Mit ‘live’ getaggte Artikel

Nach dem tollen Interview mit Ryan Shuck und Amir Derakh (=> IV hier) machten wir uns auf Richtung Eingang Nachtleben. Um ca. 20:30 Uhr stand dort die erste Vorband „Nox interna“ auf der Bühne. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt, mit knapp 20 Leuten, sehr überschaubar. Die Musik und auch das Aussehen der Band war sehr vom Goth angehaucht.

Auch das Publikum passte gut dazu. Da so wenig Publikum vor der Bühne stand, kam der Sänger einfach mal runter von selbiger und besuchte das Publikum. Zwischen zwei Liedern holte er eine Leinwand auf die Bühne. Auf dieser war ein schwarzer Umriss eines (seines?) Kopfes zu erkennen. Er fing beim nächsten Lied extatisch an, mit schwarzer Farbe auf diesem Bild herum zu malen. Später spielte er mit einer Schere vor seinem Körper und Gesicht herum und stach die Schere in das Bild. Nach einiger Zeit lässt er Federn über einem Ventilator fallen, die sich über das Publikum verteilen. Beim letzten Lied spuckt der Sänger Wein über das Bild und verreibt diesen darüber. Er schlägt zum krönenden Abschluss das Bild durch die Staffelei. Alles in allem eine sehr interessante, aber auf manch einen der nicht mit so etwas gerechnet hat, leicht verstörende Show. Sie passte jedoch sehr gut zu der Gothik Musik der spanischen Band.

 

 

Die zweite Vorband „The crying spell“ aus Seattle, trat gegen 21:15 Uhr auf die Bühne. Das war ein kleiner Kulturshock zu Nox interna, denn die Jungs sahen wie Rockmusiker aus und ihre Musik geht in Richtung hard- und alternative Rock. Das Publikum nahm langsam zu. Einer der mit Leidenschaft performten Songs war „this is our time“. Der gut 1,90 m große Sänger Len Hotrumhatte fast schon Platzprobleme Richtung Decke, da diese im Nachtleben nicht gerade hoch ist. Es ging sehr viel Energie von Len aus und er suchte immer wieder den Blickkontakt zum Publikum. Die Songs waren sehr ausgewogen im Tempo. Mal eher langsame Songs, dann wieder sehr schnelle, mit harten Gitarrenriffs. Die Stimmung stieg, das Publikum fing an vor der Bühne zu tanzen. Perfekte Startbedingungen für Julien-K.

 

Julien-K kamen etwa um 22:30 Uhr auf die Bühne. Wie im Interview angekündigt, ist ihre Musik als Techno mit Rock Einflüssen zu beschreiben. Die Zahl der Zuschauer war mittlerweile auf etwa 50 gestiegen. Nicht viel, aber für einen Montagabend normal. Der Sänger Ryan hüpfte über die Bühne und strahlte dabei übers ganze Gesicht. Der Mann hat eindeutig Spaß an seinem Job! Die Band spielte einen Mix aus melodischen, langsamen Liedern und schnellen rockig-poppigen Liedern. Bei den Bewegungen die Ryan ablieferte, konnte man meinen, er sei Tänzer oder extrem gelenkig und mit viel Rhythmus im Blut zur Welt gekommen. Bei einem Song packte Amir ein Megafon aus. Die Stimmung war am kochen. Julien-K hatten ihr Publikum im Griff.

 

Alles in allem ein gelungener Abend. Man sollte sich Julien-K auf jeden Fall angesehen haben. Denn live sind sie noch besser und intensiver als auf CD.

Livereview: Letzte Instanz – Köln (10.10.2012) und Frankfurt (24.10.2012)

Veröffentlicht am 10. November 2012 von VisionsUnderground in MetalNews
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“Jeder Schuldige hat eine Zukunft. Jeder Heilige hat eine Vergangenheit  …und das wird ewig so sein! „ (Oscar Wilde)

Ein paßenderes Motto zur Abschlußtour der Schuldig – Heilig – Ewig – Trilogie, die sich aus den letzten drei Alben zusammensetzt, hätte man wohl nicht finden können. Und so nimmt die Show der LETZTEN INSTANZ bereits wortgewaltig ihren Anfang mit eben jenem Zitat von Oscar Wilde, per Projektion auf die Bühne geholt.

