Live Review Tuska Festival Helsinki 2010

Jedes Jahr besticht der kurze, aber intensive finnische Festivalsommer durch viele geniale Open Airs im Land der tausend Seen. Das wohl bekannteste, das Tuska Festival,  liegt in der Metropole Helsinki und hat vom Bekanntheitsstatus her längst zu anderen großen europäischen Events aufgeschlossen und manche sogar übertroffen….

Auch in diesem Jahr war der Kaisaniemi Park im Zentrum von Helsinki wieder Austragungsort dieses Spektakels und füllte die Innenstadt mit Metalheads, von denen manche aus allen Teilen der Welt angereist waren…..

Mitten drin unter all diesen Schwarzheimern – das Visions Underground Team – logisch !!  J

Freitag 02.07.10:

Der erste Festivaltag wurde von den Lokalmatadoren Barren Earth eröffnet, die mit ihrer sehr eingängigen Mischung aus melodischem, druckvollen Metal die Fans schon zu einem frühen Zeitpunkt begeistern konnten und ordentlich Pluspunkte verbuchten.

Wem der Name Barren Earth nicht so viel sagt, der sollte sich die Jungs unbedingt einmal live anschauen . Im Line –up finden sich einige bekannte Musiker wieder, wie z.B. am Bass der Ex – Amorphis 4 Saiter, Olli-Pekka Laine und weiterhin ist Gitarrist Sami Yli – Sirniö ja durch seine Engagements bei Waltari und Kreator eine richtige Szene Größe und verleiht mit  seinem virituosen Spiel den Songs von Barren Earth ein gehöriges Maß an Eigenständigkeit.

Ein sehr guter Auftakt des Tuska 2010 !!

Gleich im Anschluss präsentierten sich Testament auf der Radio Rock Stage in grandioser Spiellaune, zeigten eine mehr als gelungene Bühnenshow und feuern einen Kracher nach dem andern in die Gehörgänge der finnischen Zuschauer.

Vor allem der Sound ist bei dem Amis fast wie von CD und rundet das Gesamtbild gekonnt ab……Mir persönlich gefällt die Darbietung vom Klassiker „More Than Meets The Eye“ sehr gut und ich hoffe bald wieder eine Gelegenheit zu haben, mir die sympathischen Jungs live on stage betrachten zu können…… ein sehr guter Auftritt, der rundum zufriedene Gesichter hinterließ und leider viel zu kurz war !!

Setlist Testament:

  1. The Preacher
  2. More Than Meets the Eye
  3. The New Order
  4. The Persecuted Won’t Forget
  5. Practice What You Preach
  6. Over the Wall
  7. Henchmen Ride
  8. Disciples of the Watch
  9. Into the Pit
  10. D.N.R. (Do Not Resuscitate)
  11. 3 Days in Darkness
  12. The Formation Of Damnation

Ebenfalls direkt im Anschluss spielten Insomnium auf der Sue Stage aber die Jungs bescherten zumindest anfangs den Zuschauern und sich selbst keine große Freude, denn sie wirkten doch sehr statisch und wenig bewegungsfreudig – der Kater vom Vorabend muss hier noch nicht richtig auskuriert gewesen sein…..

Zu allem Überfluss war der Sound nicht der Beste – in der Zeltmitte war es schwierig für den Zuhörer aus dem Brei, der aus der P.A. dröhnte, noch irgendwas rauszuhören…….ein wirklich mieser Mann hinter den Reglern, der das klangliche Desaster trotz geringfügiger Verbesserungen auch bis zum Ende des Sets nicht wirklich in den Griff bekam. Dennoch verbreiteten die Finnen eine düstere Stimmung und machten sehr professionell agierend das Beste aus der vorhandenen Situation…..die wahren Fans der Düsterheimer störte der miese Sound nicht wirklich und so wurde Insomnium nach etwas mehr als 45 Min doch mit ordentlichem Applaus verabschiedet….

