzukehren. Nachdem der Durst gelöscht war, gab man noch einmal alles, bevor das heidnische Volk in Mining das Wort zum Sontag zu hören bekam. Mit Heavy-Metal straight from HELL ging es weiter. Bleich geschminkt und mit einer erstklassigen Bühnenshow trat die britische Legende vors Publikum. Bereits 1982 gegründet, löste man sich nach dem tragischen Selbstmord des damaligen Sängers „Dave Halliday“ bereits 5 Jahre später wieder auf. Doch knapp 30 Jahre nach der Gründung, schloss man sich erneut zusammen und präsentierte via Nuclear Blast das Debütalbum „Human Remains“. Auf den ersten Blick sahen die Jungs aus, als wären sie an Ostern erst von den Toten auferstanden und vor allem das Auftreten von Sänger „David Bower“ war phänomenal. Von Anfang an war die Show sehr biblisch angehaucht, was durch das Tragen einer Dornenkrone und später durch eine Mönchskutte verdeutlicht wurde. Wie allerdings die SM-Peitsche dort hineinpasst, ist mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht diente sie als Meinungsverstärker, um uns allen die Beichte abzunehmen. Mit den Worte: „We are HELL and now you are HELL too.“ verließ man nach einer großartigen Show die Bühne. Diese Performance nun zu toppen, sollte recht schwer sein. Die erste Band, die es versuchte, waren die Salzburger Death-Metaller von BELPHEGOR. Blutüberströmt begrüßten sie mit „Österreich, ihr blöden Ficker“ ihre Fans und begannen ihr neues Album „Blood Magick Necromace“ auszupacken. Besonders einfallsreich war die Bühnengestaltung, wenn sie auch mit der Zeit etwas zu müffeln anfing. Die Rede ist von ein paar schlachtfrischen Tiergebeinen, die am Bühnenrand an zwei Ständern vor sich hin baumelten. Ansonsten bekam man das übliche geboten. Harte Klänge, vermischt mit Growls und der üblichen Zelebrierung von Moshpit und Wall of Death. Aufgrund von zeitlichen Verschiebungen, musste ich den Jungs aber nun leider den Rücken kehren, denn auf der 2nd Stage spielte nun die Dutch-Hard-Rock-Band VANDERBUYST. Mit engen Hosen und weißen Sneakern zogen zu Jungs im 80er Jahre Style zu „To Last Forever“ auf die Bühne. Inspiriert von Bands wie Deep Purple oder Van Halen, rockten sei zusammen mit Jung und Alt das Zelt. Das Besondere an den sympathischen Holländern sind ihre einprägsamen Melodien und die Texte, die jeder nach kurzer Zeit mitsingen kann. Auf der Mainstage gaben sich die Größen der Metal-Szene nun Schlag auf Schlag die Ehre. Den Anfang machten die Gelsenkirchener Uhrgesteine von SODOM. Die Trash-Metaller rund um Sänger „Tom Angelripper“, gehören neben Kreator inzwischen zu den erfolgreichsten in der deutschen Metal-Szene. Mit „In War and Pieces“, gleichzeitig auch der Titel ihres aktuellen Albums, fegten sie über das Gelände. Klassiker wie „Outbreak of Evil“ und „The Saw is the Law“ durften natürlich auch nicht fehlen und sorgten, die gesamte Show über, für flächendeckendes Headbangen unter den Fans. Weiter ging es mit den Vorreitern der New Wave of British Heavy Metal SAXON. Im Jahre 1976 von Sänger „Peter „Biff“ Byford“ und Gitarrist „Paul Quinn“ gegründet, können sie auf sage und schreibe 35 Jahre Bandgeschichte zurückblicken. NEVER TOO OLD TO ROCK heißt es so schön und das sah man ihnen auch an, als sie mit „Hammer of the Gods“ anfingen Österreich zu rocken. Es war voll geworden, denn niemand wollte sich die im Vorfeld schon hochgehandelte Show entgehen lassen. Es wurden mit „Heavy Metal Thunder“ und „Denim & Leather“ Songs gespielt, wo ein Großteil der Anwesenden Fans, noch nicht einmal geboren war. Bereits auf Tour haben die Jungs die ein oder andere Halle zum Beben gebracht und auch in Mining dürften die Seismographen ausgeschlagen sein. Eine Stunde good old Heavy Metal lieferten die Briten ab, bevor sie die Bühne dem heutigen und letzten Headliner des Metalfest’s 2011 in Mining am Inn überließen. Doch Angela und Mannen von ARCH ENEMY ließen ihre Fans knapp 20 Minuten warten, bevor das „Khaos Overture Intro“ ertönte. Doch dann schmetterten sie einen Song nach dem Anderen raus. Energiegeladen wie nie zuvor brüllte sich das zierliche Wesen in die Herzen der Fans und ließ manch anderen Sänger alt aussehen. Mit „Dead Eyes See No Future“ ging es weiter und wie immer war man über die sich prügelnde Menge, äußerst erfreut. Die alten Prügelsongs waren bei den Fans sehr willkommen, doch wollte man eigentlich eine Release-Show ihres aktuellen Albums „Khaos Legions“ spielen. Neben dem Intro, wurden 3 weitere Songs des neuen Silberlings performed. Unter Anderem „Under Black Flags We March“, zu dem das schreiende Energiebündel mit einer einer riesigen Flagge über die Bühne hüpfte. Da aber bekanntlich alles irgendwann mal ein Ende finden muss, gab’s mit „Blood On Your Hands“ und „Nemesis“ noch zwei Hochkaräter präsentiert. Womit wir dann am ende des Metalfest’s angekommen wären. Erwähnen sollte man vielleicht noch den grandiosen, zeitgleichen Auftritt von EISREGEN auf der 2nd Stage. Trotz erstklassigem Headliner verschlug es viele ins Zelt, um auf die morbiden Texte der Thüringer total abzugehen.

Setlist:
01. Khaos Overture Intro
02. Yesterday Is Dead And Gone
03. Revolution Begins
04. Ravenous
05. My Apocalypse
06. Bloodstained Cross
07. Dead Eyes See No Future
08. I Am Legend / Out For Blood
09. Under Black Flags We March
Zugabe:
10. No Gods No Masters
11. Blood On Your Hands
12. We Will Rise
13. Nemesis

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