Über 20 Songs, der Gig scheint streckenweise wirklich ewig, im besten Sinne des Wortes. Denn während das Septett sein Publikum mit auf eine die über 15-jährige Bandgeschichte repräsentierende Reise mit eindeutigem Fokus auf dem aktuellen Album nimmt, kann man streckenweise wirklich die Zeit vergessen. Und das tut man bekanntlich nur, wenn die verbrachte Zeit als positiv belegt empfunden wird…

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Festivalbericht Open Flair, 09.-12.8.2012 Eschwege

Veröffentlicht am 6. September 2012 von VisionsUnderground in Open Flair
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Aus den 4 Tagen Festival, machten rund 100 Shows, 20.000 feierwütige Besucher und ca. 800 ehrenamtliche Helfer, das 28. Open Flair zu einem einzigartigen Spektakel. Das Wetter spielte das ganze Wochenende mit. Sonne satt! Nur die Nächte waren verdammt kalt.

 

Start für das diesjährige Open Flair war der Donnerstag. Da ging es für die Besucher des Festivals Richtung Seebühne. Um 21:15 Uhr traten da Russkaja auf. Der russische Ska von den Jungs und dem Mädel schlugen bei dem Musikhungrigem Publikum eindeutig ein, es wurde immer voller vor der Bühne. Eine gute Basis für die um 22:45 Uhr auf die Bühne tretenden Emil Bulls. Die Alternative-Metal Band aus München lieferten eine gute Show ab und bezogen das Publikum immer wieder mit in diese ein. Für manch einen Besucher der die fünf Jungs schon live gesehen hatte, war der Auftritt jedoch etwas zu abgeklärt. Zum Abschluss des ersten Festivaltages traten um 0:30 Uhr K.I.Z. auf die Seebühne. Mit Masken auf den Köpfen kommen die vier Berliner auf die Bühne und das Publikum fängt bei den ersten Hip Hop Klängen an zu toben. Nach den ersten zwei Liedern wandern die Masken zu Boden und die Jungs sind voll in ihrem Element. Für mich geht es nach den ersten paar Liedern, Richtung Campingplatz. Dort wird noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Um 2 Uhr ist für mich jedoch Schluss, da unsere Campinggruppe fast komplett in den Zelten verschwunden ist.

