Review Ohrenfeindt – Schwarz auf Weiss, veröffentlicht am 15.4.2011

Ohrenfeindt – Schwarz auf Weiss, veröffentlicht am 15.4.2011 (Phoenix Records Ug (Soulfood))

Die St.Pauli Kultrocker bringen wieder eine Scheibe unter die Leute. Am 24.2. konnte ich die Jungs hierzu interviewen (http://www.visions-underground.com) und die ersten Songs live hören. Und nun hatte ich die komplette Scheibe pünktlich zum Veröffentlichungsdatum in meinen Händen.

Hier ein paar Nachträge zum Interview:

Auf dem eigentlichen Album ist kein Song mit dem angekündigten prominenten Gastsänger enthalten. Den gibt’s mit Michael Robert Rhein (Das letzte Einhorn) von In Extremo beim Song „Wenn die Sonne untergeht“ auf der Maxi, die auch in der Fanbox enthalten ist. Am besten gelungen ist hierbei die Duett-Version des Songs: Chris und Michael ergänzen sich großartig!

Den thematischen Schwerpunkt mit „Motorräder und Frauen“ zu beschreiben ist zwar bei Ohrenfeindt grundsätzlich immer richtig, jedoch bietet die Scheibe doch deutlich mehr.

Außergewöhnliches bietet die Platte wirklich, für mich besonders Song 6 „Valerie“ und sie hatten recht: das Ganze ist abwechslungsreich und rund. Jedoch alles 100% Ohrenfeindt, d.h. allerfeinsten Rock der einen mitreißt: rau, derb, energievoll, straight und immer wieder voll auf die Zwölf.

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1 – ‚N Job in der Bank

Klassischer AC/DC Style, rau mit tollem treibendem Rhythmus, dazu die Reibeisenstimme von Chris Laut – so muss Ohrenfeindt klingen. Einzig über die Lösung des Problems im Inhalt des Textes werden wohl einige Banker den Kopf schütteln – in diesem Fall wohl nicht zum bangen! Alle anderen ist es dies egal, der Song ist ein Kracher und die Textzeile „ich brauch’n Job in der Bank“ lässt sich Live bestens mitgrölen.

8,5 von 10 Punkten

2 – St. Pauli du rockst

Ähnlich wie der Opener, nicht ganz so treibend, dafür mit guten Texten. Der Song geht mit vollem Tempo los und hat gegen Ende ein geiles Gitarren-Solo. Weiter so!

8 von 10 Punkten

3 – Alles auf Rot

Prima Blues-Rock-Titel, der natürlich ne Nummer langsamer abgeht, trotzdem voller Power.

Klasse die Wechsel zwischen ruhigeren und heftigen Passagen.

7,5 von 10 Punkten

4 – Motor-Mädchen

Toller Midtempo-Song der ein enormes Spannungsfeld erzeugt und in einem genialen Gittarensolo endet. Vielleicht liegts auch an dem Inhalt des Texts, ich liebe den Song.

9 von 10 Punkten

5 – Schwarz auf Weiss

Der Song beginnt mit einem faszinierenden Riff von Dennis Henning, welches sich klassisch durch den gesamten Song zieht. Später kommen dann die ersten genial dazu passenden gebrüllten Vocals von Chris dazu. Das Drumming von Flash Ostrock treibend, prägnant und auf dem Punkt. Den Songs sollten sich mal die Jungs von AC/DC anhören, da müssen sie sich gehörig anstrengen um dies zu toppen. Moment, das geht ja gar nicht, es gibt die Höchstnote von mir!

10 von 10 Punkten

6 – Heul den Mond an

Midtempo-Song mit kräftig Power die sich ständig bis zum Showdown steigert und bei dem Chris alles gibt. Sein Mond anheulen ist jedoch Geschmackssache, die ganze Nacht brauch ich das nicht. 😉 Im Song belässt er es auf ein paar Sekunden, gut so, dadurch bleibts bei ner Empfehlung für mein Radio.

7,5 von 10 Punkten

7 – So viele Fragen

So viele Fragen klingt nach klassischem AC/DC Blues-Rock: Rauh, erdig, toller Rhythmus mit fettem Gitarrensolo. Zum Text: ja wem geht’s nicht so, besonders Männer leiden unter diesen Fragen.

8 von 10 Punkten

8 – Wenn die Sonne untergeht

Eine Ohrenfeindt-Ballade. Tja so was geht, indem Chris besonders viel Power in seine Schreie legt. Trotzdem finde ich die anderen Songs besser

6,5 von 10 Punkten

9 – Valerie

Ein für Ohrenfeindt ungewöhnlich poppiges Teil, aber mir gefällt es richtig gut. Der Text des Songs mit dem goldenen Schuss ist auch sehr gut gemacht.

9 von 10 Punkten

10 – Zu jung, zu schnell

Hier wird ne Schippe an Geschwindigkeit draufgeschmissen und es geht’s mit klassischem Rock’N’Roll weiter. Manchem vielleicht zu klassisch, anderen kann es nicht klassisch genug sein. Schwierig zu bewerten.

7 von 10 Punkten

11 – Sie hat ihr Herz an St. Pauli verloren

Von wem kenn ich das bloss, klar einiges klingt nach AC/DC, aber das wars nicht, …Honky Tonk Woman? Egal, auf jeden Fall eine geile Blues-Rock Nummer.

8 von 10 Punkten

12 – Wart auf dich

Zum Abschluss noch eine „Ballade“, richtig geiler Song für eine Ohrenfeindt-Ballade. Chris zum Teil mit ganz neuen Stimmlagen, ein Song der von der Spannung lebt.

7,5 von 10 Punkten

Gesamtbewertung: 8,5 von 10 Punkten

Etwas höher als der Durchschnitt der Einzelbewertungen, ganz einfach weil die Titel zusammen genommen ein tolles Album ergeben.

Papa-Mike

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