Setlist Insomnium:

  1. Equivalence
  2. Down With the Sun
  3. Drawn to Black
  4. Where The Last Wave Broke
  5. The Harrowing Years
  6. The Killjoy
  7. The Gale
  8. Mortal Share
  9. Weighed Down With Sorrow

Tarot waren nun als nächste an der Reihe und die Band präsentierte sich so, wie man sie kennt: melodische und treibende Klassiker wie „Pyre of The Gods“ wurden mit reichlich Spielfreude versehen und sorgten für reichlich Stimmung im Publikum.

Marco Hietala setzte bei dem Heimspiel der Jungs mit seinen sauberen Vocals noch eins obendrauf und das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen.

Ein rundum gelungener Auftritt der sympathischen Finnen !!

Setlist Tarot:

    1. Sleep in the Dark
    2. I Walk Forever
    3. Satan Is Dead
    4. Crows Fly Black
    5. Tides
    6. Calling Down the Rain
    7. Hell Knows
    8. Pyre of The Gods
    9. Rider of the Last Day
    10. Traitor

Aber das Highlight sollte noch folgen, stand doch der Auftritt von Pain auf der Sue Stage unmittelbar bevor, die zeitgleich mit Swallow The Sun ( Inferno Stage ) auftraten.. Zu was die Herrschaften rund um Peter Tägtgren in der Lage sind, zeigen sie ja auf fast jedem Auftritt und auch der auf dem Tuska 2010 wurde mal wieder zu einer rundum gelungenen Darbietung, welche die die Massen begeisterte. Wirklich ausnahmslos jeder an der Sue Stage ging mit der Musik der Schweden mit und die Band wurde lauthals abgefeiert….

Nach einer Stunde Spielzeit gab es dann mit „Same Old Song“ und „Shut Your Mouth“ zwei echte Klassiker aus dem Repertoire der Band als Zugabe und es war nun wirklich nicht schwer zu erahnen, dass dieser Auftritt am heutigen Tage unerreicht bleiben sollte…..Diejenigen, die sich anstelle von Pain lieber Swallow the Sun angesehen haben, haben echt was verpasst – obwohl der Auftritt der Finnen auch sehr gut war wie uns später mitgeteilt wurde.

Setlist Pain:

1. Supesonic Bitch

2. Dancing With the Dead

3. Zombie Slam

4. Walking on Glass

5. It’s Only Them

6. End of the Line

7. I’m Going In

8. Monkey Business

9. On and On

10. Don’t Care

Zugaben:

11. Same Old Song

12. Shut Your Mouth

Wir schafften es gerade noch rechtzeitig zu Satyricon an die Radio Rock Stage , die mit einer guten Bühnenshow aufwarteten und auch spielerisch keine Wünsche offen ließen. Frontman Satyr wirkte sehr agil und bezog das Publikum mit frenetischen Aufforderungen immer wieder in den Set der Band ein, was der Band viele Sympathien einbrachte.

Songs wie das obergeile „Black Crow On A Tombstone” oder “The Pentagram Burns” brachten die Menge zum Abfeiern und als krönender Abschluss durfte natürlich der Kultsong „Mother North“ nicht fehlen und verlangte den Fans noch mal alles ab – geile Show der Norweger !!

Setlist Satyricon:

  1. Repined Bastard Nation
  2. The Wolfpack
  3. Now, Diabolical
  4. Black Crow On A Tombstone
  5. Filthgrinde
  6. The Rite Of Our Cross
  7. The Pentagram Burns
  8. Die By My Hand
  9. Fuel For Hatred
  10. King
  11. Mother North

Nach einer nötigen Abkühlung mit finnischem Bier   waren wir gespannt auf die Florida Deather von Obituary die ja seit den frühen 80´n ihre fetten Kompositionen auf die Leute loslassen. Und das die Mannen um Frontman John Tardy nichts verlernt haben und immer noch ihr Handwerk verstehen, stellten sie auf der Inferno Stage mehr als eindrucksvoll unter Beweis. Das Stageacting der Jungs ist einfach einzigartig und der brachiale Sound tat sein Nötigstes dazu, um den Fans die geballte Ladung der Obituary Songs um die Ohren zu hauen.

Man spielte sich durch alle Alben der Band anfangen von Cause Of Death“ über „The End Complete“ wurden Songs der Marke „Dethroned Emperor“ zum Besten gegeben.