Am Freitagmorgen erwacht der Campingplatz gegen 9 Uhr langsam aus einem verkaterten Schlaf. Die Ersten sind schon wieder dabei die erste Dose Bier zu öffnen, andere holen sich lieber einen frischen Kaffee an einem der Stände auf oder um den Campingplatz herum. Gegen 14:00 Uhr mache ich mich auf Richtung Festivalgelände und Hr3 Bühne. Dort stehen nämlich gerade Luxuslärm auf der Bühne. Die vier Kerle und Frontfrau „Jini“ legen einen starken 40 minütigen Auftritt an den Tag, trotz des noch recht kleinen Publikums um diese Zeit. Für mich geht es erst mal Richtung Pressezelt. Dort trage ich ein paar Interviewwünsche ein und um 15:20 Uhr gehe ich wieder Richtung Hr3 Bühne um mir die super Live Band Skindred anzusehen. Die Band aus Newport (GB) weiß wie man Publikum begeistert. Sie geben eine Stunde Vollgas, was ihnen das Publikum mit fettem Applaus dankt. Die nächste Band die man sich an diesem Tag nicht entgehen lassen sollte ist Heaven Shall Burn. Sie stehen um 17:05 Uhr auf der Hr3 Bühne. Das Publikum wächst immer weiter an. Die fünf Thüringer Jungs lassen es ordentlich krachen! Als sie auf die Bühne kommen und die ersten Töne aus ihren E-Gitarren zu hören sind bebt die Erde, man meint das der Bass bis in den Nachbarort von Eschwege zu spüren sein muss. Nichts für zart Besaitete! Das Publikum kommt aus dem Headbangen nicht mehr raus. Um 18:05 Uhr mache ich mich, und wohl fast alle anderen auch, auf Richtung Freibühne, die direkt gegenüber der Hr3 Bühne liegt. Dort spielen nun Betontod.
Die Deutschpunkrocker machen ordentlich Stimmung, vor allem mit dem Lied „Saufen“. Denn der Text wird an diesen Tagen ziemlich ernst genommen. Man merkt den Musikern an, dass sie viel Spaß an ihrer Arbeit haben. Um 18:55 Uhr kommen nun die wie immer gut gelaunten Madsen auf die Hr3 Bühne und feiern mit dem Publikum zusammen ihre größten Hits und einige Coversongs. Coversongs wurden an diesem Wochenende von vielen Bands gespielt. Mal mehr, mal weniger gut. Bei Madsen merkt man, dass die Masse an Menschen vor der Bühne deutlich zunimmt. Das liegt wohl daran, dass Madsen seit langem ziemlich groß im Musikgeschäft sind und sicherlich liegt es auch an der Uhrzeit. Für mich geht es nun erst mal Richtung VIP Bereich, Pause machen und stärken, für die tollen Bands die an diesem Abend noch spielen sollen. Als Hintergrundbeschallung gibt es zu dem Zeitpunkt die Leningrad Cowboys und später Bush, beide Bands sollen ordentlich die Bühne gerockt haben. Eine Band, auf die sicherlich nicht nur ich mich riesig freue, sind ZSK. Als die Vier um 22:15 Uhr auf die Freibühne regelrecht springen, merkt man die fünf Jahre Bühnenabstinenz überhaupt nicht. Sie machen aus ihrem Auftritt eine Party mit ihren Fans. Der Sänger klettert mal eben mitten im Lied seitlich an der Bühne hoch und singt drei Meter über der Bühne munter weiter. Und ZSK wären nicht ZSK, wenn sie nicht „kein Bock auf Nazis“ unterstützen würden. So macht ZSK Mut sich gegen Nazis zu wehren und das nicht in einem politischen und abgedroschenen Ton, sondern so, dass auch die Jugendlichen im Publikum damit etwas anfangen können. Das wird begeistert entgegen genommen. Bengalisches Feuer gibt es bei dem genialen Auftritt im Publikum und nach dem Auftritt gibt es über der Bühne, als Abschluss, ein Feuerwerk. Eine weitere Band, auf die ich mich freute sie live zu sehen sind Social Distortion. Die seit 1979 auf der Bühne stehenden Punkrocker gehen um 23:15 Uhr auf die Hr3 Bühne. Tosender Applaus empfängt die Headliner dieses Abends. Sie liefern eine gute Show ab, reißen jedoch nicht so mit, wie ich es erwartet hätte. Die Interaktion mit dem Publikum lässt hält sich in Grenzen, sie bewegen sich auch kaum auf der Bühne. Trotzdem war es ein besonderes Erlebnis die Jungs aus Kalifornien auf dem Open Flair spielen zu sehen. Noch ein Highlight an diesem Abend ist Subway to Sally. Sie spielen um 0:30 Uhr auf der Freibühne. Das Publikum wandert von der Hr3 Bühne wieder hinüber. Und dort sollte keiner enttäuscht werden. Schon zu Anfang geht es mit der Pyro heiß her. Mit ihren deutschsprachigen, lyrischen Texten mit viel Herzblut wird das Publikum ins Mittelalter zurückversetzt. So wickeln die Potsdamer ihr Publikum gekonnt um den Finger. Spannung ist bei dieser Show bis zum letzten Moment garantiert, denn immer wieder schießen Flammen von der Bühne in den Himmel empor, auch Feuerspucken gehört zur Show. Ein würdiger Abschluss für den Freitag. Nach diesem heißen Auftritt geht das Publikum wieder Richtung Campingplatz, um dort weiter Party zu machen und sich auf den nächsten Festivaltag zu freuen.

