Live Review: SUFFERAGE und GOREZONE Astrastube Hamburg

Eine gepflegte Underground-Dröhnung boten die beiden Death- /Grind Kapellen Gorezone und Sufferage am 19.3. in der kleinen aber feinen Astrastube in Hamburg.

Locker geht es zu an diesem Samstagabend im Herzen der Hansestadt. Beide Bands haben diesen Konzerttermin humorvoll mit „Wir haben keinen Bock weit zu fahren Tour 2011“ betitelt und so geht man das Ganze ruhig an. Zum festgesetzten Termin um 21.00 Uhr haben sich bereits genügend Leute eingefunden den kleinen Club ausreichend zu füllen. Aber man begnügt sich erstmal mit ein paar Hopfenkaltschalen und unterhält sich in gemütlicher Runde. Eine Schreiberin eines anderen mir unbekannten Magazins beschwert sich zwar über den schleppenden Fortgang des Events, aber ansonsten sind alle bestens gelaunt und Sufferage Drummer Ole entert als erster die Mini-Bühne. Und so startet     man in ein Set vollgestopft mit sattem, groovenden Death/Grind. Die Ansagen von Sänger Sebastian sind sympathisch und immer für einen Lacher gut. Vor allem als er erzählt, dass ihm beim folgenden Song beim letzten Mal das Mikro abgeschaltet wurde und er den Song diesmal durchziehen möchte. Losgelegt, eine Minute keine Probleme, Peng, Mikro aus.  Das ist schon fast Realsatire, wird aber gekonnt überspielt und den Rest des Programms gibt’s problemfrei vorgetragene Hammersongs mit ordentlich Groove. Überhaupt hat die inzwischen üppig angewachsene Schar von Moshpitsüchtigen sichtlich Spass an den tight aufspielenden Jungs. Kaum zu glauben was auf den drei Metern zwischen Tür und Bühne abgeht. Headbanging und moshen galore. Sogar einen engagierten Stagediver(!) kriegt            man geboten. SUFFERAGE    machen also von der ersten bis zur letzten Minute alles richtig und punkten mit sympathischem Auftreten und vor

allem griffigen, gut in die Nackenwirbel gehenden Songs. Die Jungs sind auf jeden Fall jeder Zeit einen Konzertbesuch wert.

Wer die etwas grobere Keule braucht ist im Anschluss mit GOREZONE voll und ganz gut beraten. Von der ersten Minute an brettern die Kerle los wie Sau. Etwas weniger Groove, dafür entschieden mehr heilloses Blast-Geballer setzen beim Publikum nochmal ordentlich Kraftreserven frei. Inzwischen ist die Astrasube gerammelt voll und es wird nahezu unmöglich sich noch in normaler Weise zu bewegen, geschweige denn ein Getränk festzuhalten. Gorezone geben ohne Unterbrechung alles, Sänger Karsten beschränkt sich auf kurze Ansagen, Drummer Niels arbeitet permanent auf Hochtouren und die Gitarre/Bass Fraktion lässt die Matten zu derben Riffs kreisen. Was soll man da noch sagen? So mut dat sein.

Fazit? Ganz klar, solche Events sind purer Underground und machen keinen  Deut weniger Spass als seine Faves auf großen Bühnen zu sehen. Der rege Zulauf und die Leistung der Bands belegt dies. Ich für meinen Teil freue mich schon darauf, dass die Metal Fortress wieder ihre Tore öffnet und die freundliche Crew der Astrastube zum gepflegten moshen bittet.

Daniel Schürer / V.U.

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