Die Menge nahm die Energiegeladene Show der Amerikaner dankbar an und wurde zum Abschluss des Sets mit dem grandiosen Kultsong „Slowly We Rot“ belohnt, ehe sich Trevor Peres & Co. Mit einem großen Dankschön vom finnischen Publikum verabschiedeten…….Nach Pain und Swallow The Sun der mit Abstand beste Gig am heutigen Tage !!

Der Headliner heute  hieß Devin Townsend – ich persönlich konnte zu Beginn mit dem Sound der Band nicht so viel anfangen aber von meiner Meinung mal abgesehen, sorgte Devin Townsend mit seinen Mitstreitern doch für mächtige Begeisterungsstürme im Publikum und spätestens bei „Kingdom“ stellte sich auch bei mir das Kopfnicken ein und ich passte mich den übrigen Fans an.

Ein Knaller nach dem anderen wurde nun auf die Finnen losgelassen und Devin Townsend wurden ihrem Status als Headliner vollkommen gerecht und das melodische und ausgefeilte „Color Your World“ sorgte dann für Bewegung bis in die hintersten Reihen der Fangemeinde…. Es folgten Hammersongs wie „Planet Smasher“ und „The Greys“ und letztendlich stellte „Deep Peace“ den letzten Song eines denkwürdigen Auftritts dar und die zufriedenen Fans schlenderten nun zu den Aftershowpartys in die Clubs von Helsinki….

Setlist Devin Townsend:

    1. ZTO
    2. By Your Command
    3. Ziltoidia Attaxx!!!
    4. Solar Winds
    5. Hyperdrive!
    6. N9
    7. Kingdom
    8. Mountain
    9. Planet Smasher
    10. Color Your World
    11. The Greys
    12. Deep Peace

Fazit des ersten Festivaltages:  ein bärenstarker Headliner mit Devin Townsend, rundum begeisterte Fans an allen Bühnen und mit Pain die eindeutig beste Kapelle des Tages !!

Samstag 03.07.10:

Der Andrang vor den Toren des Festivalgeländes war heute besonders groß und die meisten bekamen gar nicht mit, dass die ursprünglich als Opener für den heutigen Tag vorgesehenen Sotajumala und Blake die Plätze tauschten und wir somit eine kleine Änderung in der Running Order zu verzeichnen hatten, welche sich aber nicht sonderlich auf das Programm des restlichen Tages auswirkte….

Blake sind bei uns leider nicht allzu bekannt, was sehr schade ist  – aber in Finnland hat die Musik der talentierten Band einen sehr hohen Stellenwert bei den Fans und dementsprechend wurden Blake mit viel Applaus bedacht. Der Job als Opener ist ja nun wahrlich kein einfacher, aber glücklicherweise waren doch schon zahlreich Fans auf dem Gelände die ihre Sympathiebekundungen gegenüber der Band kundtaten und wir so einen optimalen Start in den 2. Festivaltag erwischten.

Der harte, rockige Sound von Blake und die genialen Vocals von Frontman Aaro Seppovaara taten ihr nötigstes dazu, dass Blake hier richtig abgefeiert wurden – sehr guter Gig der Finnen !!

Weiter ging es mit Sotajumala, die einen enorm guten Tag erwischten und richtig abräumten….

Die Band überzeugte durch eine nahezu perfekte Performance und die Musiker demonstrierten eindrucksvoll ihr spielerisches Verständnis.

Ein Death Metal Kracher folgte dem nächsten und leider verging die Zeit viel zu schnell….bleibt nur zu hoffen, dass uns die Finnen noch lange erhalten bleiben und zukünftig weiterhin solche genialen shows wie am heutigen Tag abliefern…..sehr guter Auftritt !!

Setlist Sotajumala:

    1. Syvyydessä
    2. Arkku Vailla Vainajaa
    3. 8:15
    4. Luut Sinusta Muistuttaen
    5. Sinun Virtesi
    6. Kuolleet
    7. Panssarikolonna
    8. Kuolinjulistus
    9. Paratiisin Kutsu

Unser folgendes Interesse konzentrierte sich nun auf Hypocrisy und wie Peter Tägtgren wohl heute die Fans begeistern würde, nachdem er dies ja gestern mit Pain mehr als eindrucksvoll getan hatte…..