Der Samstag ging in Sachen Musik für mich recht spät los. Ich ging etwa um 15:30 Uhr Richtung Pressezelt. Dort habe ich dann die Bestätigung für meinen Interviewwunsch mit Zebrahead bekommen. Um 16:00 Uhr stehen diese dann auf der Hr3 Bühne. Die Stimmung auf und vor der Bühne ist super ausgelassen. Auf der Bühne ist der typische Hawaii Stil zu sehen, eine Bar und Plastikpalmen. Die Jungs aus Orange-County performen unter anderem Songs von ihrem aktuellen Album „Get nice!“, wie zum Beispiel „Blackout“, „Ricky Bobby“ und „Nudiest Priest“. Gecovert wird unter anderem Britney Spears Song „Oops, I did it again“, was zur heiteren Stimmung nur noch positiver beiträgt. Vor dem Interview mit Zebrahead schaue ich mir noch die Show von Jennifer Rostock um 17:50 Uhr auf der Hr3 Bühne an. Das Publikum geht gut mit, jedoch sind von dem ziemlich freizügigen und teilweise etwas zu jugendunfreundlichen Auftritt der Sängerin einige Menschen etwas schockiert, vor allem ältere Leute und Kindern die im Publikum standen hätte ich diese Show auch ersparen wollen. Im Publikum ist viel nackte Haut zu sehen, die Sängerin schickt einiges an vulgären Sprüchen dem Publikum entgegen und ein männlicher Fan wird auf der Bühne von ihr auch noch befummelt. Geschmackssache der Auftritt. Um 19:00 Uhr war dann für mich das sehr lustige Interview mit Zebrahead an der Reihe. Um 20:05 Uhr traten dann Broilers auf der Hr3 Bühne auf. Der Platz vor der Bühne schien regelrecht überfüllt zu sein. Die Punkrocker aus Düsseldorf heizen das Publikum mit ihrem tollen Auftritt an und der Spaß steht den Musikern ins Gesicht geschrieben. Der Headliner von Samstag sind die Beatsteaks. Ein weiterer Höhepunkt des Open Flairs. Man hat das Gefühl kurz vor deren Auftritt seien die ganzen 20.000 Besucher vor die Hr3 Bühne gepilgert. Um 22:30 Uhr ist es dann soweit, die Beatsteaks betreten die Bühne und die Massen applaudieren wie wild und grölen den Jungs aus Berlin vor freudig entgegen. Die Stimmung ist super, die Jungs liefern wie immer eine hammer Show ab. Sie spielen viele Songs aus dem aktuellen Album „Boombox“ wie „Automatic“ und „House on Fire“. Außerdem spielen sie „Frida und die Bomben“, was das Publikum komplett ausrasten lässt. Zur Zugabe kommt der Sänger Arnim mit einem schicken glitzernden Blazer auf die Bühne, lustig anzuschauen, wenn man eine Sonnenbrille trägt. Für mich der Abschluss des Tages, auf der Freibühne spielen noch The Baseballs und auf der Seebühne Timid Tiger.

Am Sonntag wird um 10:00 Uhr erst mal das Zelt abgebaut, die Sachen im Auto verstaut und der Müll weggebracht. Um 13:30 Uhr geht es zum letzten Mal Richtung Festivalgelände. Um 14:00 Uhr spielen Yellowcard auf der Hr3 Bühne. Ein super Start in den letzten Festivaltag. Die Show ist echt klasse, es werden Songs vom aktuellen Album „When you´re through thinking, say yes“ und ältere Songs gespielt. Es ist zwar noch nicht so brechend voll wie abends, aber trotzdem ist das Gelände schon gut besucht. Um 16:15 Uhr habe ich dann ein Interview mit boysetsfire. Zur gleichen Zeit stehen die Monsters of Liedermaching auf der Hr3 Bühne, was eine sehr amüsante Hintergrundmusik ist. Bei der Autogrammstunde von Kraftklub gab es eine Schlange die fast bis raus aus dem Festivalgelände ging. Dort wurden interessante Dinge wie Pillenpackungen und o.b. Döschen unterschrieben. Gegen 18:00 Uhr gehe ich wieder vor die Hr3 Bühne. Dort sind The Wombats gerade am performen. Die Stimmung im Publikum ist gut, jedoch sind es weniger Menschen als beim Auftritt der Monsters of Liedermaching. Um 20:00 Uhr stehen nun boysetsfire auf der selben Bühne. Sie liefern eine gewohnt gute Show ab und machen ihrem Namen alle Ehre. Wie aus dem Interview zu erwarten (Nathan sagte sie springen wie wilde Affen auf der Bühne herum), springt Bassist Marc Sänger Nathan von hinten an und schmeißt ihn fast um. Als Revanche rennt Marc Nathan kurze Zeit später um und beide liegen auf dem Boden und rangeln herum. Trotzdem wird weiter gesungen und gespielt. Ein großer Spaß für Band und Fans. Für den Headliner des Open Flairs nehme ich mir nochmal etwas Zeit für eine Pause. Denn um 22:15 Uhr stehen dann endlich Korn auf der Hr3 Bühne. Es ist eine gute Lichtshow und die Band ist auch in guter Verfassung und spielt gut. Doch sie hören sich an wie von CD und die Stimme von Sänger Jonathan hört sich etwas dünn an. Wohl ein technisches Problem. Wiedererwarten gab es bei der Band aus Bakersfield, Kalifornien kaum Crowdsurfende Leute. Trotzdem ein guter Abschluss des Festivals. Während des Auftrittes ging es dann wieder Richtung Heimat.

