Interview Basanos 06.04.2010

Basanos haben mit „Instincts“ ein saustarkes Album veröffentlicht und machen damit hoffentlich einen großen Satz nach vorne. Genug Energie steckt sowohl in der Band wie auch in der Scheibe, wie die Band im Interview deutlich macht.

Neues Album?

„INSTINCTS“ heißt das gute Stück und ist unser Debüt album….2009 haben wir in Eigenregie unser Demo „Kill the Master“ unters Volk gebracht. Dann sind wir in Kontakt mit Noisehead Records getreten und danach ging alles sehr schnell. Die Songs waren zum Großteil schon fertig und es ging kurz darauf gleich ins Studio. Der Release Termin ist am
28.5.2010.

Wie sehr beeinflusst euch Musik, die ihr während der Zeit des Songwritings hört?

Das ist unterschiedlich, es kommt darauf an wie wir die Musik in verschiedenen Momenten wahrnehmen. Manchmal kommt die zündende Idee zu einem Riff nach einem geilen Konzert, wenn es darum geht eine gewisse Stimmung zu transportieren. Andererseits ist es auch so dass wir uns bewusst auf die Songstruktur konzentrieren und uns dann überlegen wie wir unsere Songs gestalten damit das Ding rund klingt und auch Überraschungen enthält.

Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

Fett, dreckig, zum abschädeln, einfach Groovemetal. Wir verzichten bewusst auf überkomplexe Songstrukturen, unsere Songs sollen einfach nur „kickin´ ass“ sein. Eingängig, druckvoll und roh.

Wie schwer fällt es euch, aus eurem Zutatenschrank Songs zu fabrizieren, die nicht nach Allerwelts-Metal klingen?

Das fällt uns nicht sehr schwer. Zum einen weil wir sehr viel Musik aus den unterschiedlichsten Genres hören und zum anderen weil wir uns selbst keine Grenzen beim Songwriting setzten jede Idee die cool klingt hat eine Daseins Berechtigung und wird ausprobiert. Erst danach wird alles auf einen Nenner gebracht. Musik soll ja innovativ sein, um das zu schaffen darf es keine Grenzen geben.

Das Geld wird in der Branche immer mehr mit Live-Auftritten, denn CD`s verdient. Sind CD`s bald nur noch Werbemittel?

Das könnte natürlich so sein aber so richtig weiß das im Moment glauben wir niemand. Dass es in Zukunft ohne live Präsenz nicht mehr gehen wird ist ja schon abzusehen. Die CD an solches wird für viele Leute sicher noch eine Zeit lang gemacht werden. Hier ist es ja so dass die Leute wissen das sie ihre Band stärken wenn sie eine CD kaufen und für uns selbst ist es auch cool die eigene CD von seiner Lieblings Band in Händen zu halten. Es wird interessant zu beobachten sein wie sich das in den nächsten Jahren entwickeln wird und was für ein Medium für welchen Zweck verwendet wird. Es tun sich ja momentan viele neue Wege auf, die vor allem für junge Künstler/Bands gewählt werden können, um an die Zielgruppe heranzukommen. „Instincts“ wird ja auch online verfügbar sein.

Kann denn eine Band heutzutage noch so erfolgreich werden wie z.B. AC/DC, METALLICA?

Unmöglich ist das vielleicht nicht, aber sicher sehr viel schwieriger. Der Weg dorthin ist vielleicht länger geworden aber es könnte durchaus möglich sein. Zum Beispiel Machine Head, die werden im Laufe der Zeit immer besser und immer größer, wie auch Airborne oder Lamb of God. Wir denken es wird immer wieder Bands geben, die aus der Masse herausstechen und viele Menschen mitreißen können.

Welches ist Euer Vorbild, oder orientiert Ihr Euch nicht an solchen Größen?

Vorbilder direkt nicht, wir haben jeder unsere Lieblingsbands und können uns auf ein paar einigen wie z.b.: Pantera, Machine Head und Hatebreed. Nacheifern ist eher nicht so unser Ding. Es ist beeindruckend was manche Bands erreicht haben, wir wollen aber unseren eigenen Weg gehen und sehen was passiert.

Könnt ihr Euch noch erinnern, welche Band euch zum Metal gebracht hat?

Jeder von uns hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Zugang zum Metal. Aber im Großen und Ganzen können wir sagen dass wir sehr von Bands die in den 90ern aktiv waren, geprägt wurden.

Denkt ihr, dass Texte noch einen so großen Einfluss auf die Metal-Kids haben wie die Texte vor 20 Jahren?

Schwer zu sagen, wir sind alle noch nicht so alt als das wir beurteilen könnten wie wichtig die Texte für die Leute damals wirklich waren. In Gesprächen mit Fans und Freunden kommt dieses Thema aber immer wieder zur Sprache und die Leute zeigen durchaus Interesse an den Texten. Je mehr wir dann darüber sprechen merkt man dass die Themen gut gewählt sind und jeder sich darin wiederfinden kann und danach etwas für sich mitnimmt.

Warum habt ihr euch mit Noisehead Records für ein Label entschieden?

Weil das für uns der nächste logische Schritt war. Wir wollten ein professionelles Album machen, und dieses Album möglichst vielen Leuten näherbringen. Das ermöglicht uns Noisehead Records. Außerdem haben wir vor dem Vertrag ein langes und gutes Gespräch mit ihnen geführt nachdem wir wussten dass, um unsere Ziele zu erreichen, die Partnerschaft für beide Seiten sehr vorteilhaft ist. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und direkt und wir fühlen uns sehr willkommen in der Noisehead Family.

Was macht ihr neben BASANOS?

2 von uns arbeiten und 2 von uns studieren. Allerdings ist es so dass wir im Moment sehr viel Energie auf BASANOS verwenden zum Glück ist das bei jedem von uns mit der jeweils anderen Tätigkeit zu vereinbaren. Musikalische Nebenprojekte hat niemand mehr, da wir all unsere Kraft auf BASANOS konzentrieren.

Wie ist euer Kontakt zu anderen österreichischen Bands?

Wir kennen natürlich einige Bands und lernen auch immer gerne neue Musiker und Bands kennen. So entstehen Kontakte und das ist gut so, denn die Szene lebt davon. Man geht auf Konzerte und sieht sich auf diversen Partys.

Auch wenn Österreich nicht gerade weit von Deutschland entfernt ist, ist eure Metal-Szene hier kaum bekannt. Gibt es große? Gibt es viele Shows in Wien und Österreich?

Es gibt sehr viele Shows und Festivals in Wien und ganz Österreich. Es gibt auch sehr viel Potenzial in der Österreichischen Szene. Es ist komisch da wir hier in Österreich sehr viele Deutsche Events kennen umgekehrt dass aber scheinbar nicht der Fall ist. Die Events sind hier vielleicht von der Besucherzahl nicht ganz so groß aber es gibt doch sehr viele in jedem einzelnen Bundesland. Ich kann euch nur empfehlen mal näher hinzusehen und die Österreichische Szene genauer zu betrachten.

Danke für das Interview.

Markus Seibel/V.U.

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