CD-Review – Within Temptation „The Unvorgiving“

Lang, lang ist es her, seit das letzte Album der Erfolgsrocker Within Temptation aus den Niederlanden erschienen ist. Die Band hat sich mit ihrem ersten Konzeptalbum zurückgemeldet. Der Titel des Albums „The Unvorgiving“ basiert auf einem Comic, dies wird auch schon auf dem Coverartwork sehr schön gezeigt.
Schon im Vorfeld, haben Sharon und Robert immer wieder erwähnt, dass es soundtechnische Änderungen geben wird und sich alle überraschen lassen sollen. Doch im Allgemeinen ist das Album sehr gut gemischt mit Neuem und Altem, sodass auch alte Hardcorefans ihren Gefallen an dem Album finden.
Zu Beginn mit dem kurzen Intro „Why Not Me“ merkt man, dass Within Temptation ihren Grundwurzeln des harten Sounds treu geblieben sind. Dieses Intro ist ein wunderbarer Übergang zum sehr düster klingenden Song „Shot in The Dark“. Das musikalische Arragement wurde perfekt auf die Stimme von Sharon abgestimmt.
Beim sehr flotten Song „In The Middle Of The Night“ beginnt es sehr WT-typisch, mit einem Gitarrensolo gefolgt von Streichern. Im Mittelteil des Songs kann man schönen Akkorden lauschen mit denen gespielt wurde. Der Song ist so flott, dass er sehr zum Springen und Bangen animiert, aber trotzdem sehr harmonisch bleibt.
„Faster“ beginnt wieder sehr WT-typisch mit einem Gitarren Medly. Sehr rasch setzt das Keyboard und Schlagzeug ein. Das Tempo des Songs zeigt sehr schön die Richtung in der die Band auch in alten Zeiten unterwegs war. Zu diesem Song wurde auf der Erste Kurzfilm mit dem Titel „Mother Maiden“ gestaltet. In diesem Kurzfilm werden die Hauptcharaktere der Geschichte vorgestellt. http://www.youtube.com/watch?v=qGdzgcDllYE&feature=player_embedded
„Faster“ hat Ohrwurmqualität, daher hört man ihn auch bei RLT in der Filmwerbung.
Bei „Fire and Ice“ kommt eine Miniballade mit nur 3:58 Minuten zu Einsatz. Der Song ist sehr ruhig gehalten und das Keyboard von Martijn steht im Vordergrund und wird durch Streicher ergänzt. Im Mittelteil setzen die Drumms ein, der Song baut sich langsam zu einem tollen Höhepunkt auf. Dieser Song lädt einfach zum Träumen ein, so bezaubernd wie er sich anhört.
„Iron“ ist ein symphonic Klassiker auf diesem Album, welcher sehr rockig gehalten wurde. Die Riffs sind sehr powerfull und die Solos einfach herrlich aufeinander abgestimmt. Sharon zeigt mit ihrer Stimme wieder einmal was in ihr steckt. Dieser Song sprüht nur so von Energie.
Mit Rock vom feinsten, der auf einer langsamen Stufe gespielt wird, könnte man zum Song „Where Is The Edge“ sagen. Es ist eine wunderschöne episch opulente Nummer, welche durch symphonischem Bombast und majestätischen Chören verfeinert wurde.
Das sehr melodische „Sinéad“ erinnert sehr an die 80ziger Jahre durch die klassischen Synthie-Effekte. Der Song soll eine Hommage an die Pop-Künstlerin Sinead O’Connor sein. Er ist einer der wirklich untypischen WT Songs und ist sicherlich besser in diversen Dancefloors aufgehoben, da er sehr poppig ist. Der zweite Kurzfilm ist diesem Song gewidmet.

„Lost“ beginnt sehr ruhig mit der Akustikgitarre von Ruud. Langsam setzten die Streicher im Hintergrund dazu und der Song beginnt sich stimmlich aufzubauen, bis die restlichen Instrumente der Band dazu stoßen. Der Song ist sehr gefühlsbetont und erinnert von Charakter an „Somewhere“, wer weiß eventuell kommt zu diesem Song einmal ein Duett Sharon mit XXX?!?
Ein kurzes düsteres Geigenintro bei „Murder“ baut eine Spannung auf. Hier überrascht sehr der psychedelisch anmutende Gesang von Sharon, dadurch klingt die Nummer sehr düster. Wenn man der Melodie lauscht und auf den Text hört, ist es eine sehr traurige Nummer. Der Song verzichtet auf den üblichen Bombast und klingt dennoch immer sehr verspielt und rockig.
Episch geht es mit „A Demon’s Fate“ als vorletzte Nummer weiter. Spätestens bei diesem Song kann man die härteren Seiten der Band sehr gut erkennen. Mit heavy Drums, motivierenden Gesangsvariationen und einer sehr gute Gesamtmelodie beginnen die Strophen. Im Refrain selbst ist der der Hauch von Gothic zu erkennen. Im Großen und Ganzen bleiben WT ihren alten Sounds treu, jedoch „A Demon’s Fate“ beweist, dass sie sich sehr gut auf neuen unbekannten musikalischen Schienen bewegen können.
Der krönende Abschluss auf dem Album ist „Stairway To The Skies“. Dieser sehr gefühlsbetonte und doch epische Song im alten WT-Style ist ruhig und düster, dennoch sehr kraftvoll und stimmig.

FAZIT:
Mit dem Album „The Unforgiving“ haben Within Temptation eine teilweise neue Richtung eingeschlagen, sind jedoch ihrer Linie treu geblieben. Die Band hat sich sehr vom Bombast aus alten Zeiten gelöst und setzt neue Maßstäbe. Sharon spielt ihre große stimmliche Bandbreite sehr gut aus, dadurch wird jeder Song wieder etwas Einzigartiges.
Die Songs vermitteln Stärke und eine unheimlich intensive Atmosphäre. Für ein Konzeptalbum, welches durch ein Comic führt sind die Songs sehr abwechslungsreich und spannend gestaltet. Es weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Dank der wieder härteren Schiene, welche Within Temptation eingeschlagen haben, ist es einfach wunderbar dem Album zu lauschen. Es ist eine sehr gute mitreißende Mischung aus Rock und Metal geworden. Das Warten der letzten vier Jahre hat sich auf jeden Fall gelohnt.


Artist: Within Temptation
Album: The Unforgiving
Medium: CD Stil: Symphonic (Gothic) Rock/Metal
Label: Dragnet / Sony Music
Spieldauer: 53:47
Erschienen: 25.03.2011

Tracklist:
01. Why Not Me
02. Shot In The Dark
03. In The Middle Of The Night
04. Faster
05. Fire And Ice
06. Iron
07. Where Is The Edge
08. Sinéad
09. Lost
10. Murder
11. A Demon’s Fate
12. Stairway To The Skies
Wertung: 10/10

Verfasser: Claudia Hochegger

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