Zu erwähnen ist noch, dass die Security dieses Jahr wieder der Hammer war, und für den ein oder anderen waren sie die wirklichen Stars. Sie tanzten und Headbangten bei jeder Band wie wild mit, hatten Spaß mit dem Publikum und untereinander. Es gab Wasserschlachten mit anschließendem Konfettiüberzug für die nassen Kollegen und die Jungs und Mädels waren wieder super nett zu Publikum und Fotografen.

Ein wieder mal sehr gelungenes Festival. Vielen Dank an die Veranstalter, dass sie dies wieder so super hinbekommen haben.

Die ersten 1.000 Frühbuchertickets für das Open Flair 2013 waren in nur 5 Minuten vergriffen, wer sparen will, sollte sich also beeilen.

Bericht und Fotos: Sarah // V.U.

Schon zum unglaublichen achten Mal öffnete der Kölner Tanzbrunnen am Wochenende des 21. und 22. Julis seine Tore, um mit über 16.000 Anhängern der Schwarzen Szene das Amphi-Festival zu zelebrieren. Wie auch in den Vorjahren war das Event bereits Wochen vor Beginn ausverkauft. Und das, obwohl die diesjährige Festivalsaison eher mit bescheidenem Wetter glänzte. Dieses jedoch konnte die Vorfreude auf das zweitägige Event nicht schmälern, da die Hauptbühne am Tanzbrunnen überdacht ist und auch die beiden weiteren Bühnen trocken gelegen sind, denn diese befinden sich in den an den Tanzbrunnen angrenzenden Gebäuden, dem Staatenhaus und dem Theater.

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Livebericht Anathema, Amplifier Frankfurt, Batschkapp 26.4.2012

Veröffentlicht am 13. Mai 2012 von VisionsUnderground in Konzerte, MetalNews
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In der Batschkapp war ein Abend mit den beiden britischen Progressive Rock Bands Anathema und Amplifier angesagt. Gleich am Eingang zur „Batsche“ standen 2 fette Tourliner, einer sogar mit Anhänger – für Technik und gut gelaunte Musiker schien gesorgt.

Ich hatte beide Bands Live noch nicht gesehen und war besonders auf Anathema gespannt, die ja in der Vergangenheit einen heftigen Wechsel vom Doom und Gothic zum Progressive und Alternative hin bekamen.

Kaum waren wir drin, begannen pünktlich um 20 Uhr Amplifier. Ich musste mir also schnellst möglich meinen Weg an die Bühne in der sehr gut gefüllten „Batsche“ bahnen, um noch Fotos machen zu dürfen. Mit Erfahrung und Durchsetzungsvermögen klappte das auch innerhalb eines Songs, jedoch hätte ich es auch relaxter angehen lassen können: es gab keinen Graben und auch keine weitere Kontrolle. So waren alle direkt an der Bühne dran, das erschwerte mir zwar das Fotografieren etwas, jedoch übertrug sich die positive Stimmung der Bands noch direkter auf das Publikum, so stellte auch dies kein Problem dar.  Zudem konnte ich die ganze Zeit über fotografieren, was einem Foto-Junkie wie mich natürlich den musikalischen Genuss etwas nimmt.

Amplifier kamen in einheitlich schwarzer Kluft auf die Bühne und begannen auch musikalisch sehr professionell mit einem perfekten und trotzdem emotionsgeladenen Set. Sie begannen mit drei älter Songs (Continuum, Panda und Motorhead) um gleich das Publikum in der „Batsche“ für sich zu gewinnen. In der Mitte packten sie mit „The Wave“, „Interglacial Spell“ und „Interstellar“ Songs vom grandiosen, 2011 erschienenen, „Octopus“ Album. Die Jungs dürfen ruhig auch mal zu einer Headlinertour vorbei kommen. Sehr positiv: sie zeigten keinerlei Berührungsängste, wie es bei Prog-Größen öfter vorkommt, und mischten sich nach ihrem Gig unter das Publikum.

Die meisten waren jedoch wegen Anathema gekommen und diese warteten jetzt ungeduldig auf ihre Helden. Nachdem die Bühne vom Amplifier-Equipment geräumt war, konnte es auch relativ schnell losgehen.

