Live Review FME Helsinki 18.02-19.02.2011

Das mittlerweile 7. finnische Metal Meeting fand vom 17. – 19.02.2011 im verschneiten, doch arg frostigen Helsinki statt und lockte wieder weit über 3.500 Besucher in die Cable Factory. Die Stände der unzähligen, bedeutenden Metal-Labels, Bands oder Merchandising-Firmen sorgten neben den Live Acts für ein buntes Rahmenprogramm, welches jedes Metallerherz höher schlagen ließ.
Grund genug für das Visions Underground Team sich ins Flugzeug zu setzen und den Weg in das von Schnee überzogene Helsinki anzutreten …

Do. 17.02.2011:

Die offizielle Warm–up Party zur FME 2011, der Industry Day, fand im Virgin Oil Club im Zentrum von Helsinki statt, und den Schweden Avatar gebührte die Ehre, ihren Set in der anfangs noch spärlich gefüllten Location vor ca. 12 Fotografen(!!) zu eröffnen. Die Band zeigte sich unbeeindruckt und agierte relativ professionell, wohl verbunden mit der Hoffnung, dass sich dies mit zunehmender Dauer ihres Sets noch ändern würde …


Doch auch im weiteren Verlauf des Gigs passierte nicht mehr viel, und die Schweden wurden vom nun langsam zunehmenden Publikum lediglich mit geringem Applaus bedacht. Spielerisch war die Band darum bemüht, ihren Power Metal–lastigen Sound gut zu präsentieren, doch die Gitarrenfraktion ließ jegliche Harmonie in ihrem Zusammenspiel vermissen, und der Sänger probierte von Song zu Song verschiedene Gesangsstile aus und fand somit überhaupt keine klare Linie. Das Publikum dankte es den Schweden mit Ignoranz, und so schnell werden wir Avatar in Finnland wohl nicht wieder sehen!!

Als zweiter Act des Abends enterten die Lokalmatadoren Verenpisara die Bühnenbretter, und sie konnten mit ihren überaus atmosphärischen und melancholisch anmutenden Songs die Zuschauer schnell überzeugen. Verenpisara sind in Finnland ja längst keine Unbekannten mehr, haben sie doch mit Tomi Koivusaari und Santeri Kallio von Amorphis zwei bekannte und talentierte Musiker in ihren Reihen, die hier als Gitarrenduo fungieren und ihre Sache verdammt gut machten.

Vor allem die Leads von Tomi Koivusaari verliehen dem Songmaterial von Verenpisara sehr großen Wiedererkennungswert und hinterließen rundum zufriedene Zuschauer – ein sehr guter Auftritt der sympathischen Band.
Was als besonderer Punkt erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass Verenpisara am heutigen Abend ihren ersten Gig seit sechs Jahren absolvierten und ihre Leistung daher noch höher einzustufen ist – Respekt!!

Als Headliner standen nun Before The Dawn auf dem Programm, und die Mannen um Fronter Tuomas Saukkonen hatten vom ersten gespielten Ton an das Publikum im Griff und überzeugten mit ihrem brachialen Sound auf ganzer Linie. Vor der Bühne war es jetzt brechend voll und die Band wurde bedingungslos unterstützt.


Vor allem Gitarrist Juho Rähiä sorgte für mächtig Bewegung auf der Bühne und bangte, was das Zeug hielt, während sich Tuomas Saukkonen und Bassist Lars Eikind in gewohnter Manier die Vocals teilten und so ausnahmslos jeden Song zu einem echten Highlight machten.

Vor allem vom neuen Output der Jungs „Deathstar Rising“ wurden viele Songs gespielt und in Perfektion aus der P.A. gehauen. Aber auch von den alten Scheiben hatte man genügend Songs im Gepäck, und das obergeile „Black Dawn“ funzte auch hier im Virgin Oil – so gut wie immer und überall.
Nach etwas über einer Stunde Spielzeit und zwei Zugaben war Schluss, und die FME hatte ein würdiges Warm-up bekommen. Wir gingen am darauf folgenden Tag mit großer Vorfreude in die Cable Factory zum eigentlichen Event.