Und auch mit seiner Hauptband schaffte er es, die Fans voll und ganz zu überzeugen…vom ersten gespielten Ton an, sprang der Funke zwischen Band und Publikum über und bei „A Coming Race” ging es vor der Bühne richtig zur Sache  – es entstand ein Moshpit vom allerfeinsten der sich dann bei „Roswell 47“ richtig fett entfaltete.

Die Musiker hatten jedenfalls richtig Spaß auf der Bühne und der Sound war wie gestern schon bei Pain wieder mehr als einmalig – es ist schon Hammerhart, wenn auf einem Open Air die Songs wie fast von Konserve rüberkommen – Kompliment da auch mal an die Leute, die man ansonsten nicht sieht, die aber mit den härtesten Job haben…..geiler Gig !!

Setlist Hypocrisy:

( not completed )

Pleasure of Molestation
A Coming Race
Fire in the Sky
Let the Knife Do the Talking
Weed Out the Weak
Warpath
Eraser

Roswell 47

Adjusting The Sun

Devin Townsend, der am Tage zuvor richtig abräumte, war nun heute mit seinem Devin Townsend Project an der Reihe und was alle geahnt hatten, bestätigte sich auf neue – die Fans nahmen die melodischen und unter die Haut gehenden Songs der Band dankbar an und Devin Townsend Project gefiel mir doch um einiges besser als Devin am Tag zuvor und konnte mich sowie andere von Beginn an überzeugen. Kompositionen wie das geile „Earth Day“ wurden mitgesungen und das Tuska stand voll und ganz hinter der Band was die Musiker sichtlich genossen haben…

Trotz der beachtlichen Länge der einzelnen Songs, schaffte es die Band durch ihr agiles Auftreten auf der Bühne den Stimmungspegel sehr hoch zu halten und der gute Devin konnte sich gegenüber dem Vortag noch mächtig steigern – Respekt !!

Setlist Devin Townsend Project:

    1. Addicted!
    2. Supercrush!
    3. Numbered!
    4. Truth
    5. OM
    6. Deadhead
    7. Gaia
    8. Earth Day
    9. Seventh Wave
    10. Life

Eine lange Wartepause wegen einem nicht zustande gekommenen Interview aufgrund der Trunkenheit einzelner Musiker, kostete uns den Umstand die bis zum Overkill Gig auftretenden Bands zu verpassen…….forget about it !!

Wir schafften es dennoch wenigstens pünktlich zum Overkill Auftritt an der Sue Stage zu sein und eins vorweg:  Auch hier gab es wieder voll auf die Mütze….Overkill zeigten ihr ganzes spielerisches Können und brachten das Publikum schnell auf ihre Seite – schon der Opener „The Green and Black“ zeigte auf, wo die Reise in der nächsten folgenden Stunde hingehen sollte…

Man spielte sich durch Highlights wie “Rotten to the Core“ und „In Union we Stand“ und beendete den umjubelten Gig mit 3 aufeinander folgenden Coversongs von The Subhumans und Motorhead, was vielleichtein bisschen zuviel des Guten war. Dennoch entließ man ein zufriedenes Publikum zum Headliner des 2. Festivaltages, Nevermore……

Setllist Overkill:

    1. The Green and Black
    2. Rotten to the Core
    3. Wrecking Crew
    4. Hello from the Gutter
    5. Coma
    6. Hammerhead
    7. Ironbound
    8. In Union We Stand
    9. Elimination
    10. Fuck You (The Subhumans cover)
    11. Overkill (Motörhead cover)
    12. Fuck You (Reprise) (The Subhuman cover)

Nevermore waren um 20:45 auf der Radio Rock Stage diejenigen, auf die sich die Fans nun ordentlich warm getrunken hatten und dementsprechend herrschte ein großes Gedränge vor der Hauptbühne des Tuska Festivals…… Die Amerikaner zeigten sich technisch versiert und ohne Schnörkel und Kompromisse zauberten sie ein Hightlight nach dem anderen aus ihren Instrumenten.