Mit Anathema kam eine bestens aufgelegte Band auf die Batschkapp-Bühne. Sie besaßen eine enorme Spielfreunde und gute Laute, was bei dieser Art Musik nicht gerade selbstverständlich ist.
Anders als Amplifier legten sie gleich mit Songs von dem brandneuen, erst vor ein paar Tagen erschienenen, Album „Weather Systems“ los. Nach dem Prinzip Sekt oder Selters gaben sie ihren Fans „Untouchable part 1“, „Untouchable part 2“ und „Lightning song“ zum Kosten und es schmeckte nach Champus – Chapeau! Besonders der zweistimmige Gesang von Vin Cavanagh und Lee Douglas begeisterte mich, eine weibliche Stimme, wie die von Lee, bereichert die Musik ungemein. Die 3 Cavanagh Brüder Dan, Vin und Jamie explodierten auf der Bühne und besonders Dan hatte trotzdem meist ein breites Grinsen im Gesicht. Herrlich anzusehen wenn die 3 ihre „Äxte“ schwangen und mit ihren Locken bangten. Perfekt und cool war der Multi-Instrumentalist Daniel Cardoso an den Keys, John Douglas an den Drums konnte man kaum sehen, er war jedoch ebenfalls in musikalischer Sicht makellos und grundsolide. Die Songs wurden weitestgehend in Blöcken nach den Alben präsentiert. Nach dem „Weather Systems“ Songs gab’s mit „Thin Air“ und „Dreaming Light“ 2 Songs vom 2010 erschienenen „We’re Here Because We’re Here“. Passenderweise gings danach mit „Deep“ sowie „Emotional Winter“/ „Wings Of God“ tiefer in die Bandvergangenheit (Judgement 1999). Vom aktuellen Album kamen noch „The Storm Before The Calm“, „The Beginning And The End“, „The Lost Child“ und „Internal Landscapes“  und  womit dieses fast komplett präsentiert wurde. „The Beginning And The End“ war für mich der Höhepunkt des Abends, ein echter Gänsehautsong! Im Zugabeblock wurden auch die „Empty“ schreienden Fans mehr als zufrieden gestellt, aus deren Begeisterung ergab sich sogar eine Art von kleiner Pogo.

Fazit: Alle waren begeistert, wir haben einen fantastischen Abend mit brillanter Musik erlebt.

 

Papa-Mike

DGM, Pagan’s Mind, Symphony X

5. Oktober 2011, München, Backstage

Das Backstage rief zur Progressive Metal Nacht mit hochkarätiger Besetzung in Form von DGM, Pagan’s Mind und Symphony X. Es mag wohl an dem Termin mitten in der Woche gelegen haben, dass die Italiener von DGM die Show vor einer sehr überschaubaren Anzahl von Besuchern eröffneten. Leider spielte die Technik nicht so recht mit, aus dem gebotenen Soundbrei stach einzig und allein die Gitarre als klar erkennbar heraus, was den Hörgenuss der schönen Melodien ziemlich verdarb, auch der Gesang ging regelrecht unter.

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Live Review – Tuska Open Air Metal Festival 2011 (22. – 24.07.2011)

Veröffentlicht am 10. August 2011 von VisionsUnderground in Festivals, Tuska-Festival
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Zum ersten Mal fand das Tuska Festival nicht im Kaisaniemi Park statt. Aufgrund einiger Beschwerden der Anwohner, unter anderem wegen Lärmbelästigung, haben sich die Organisatoren nach einer anderen Location umgesehen und wurden in Suvilahti fündig. Das Areal liegt in einem Industriegebiet und bietet etwas mehr Platz für headbangende Metalfans. Außerdem ist es mit der Metro, Straßenbahnen und Bussen noch immer recht gut zu erreichen.


Natürlich war Visions Underground wieder mit dabei, um das nun mit insgesamt vier Bühnen und zahlreichen weiteren Angeboten, wie Merch-Ständen und mehreren Futter-Anlaufstellen, ausgestattete Gelände unter die Lupe zu nehmen und über das recht ansehnliche Billing zu berichten.

Freitag, 22.07.2011:
Praktisch neben der Metro-Station gelegen befand sich der Haupteingang für die Metalheads, die sich schon vor dem Einlass in Mengen vor den Toren tummelten und in Stimmung brachten. Obwohl der „kalte“ Norden an diesem Tag sämtliche Vorurteile bezüglich der dort herrschenden Temperaturen vernichtend beseitigte, waren die Fans in bester Partylaune. Kein Wunder, denn bereits zum Auftakt des 14. Tuska Festivals wurden zwei erstklassige Metal-Combos auf die Fans losgelassen – gleichzeitig!