HELSINKI METAL MEETING 2011

Fr. 18.02.2011:

Deathchain waren der Opener am ersten Tag der FME und zeigten den doch bereits zahlreich erschienenen Fans schon zu diesem frühen Zeitpunkt, warum auch in Zukunft mit ihnen zu rechnen sein wird:


Mit mächtig Druck wurde eine Death/Thrash-Metal Walze nach der anderen aus der PA. gehauen, und die beiden Gitarristen überzeugten durch technisch einwandfreies Zusammenspiel. Gitarrist Corpse kennen ja bereits viele aus seiner Zeit bei Demilich, und auch hier bei Deathchain kommt sein Gitarrenspiel genauso beeindruckend rüber. Ein Hammer, diese fetten Riffs, welche Sänger K.J. Khaos mit seinen prägnanten Vocals gekonnt abrundete und immer um regen Kontakt mit den Fans bemüht war … Geiler Auftritt von Deathchain und das gleich zu Beginn. Das machte Lust auf mehr.

Zeroscape waren die nächsten, die auf die Bretter geschickt wurden. Die Formation aus Kanada, die zur Eingewöhnung auf den heutigen Gig schon einige Tage zuvor in Finnland unterwegs war, zeigte sich von ihrer besten Seite und präsentierte ihren Mix aus Reggae, Metal und Rock auf eine harmonische Art und Weise, mit der sie auf jeden Fall neue Fans dazu gewonnen haben dürfte. Eine klasse Band, die man sich unbedingt einmal ansehen sollte.

Leider hatten die Kanadier nur eine halbe Stunde zur Verfügung, um ihre facettenreich strukturierten Songs vorzustellen, aber sie machten das Beste daraus, und auch vor der Bühne gingen die Fans zu den Kompositionen von Zeroscape munter mit – ein überraschend guter Auftritt der vierköpfigen kanadischen Band!!

Weiter ging es mit Dreamshade aus der Schweiz, die den Fans sehr abwechslungsreichen und spielerisch hochwertigen Death Metal mit einer sehr geilen Performance darboten. Vor allem die Vocals kamen mit einer solchen Wucht aus den Boxen, dass einem Hören und Sehen verging.

Das Songmaterial der Schweizer erinnert ein wenig an die Schweden von Dark Tranquility – um hier einen groben Vergleich heranzuziehen – aber selbstverständlich besitzen Dreamshade genügend Eigenständigkeit, und das demonstrierten sie am heutigen Abend eindrucksvoll!! Vor der Bühne ging es über die gesamte Spieldauer richtig ab, was die Stimmung bis fast zum Siedepunkt gebracht hatte!! Die bisher beste Band des Tages – ganz eindeutig und mit Abstand!!

Zu einem relativ frühen Zeitpunkt gab es schon einen richtig guten Auftritt, und Mygrain waren die nächsten, die sich daran messen mussten. Die in Finnland beheimateten Jungs sorgten für richtig Stimmung im Publikum, und auch auf der Bühne wussten sie gekonnt zu überzeugen.

Neben dem makellosem Spiel untereinander gingen die Jungs noch richtig ab und gaben über die gesamte Dauer ihres Sets volle 100%.
Den Fans hat´s jedenfalls gefallen – vor der Stage war richtig was los, und die Musiker hatten auch eine Menge Spaß, aber an Dreamshade kamen sie spielerisch nicht ganz heran, obwohl die Stimmung hier weitaus besser war. Aber das lag wohl eindeutig am Heimvorteil!!

For The Imperium waren nun an der Reihe. Die Finnen kamen zunächst etwas schwer in Gang und hatten Probleme, die Fans in den Griff zu bekommen. Im Laufe des Gigs jedoch zogen sie das Publikum immer mehr auf ihre Seite.

Ich persönlich finde, dass sich die Band trotz der Mühe, die sie sich zweifelsohne gegeben hatte, noch gewaltig steigern muss, um die Fans über die gesamte Dauer einer Show begeistern zu können. Bewegungsfreude war bei der Performance der Finnen nur gelegentlich vorhanden – sonst wirkte man mitunter doch arg gehemmt. Alles in allem dennoch ein ordentlicher Auftritt mit Potential nach vorne.

Danach wurde es düster in der Cable Factory, denn nun waren Tryptikon am Start, die ihren tonnenschweren Doom Metal auf der Stage in unnachahmlicher Weise zelebrierten. Ex-Celtic Frost Hüne Tom Gabriel Warrior zog im düsteren und atmosphärischen Halbdunkel der Stage die Zuschauer in seinen Bann, und der Rest der Band stand ihm in nichts nach.

Es war schon mehr als beeindruckend, mit welchem Druck und dynamischer Präzision die langsamen, schweren Riffs aus der PA krochen und den Weg in die Gehörgänge der Fans fanden. Die Halle war sehr gut gefüllt, und wirklich niemand konnte sich den Kompositionen von Tryptikon entziehen. Sehr, sehr geiler Auftritt, von dem nicht nur wir beeindruckt waren.