Vor allem das melodische und gefühlvolle „Emptiness Unobstructed” fand großen Zuspruch beim finnischen Publikum und es hätte wahrscheinlich ausgereicht um das Level auf einem hohen Maß zu halten. Die hohen musikalischen Fähigkeiten der Band wurden von einem genialen Sound getragen und die Stimme von Warrel Dane verlieh den Songs ihre ganz eigene Note – sehr guter Auftritt der Amis die verdientermaßen fetten Applaus  erhielten.

Setlist Nevermore: ( not completed )

  1. The River Dragon has Come
  2. The Termination Proclamation
  3. Emptiness Unobstructed
  4. Inside Four Walls
  5. Your Poison Throne
  6. The Godless Endeavor

Sonntag 04.07.10:

Auch am 3. und letzten Festivaltag herrschte vor den Toren des Tuska wieder ein enormer Andrang und die Fanmassen stauten sich wie am Vortag, was aber für die Tuska Verantwortlichen keine Überraschung zu sein schien – war doch das komplette Festival ausverkauft !!

Als erste Band gaben sich Turmiön Katilöt die Ehre, die natürlich ein Heimspiel hatten und das Publikum sofort auf ihre Seite brachten. Wirklich alle gröhlten die melodischen Songs aus vollem Halse mit und so hatte es die Band leicht, gleich zu Beginn des letzten Tages für richtig Stimmung zu sorgen……geile Band, die einen sehr guten Gig auf die Bretter legten und dementsprechend mit Applaus bedacht wurden….

Bei WASP wurde es vor der Hauptbühne mächtig heiß und die Tuska Security sorgte mit Wasser dafür die Menge etwas abzukühlen, was den Fans sichtlich gut tat. .

Die erfahrenen  Metaller verbreiten mächtig Spaß auf der Bühne und man fühlt sich ein wenig zurückversetzt in die 80´er wenn man die Herren auf der Bühne sieht – aber das gehört bei WASP einfach dazu und macht auch richtig Spaß den Jungs beim musizieren zuzuschauen…..

Beim Publikum kommt das gut an und WASP dürfen ihren Tuska Gig getrost als gut gelungen betrachten.

Setlist WASP:

  1. On Your Knees
  2. Love Machine
  3. Wild Child
  4. I Wanna Be Somebody
  5. I Don´t Need No Doctor
  6. Hellion
  7. Sleeping In The Fire
  8. Babylon and The Idol.

Auf der Inferno Stage kündigten sich im Anschluss Warmen an und präsentierten sich von ihrer spielerisch versierten Seite ohne jedoch vollends überzeugen zu können.. Janne Warman, den alle als Keyboarder von COB kennen, hat hier einige prominente Musiker um sich geschart die mit einem Rock ´n Roll lastigen sound versuchen die Fans zu begeistern – zugegebenermaßen sind einige sogar drauf angesprungen, doch die müssen voll gewesen sein und als dann noch Alexi Laihio die Bühne betrat und das Rockwell-Cover “Somebody´s Watching Me” zelebrierte, war für mich der Käse entgültig gegessen….

Da schaue ich mir lieber die Detah Metal Combo Cannibal Corpse an, die hier eine Wall of Death auslösen wie ich sie an diesem Festivalwochenende noch nicht gesehen habe  – ein gewaltiger Moshpit durchstreift den Pulk der Fans und der ultrabrutale Sound der Amis versprüht eine Energie die ihresgleichen sucht….“ Kult Songs der Marke „Hammer Smashed Face“ oder „Devoured by Vermin“ walzen wirklich alles platt…..

Einen Hammer nach dem anderen hauen die Amis den Finnen um die Ohren  und hier ging es richtig ab – hätte ich gar nicht vermutete, dass es Cannibal Corpse so leicht fallen würde die kühlen Finnen so in Emotionen zu versetzen….