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Nachbericht und Fotos zum Rock in Concert Festival 2011

Veröffentlicht am 4. Juli 2011 von VisionsUnderground in Festivals, ROCK IN CONCERT
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Lichtenfels/Weismain…..  Ein Ort, der gerade mal knappe 5000 Einwohner zählt. In diese, idyllischem Ort in Oberfranken fand am Wochenende des 17.  und 18.06.2011 das erste große Metalfestival statt. Das Rock in Concert Festival öffnete schon früh seine Tore. Ein Festival, welches den vergleichbar großen Festivals in Nichts nachstand. Ausreichend Parkplätze nahe dem Festivalgelände sowie ein Campingground unmittelbar am Gelände waren riesige Pluspunkte für die Veranstaltung gewesen.

Ebenfalls großartig war auch das durchaus grandiose Lineup des Festivals. Musikalisch war für jedes Metallerohr etwas dabei. Insgesamt waren verteilt über die zwei Tage circa 10.000 Besucher vor Ort. Vorteilhaft war es ebenfalls, dass es Tagestickets gab. Die Ticketpreise waren durchaus tragbar. Ebenfalls auch die Getränke- und Essenspreise.

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Live-Review und Fotos DELAIN und SERENITY – K17 Club Berlin 18.05.2011

Veröffentlicht am 22. Mai 2011 von VisionsUnderground in MetalNews
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Alle Jahre wieder begrüßte Berlin letzten Mittwoch die niederländischen Symphonic-Metaller Delain. Unterstützt werden sie auf ihrer Tour durch die Tiroler Serenity.

Ursprünglich sollten auch die Briten Lost in Thought das Publikum anheizen, sie mussten aber aufgrund eines Unfalls mit ihrem Tourbus zwei Tage zuvor absagen. Daher starteten Serenity und schlugen auch sofort ein. Die Power-Metal-Band erinnerten mich mit ihrem Sänger Georg Neuhauser stark an die Finnen von Sonata Arctica und trafen damit offenbar auch durchaus den Geschmack des Publikums im K17, das gerne noch ein paar Zugaben mehr gesehen hätte. Für einige Stücke wurden Serenity übrigens durch die Stimme von Lisa Middelhauve, der ehemaligen Sängerin von Xandria, verstärkt. Nicht nur für mich waren Serenity ein sehr gelungener Auftakt.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde Umbaupause kamen die eigentlichen “Helden” des Abends auf die Bühne: Delain. Nach ihrem Auftritt auf dem Wacken Open Air im letzten Jahr sind sie auch in Deutschland längst kein Geheimtipp mehr, so dass das breite Publikum auch durchaus textsicher mitsang oder zumindest -gröhlte. Neben den bekannten Reißern ihrer zwei bisherigen Alben gaben Delain auch bereits drei neue Lieder zum besten, die (hoffentlich) auf der neuen Scheibe landen werden, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Neu auf dieser Tour ist Delains Gitarrist Timo Somers, der sich als wahre Rampensau entpuppte und ganz offensichtlich auch seinen Spaß hatte und zeigte, dass er sein Handwerk durchaus versteht. Als Highlight des Abend übernahm Georg Neuhauser den männlichen Gesangspart von Control the Storm. Obwohl mir seine Stimme bei Serenity wirklich gefällt, muss ich zugeben, dass sie hier nicht so recht passen wollte. Vielleicht liegt es einfach daran, dass man von der Scheibe eine etwas andere Stimme gewohnt ist. Trotz allem haben die zwei auch visuell ein wirklich gutes Duett hingelegt und die Bude gerockt. Nach über einer Stunde Kopfschüttelmusik vom feinsten (wer schüttelt seine Mähne eigentlich schöner als Charlotte Wessels? ;) ) gingen alle Parteien erschöpft, aber glücklich wieder nach Hause – oder in den Tourbus, um am nächsten Tag auch Hamburg zu zeigen, was gute Musik ist…

Bericht und Fotos:  Klaus Bergmann [imBlickFeld.de] für V.U.