In eine ganze andere Schiene lenkten die nachfolgenden Symfonia ihre Melodien und Songs. Die neben Timo Tolkki aus vielen Metal-Persönlichkeiten zusammengewürfelte Band spielte ihre Power Metal Songs sauber und technisch einwandfrei herunter.

Vor allem Vocalist Andre Matos setzte mit seiner sauberen und durchdringenden Stimme sehr gute Akzente, wenn auch hier Anlehnungen zu Michael Kiske nur schwer zu verleugnen waren.
Den Fans war es egal. Sie feierten Symfonia bedingungslos ab, und die Crowd in den ersten Reihen sorgte für mächtig Stimmung. Guter Gig eines eingespielten Teams!!

Nun war für die Schweden Sabaton die Zeit gekommen, die nun zum Abschluss des ersten Tages der FME die Bühne als würdiger Headliner betraten und vorher schon lauthals von der Menge gefordert wurden. Unterstützt von frenetischen Anfeuerungsrufen, lief die Band zur Höchstform auf, und Highlights, wie das überaus eingängige „White Death“ oder „Attero Dominatus“ wurden vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Sänger Joakim Brodén war sehr agil und in ständigem Kontakt mit den Fans. Sein gesangliches Niveau übertraf auch an diesem Abend wieder einmal alles und ist ein belebendes Element im Sound und in der Show der stets beweglichen Schweden. Eher selten schafft es eine Band hier in Helsinki für soviel Stimmung und Begeisterung zu sorgen, wie Sabaton, die dies mit ihren schon fast hymnenartigen Kompositionen tun – einfach einzigartig.
Das überaus melodische „Cliffs of Gallipoli“ bildete einen weiteren Höhepunkt des anderthalb Stunden dauernden Sets der Schweden und forderte den Fans noch einmal alles ab, bevor sich Sabaton gebürtig verabschiedeten und die Maniacs bei -25° auf den Nachhauseweg entließen.
Somit endete der erste Tag der FME, und man konnte als kurzes Fazit festhalten, dass Veranstalter und Fans zur Halbzeit mehr als zufrieden waren.

Sa. 19.02.2011:

Turmion Kätilöt fungierten als Opener des zweiten Tages, und zu unserer Überraschung versammelten sich schon um 15:30 viele Fans vor der Stage, um die Finnen zu erleben. Die Fans gingen zu den Songs der Band richtig ab, und die Band zeigte sich professionell, wie man es von ihnen gewohnt ist.

Von Anfang an gaben die Jungs Vollgas, und es gab keinen, der bei den Beats der Finnen ungerührt stehen bleiben konnte – die Fans feierten ihre Helden ausgelassen, und nach einer Stunde Spielzeit wurden Turmion Kätilöt mit viel Applaus verabschiedet. Schade nur, dass ihr Auftritt so früh angesetzt war, denn – trotz des recht ansehnlichen Billings – waren Turmion Kätilöt einer der durchschlagendsten Bands auf der FME 2011. Sehr guter Auftritt der sympathischen Finnen!!

Die nachfolgende Band waren Corroded aus Schweden, die das Publikum sofort auf ihre Seite bringen konnten. Die Band um Frontman Jens Westin zelebrierte ihre melodischen und eingängigen Songs in Perfektion und wurde dementsprechend mit viel Applaus bedacht.

Wie bei jeden Auftritt der Schweden, durfte das melancholische „Bleed“ gegen Ende des Sets natürlich nicht fehlen, und so hinterließen Corroded einen bleibenden Eindruck in der finnischen Hauptstadt und haben ihren Status als aufstrebende Band mehr als untermauert. Sehr guter schwedischer Act, von dem man in naher Zukunft sicherlich noch einiges hören wird!!

Mein persönliches Highlight sollte nun folgen, und ich versuche, so neutral wie möglich von dem kurzen Auftritt der erst seit knapp zwei Jahren bestehenden finnschen Gothic Kapelle The Man-Eating Tree zu berichten:
Die aus Oulu stammende Formation hat mitVesa Ranta (Ex-Sentenced) und Janne Markus (Ex-Poisonblack), sowie dem äußerst charismatischen Frontman Tuomas Tuominen einige Top Musiker der finnschen Metal-Szene in ihren Reihen, und dass daraus ein vollwertiges, musikalisches Hörerlebnis entstehen würde, stellte das im Herbst 2010 erschienene Album „Vine“ eindrucksvoll unter Beweis!!