Setlist  Cannibal Corpse:

  1. Scalding Hail
  2. Unleashing the Bloodthirsty
  3. Savage Butchery
  4. The Wretched Spawn
  5. I Will Kill You
  6. Devoured by Vermin
  7. Scattered Remains, Splattered Brains
  8. Make Them Suffer
  9. Priests of Sodom
  10. A Skull Full of Maggots
  11. Hammer Smashed Face
  12. Stripped, Raped and Strangle

Erstmal schnell ein Bier und dann weiter zu Nile auf der Sue Stage……die waren die nächsten die ähnlich wie Cannibal Corpse Energiegeladene Brecher aus der PA. feuerten. Nile kann man getrost als eine der führenden Bands aus ihrem Genre bezeichnen und dieser Rolle wurde die Band auch gerecht: Alle Highlights aus der History der Band werden gespielt und zeigen auf, dass Nile ihr Handwerk verstehen…..besonders der geniale Opener „Kafir“ offenbart die musikalischen Fähigkeiten der Band.

Gerade die Gitarren sind sehr versiert, sie prägen die Songs mit ihren filigranen Elementen und das treibende Drumming versetzt die Menge in Ekstase. Das sind Nile auf dem Tuska 2010 und nach einer Stunde Spielzeit beendeten Nile einen viel umjubelten Gig und erspielten sich reichlich Sympathien hier in Finnland…….  J

Setlist Nile:

    1. Kafir!
    2. Sacrifice Unto Sebek
    3. Hittite Dung Incantation
    4. Serpent Headed Mask
    5. Ithyphallic
    6. Papyrus Containing the Spell to Preserve Its Possessor Against Attacks From He Who Is In The Water
    7. 4th Arra of Dagon
    8. Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld
    9. Sarcophagus
    10. Lashed To The Slave Stick
    11. Black Seeds Of Vengeance

Alle warteten nun auf Megadeth, die das Tuska Festival 2010 als würdiger Headliner beenden sollten….und das taten sie mit all ihrer ganzen Klasse – soviel vorweg….

Dave Mustaine und seine Mannen starteten furios in ihren Set und zeigten dem Publikum, dass sie zu 100% motiviert waren und das merkte man der Band auch wirklich an…

Vor allem das tighte Zusammenspiel der einzelnen Musiker beeindruckte von Beginn an die Fans und Megadeth wurden stürmisch abgefeiert – hier gab es bis in die hinteren Reihen keinen der ruhig stehen bleiben konnte – wirklich ausnahmslos jeder war bei „Hangar18“ in Bewegung und auch „Angry Again“ sorgte für enorme Bewegung im Publikum…..

Von druckvollen Passagen bis hin zu melodiösen Gitarrensoli enthalten die Songs von Megadeth einfach alles was das Metallerherz begehrt – pure Lust an der Musik und das Facettenreichtum von musikalischem Können verkörpern die Amis vollends. Zum Ausklang durfte der Kultsong „Symphony Of Destruction“ natürlich nicht fehlen – und es wurde noch einmal richtig Stimmung geamacht unter den Fans…Megadeth  wurden dann nach 1,5  Stunden Spielzeit mit viel Applaus bedacht und wurden ihrem Status als Headliner des letzten Tages mehr als gerecht – sehr guter Gig von Mustaine & Co. !!

Setllist Megadeth:

  1. Wake Up Dead
  2. In My Darkest Hour
  3. Headcrusher
  4. Skin O‘ My Teeth
  5. Holy Wars… The Punishment Due
  6. Hangar 18
  7. Five Magics
  8. Poison Was the Cure
  9. Tornado of Souls
  10. Dawn Patrol
  11. Trust
  12. Angry Again
  13. A Tout Le Monde
  14. Sweating Bullets
  15. Symphony Of Destruction

So gingen 3 Tage Party in der Innenstadt von Helsinki auch mehr oder weniger schnell vorüber und zurück blieb der Gesamteindruck, dass sich das Tuska Festival zu einem beachtlichen Event entwickelt hat, für das sich die Reise nach Finnland in jedem Fall lohnt. Im nächsten Jahr wird das Tuska nicht mehr wie bisher gewohnt im Kaisaniemi Park stattfinden, sondern auf dem Festivalgelände „Suvilahti,“ auch im Zentrum der Stadt gelegen und bequem mit der Metro und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar….

Thanks Kaisaniemi for all the years and see ya´ in Tuska 2011 !!!

Bericht:

Hanzi Herrmann / V.U.

Fotos:

Alexandra Krautz / V.U.

special thanks to Jane  for the Obituary and Devin Townsend pictures – you rule !!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s