Live konnten The Man-Eating Tree am heutigen Tag ebenfalls überzeugen, und ihre unter die Haut gehenden Songs wurden vom Publikum dankbar angenommen. Fronter Tuomas war um ständigen Kontakt mit den Fans bemüht, und Klassiker wie „Instead Of Sand And Stone“, „Out Of The Wind“ oder das düstere „Of Birth For Passing“ sorgten für reichlich Begeisterung im Publikum, und auch der bisher unveröffentlichte Song „Vultures“ kam beim finnischen Publikum sehr gut an. Im Vorfeld kursierte das Gerücht, dass sich Sänger Tuomas eine doch etwas heftigere Erkältung zugezogen hatte – davon ließ er ich aber nichts anmerken und zog den Set sehr professionell durch!!

Im übrigen hatten The Man-Eating Tree einen nahezu perfekten Sound, der die viel zu kurze Spielzeit von einer halben Stunde wenigstens etwas aufwiegen konnte. Keine Ahnung, was sich der Veranstalter hierbei gedacht hat, TMET mit einer solch kurzen Spielzeit zu versehen. Unglaublich – nicht nur ich war deswegen enttäuscht.
Mit dem etwas schnelleren und druckvolleren „Amended“ endete ein kurzer aber guter Gig der talentierten Gruppe aus dem Norden Finnlands!! Thumbs up!!

Im Anschluss standen die Finnish Metal Awards auf dem Programm, welche am Ende folgende Ergebnisse aufwiesen:

Finnish metal awards 2010 winners:

Bands of the year:
1) Stam1na
2) Mokoma
3) Before The Dawn

Records of the year:
1) Viimeinen Atlantis – Stam1na
2) Sydänjuuret – Mokoma
3) Routa – Black Sun Aeon

Cover arts of the year:
1) Sydänjuuret – Mokoma
2) Viimeinen Atlantis – Stam1na
3) Routa – Black Sun Aeon

Musicians of the year:
1) Tuomas Saukkonen (Before The Dawn)
2) Pekka Olkkonen (Stam1na)
3) Alexi Laiho (Children Of Bodom)

Vocalists of the year:
1) Antti Hyyrynen (Stam1na)
2) Marko Annala (Mokoma)
3) Tomi Joutsen (Amorphis)

Newcomer of the year:
1) Barren Earth
2) Pressure Points
3) The Man-Eating Tree

Demo bands of the year:
1) Frosttide
2) Bob Malmström
3) Disease Of The Nation

Nach einer kurzen Pause waren Battle Beast die nächsten, die auf das Publikum losgelassen wurden … Die in Helsinki ansässige Kapelle erlangte durch den Wettbewerb W:O:A Metal Battle 2010 in Finnland einen gewissen Bekanntheitsgrad und absolvierte daraufhin ihren ersten Auslandsauftritt auf dem Kult-Festival im Norden Deutschlands.


Battle Beast präsentierten sich recht professionell mit traditionellem Heavy Metal-Sound, rasanten und aggressiven Riffs in Old School-Manier. Auch die Sängerin überraschte mit ihrer hohen und – für Frauen untypischen – Power Metal-Stimme. Die Fans zollten der Band mit einer ausgelassenen Party Respekt, und so konnten Battle Beast diesen Gig als Erfolg verbuchen.

Es folgte mit Kvelertak nun eine norwegische Band, die sich aber nicht, wie die meisten ihrer Landsleute, dem Death oder Black Metal widmen, sondern neben einigen Einflüssen aus dem Schwarz Bereich eher Sludge oder auch Punk Rock-Parts mit leichtem Pop-Einschlag (‘Sjøhyenar (Havets Herrer)’) am Start haben. Mit ihrem einprägsamen, melodischen, Metal-beinflussten Punk Rock zogen Kvelertak erfolgreich ihre Runden und setzten ein Zeichen.

Das haben sie nicht zuletzt ihrer rabiaten Live-Show zu danken, die mit Leichtigkeit ihre Fans auf Hochtouren brachte. So herrschte eine einzige große Party, die von der Bühne bis in den letzten Winkel der Halle reichte. Unbekümmert ließ Sänger Erlend die Hüllen fallen und stürzte sich mit nacktem Oberkörper in die Menge. Die Zuschauer tobten exzessiv bis zum letzten Ton. Fans in Europa dürfen sich im April und Mai 2011 auf Kvelertak freuen.

Accept waren der Headliner des zweiten Tages, und hier war der Stimmungspegel mit am höchsten, was die Gesamtlänge des Accept-gigs anbetraf.
Die Band um den “neuen” Sänger Mark Tornillo agierte sehr spielfreudig und professionell. Tatsächlich kann man das Songmaterial der aktuellen Scheibe „Blood of the Nations“ mit zum Besten zählen, was bisher in der langen Bandhistorie über den Ladentisch gegangen ist. Gerade das kraftvolle „Teutonic Terror“ zog die Fans total mit und brachte die Stimmung zum Überkochen.


Weitere Highlights wie „Starlight“ oder „Princess Of The Dawn“ unterstrichen den Status, den die Band in der Szene genießt, nämlich eine absolute Live-Band mit außergewöhnlichen spielerischen Fähigkeiten zu sein. Das Gitarrenduo Wolf Hoffman und Herman Frank präsentierte sich spielerisch versiert auf einem technisch hohen Level und war neben dem exzellenten Gesang von Mark Tornillo das Hauptaugenmerk der Show von Accept.
Die Musiker waren ständig in Bewegung und hielten die Stimmung über den kompletten Gig auf einem ansprechend hohen Niveau, was ihnen von den Fans mit grandiosem Applaus gedankt wurde. Unterstützt wurden Accept von einer genialen Lightshow – die Bühne präsentierte sich von Song zu Song unter verschiedensten Bedingungen und stellte einen guten Kontrast zum musikalisch dargebotenen dar.
Nach anderthalb Stunden beendeten Accept ihren grandiosen Auftritt unter nicht enden wollendem Beifall und waren ein perfekter Headliner zum Abschluss der FME 2011!!

Für alle ganz Harten, die nun noch immer nicht genug hatten, wurden die schwedischen Doomsters von Ghost auf die Bühne beordert!!
Ghost fungierten als klassischer Rausschmeißer, denn nach dem energiegeladenen Auftritt von Accept war für diesen Abend nicht mehr viel zu erwarten. Dennoch blieben einige Besucher in der Fabrik und waren auf die schwedischen Doom-Metaller sehr gespannt. Bereits als sie die Bühne betraten, konnte man in den Zuschauerreihen rätselnde Gesichter sehen.

Die Musiker waren allesamt in schwarzen Mönchskutten erschienen, und ihre Gesichter waren zudem vermummt. Noch größere Verwunderung erntete allerdings der Sänger, der sich mit einem Papst-Kostüm in schwarz-rot und einer weißen Mitra präsentierte. Es dauerte eine Weile, ehe sich die übriggebliebenen Gäste auf die anfangs schwerlastigen und tiefen Gitarrensounds und den fast schon lethargischen Gesang eingestimmt hatten. Wirkliche Stimmung wollte aber nicht mehr aufkommen, zumal der Sound der Band zu sehr ins Powerpop abrutschte. Wer die Band selbst beurteilen will, hat die nächsten Monate die Gelegenheit, Ghost auf einem ihrer Europa-Gigs zu sehen.

Und so gingen dann drei schöne, mit viel guter Musik versehene Tage doch ziemlich schnell zu Ende.
Das Visions Underground Team nimmt sehr viele schöne Erinnerungen mit zurück in die Heimat, und man muss feststellen, dass die FME 2011 ein voller Erfolg gewesen ist.

Das Angebot für die Fans war äußerst reichhaltig – während der Pausen zwischen den einzelnen Gigs gab es genügend Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben und die Stände im Mittelteil der Cable Factory zu besuchen.
Unter anderen waren hier Spinefarm Records, Century Media Records sowie zahlreiche Merchandising-Stände – um nur kurz einen kleinen Auszug aus dem reichhaltigen Angebot zu erwähnen, vertreten, die ihre neuesten Artikel präsentierten. Es gab auch Stände einzelner Bands selbst wie zum Bespiel von Before The Dawn oder den finnischen Doomsters KYPCK, an denen man die Bands selbst antreffen und sich mit den Musikern unterhalten bzw. Autogramme ergattern konnte
EMP hatte einen offiziellen Autogramm Stand, an dem die Fans über weite Teile des Wochenendes Schlange standen, und an dem sich namhafte Musiker aufhielten und ausgiebig Autogrammwünsche  erfüllten.

Alles in allem ein voller Erfolg für die FME 2011, und wir können jedem Interessierten nur anraten, sich dieses Event gleich zu Beginn des Jahres nicht entgehen zu lassen und sich rechtzeitig Tickets zu sichern!!
Also sofort mit in den Terminkalender aufnehmen. Bis zur FME 2012 – stay tuned!!

Bericht:
Hanzi Herrmann  V.U.
Alexandra Krautz  V.U.

Fotos:
Alexandra Krautz  V.U.

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