BETZEFER – Live-Termine

Veröffentlicht am 16. Mai 2011 von VisionsUnderground in Konzerte, MetalNews
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16.06.11 Rostock @ Mau Club w/ Cavalera Cospiracy
21.06.11 Köln @ Essigfabrik w/ GWAR
22.06.11 Essen @ Zeche Carl w/ GWAR
23.06.11 München @ Backstage Werk w/ GWAR
28.06.11 Frankfurt @ Nachtleben
29.06.11 Ingolstadt @ Paradox
30.06.11 Köln @ Underground w/ PRO PAIN
01.07.11 Hamburg @ Grünspan w/ Cavalera Conspiracy
02.07.11 WITH FULL FORCE Festival


Nachbericht zum PAGANFEST 2011 – LKA Longhorn Stuttgart

Veröffentlicht am 30. März 2011 von VisionsUnderground in Festivals, Paganfest
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Thor meinte es am 25.3.2011 in Stuttgart mit all seinen Anhängern sehr gut und bescherte ein absolutes hervorragendes Wetter. Somit fiel es den ca. 1.400 Paganfans nicht schwer, etwas länger auf den Einlass zu warten. Zu dieser Verschiebung kam es, da die Nightliner mit den Bands und dem Equipment noch im Stau standen und die Band HEIDEVOLK leider aufgrund eines Todesfalles absagen mussten. Vor den Toren wurde fleissig gefeiert, und das eine oder andere Bandgesicht mischte sich unter die wartende Horde.
Punkt 15:00 Uhr wurde geöffnet, die wartenden Fans strömten ins LKA um sich ihre Plätze zu sichern, andere überfielen den sehr guten und großen Merchstand. Hierzu ist zu sagen, dass die Preise ganz in Ordnung waren. Alle T-Shirts wurden mit EUR 20,– angeboten, die CD’s wanderten für 10 bis 15 EUR über den Ladentisch.
Opener an diesem Abend waren die deutsche Melodic Death/Black Metal Band mit Viking Metal Touch OBSCURITY aus Velbert. Nach einer sehr kurzen Umbauphase ging es mit der finischen Band KIVIMETSÄN DRUIDI weiter. Es wollte leider keine Stimmung aufkommen und Frontfrau Leeni-Maria Hovila bemühte sich sehr, jedoch war der Sound nicht perfekt abgestimmt und die Stimme der Frontfrau war nicht gut zu hören.
Das erste Mal kochte die Halle, als Helge der Exsänger von Equilibrium mit der israelischen Band ARAFEL die Bühne rockte. Für das Quintett war es ein leichtes Spiel das bereits angewachsene Besucherlager von Anfang an zu überzeugen. Eine gelungene Abwechslung war Geigerin Nash, die teilweise leider zu wenig zu hören waren, jedoch ihr Handwerk sehr gut versteht.
Schon zu Beginn war zu sehen, dass sehr viele Fans mit Shirts und blutrot bemaltem Gesicht durch die Gegend gelaufen sind. Nun hatte das Warten für sie ein Ende, die Halle war gefüllt und nach einem kurzen Intro kam VARG auf die Bühne und begeisterten die tosende Menge, die hauptsächlich wegen ihnen gekommen war. Die Jungs aus Coburg begannen Ihren Gig gleich mit zwei neuen Songs ihres Albums „Wolfskult“, welches zum Paganfest Tourstart veröffentlicht wurde. Als Frontman Freki nach den neuen Songs alte Hymnen wie „Wolfszeit“, „Viel Feind, viel Ehr“ oder „Blutaar“ anstimmte, drehte die Fangemeinde total druch. Die Songs wurden lautstark mitgesungen und endlich war der erste Moshpit da, gefolgt von einer Wall of Death, an dieser Stelle ein Danke an die Securitymannschaft, die alle Crowsurfer heil aufgefangen haben.

Eine Überraschung des Abends war, als Anna Murphy von ELUVEITIE mit ihrer Drehleier den Song „Rotkäppchen“ performte. Leider war die Zeit viel zu kurz und eine gewünschte Zugabe der Fans konnte auch nicht verwirklicht werden. Bis dato war es an diesem Abend eine perfekte Show.


MOONSORROW aus Finnland lieferten den sehr ausgepowerten Fans eine einen langen und atemraubenden Gig. Lag wohl daran, dass ihre Songs alle extrem lang waren, von daher waren sie auch nicht so einfach zu verdauen. Die Mischung aus alten und neuen Songs gelang ihnen sehr gut, jedoch konnten sie das Publikum nicht ganz von sich überzeugen.
Die Exoten des Abends waren die vier Schweden von UNLEASHED. Sie gaben wie immer ihr Bestes, wie es auch nicht anders von ihnen zu erwarten war. Der Mix aus alt und neu kam bei den Fans sehr gut an, wobei das Hauptaugenmerkmal auf den neuen Songs wie „Wir kapitulieren niemals“, „Midvinterblod“, „Black Horizon“ oder „Hammer Batallion“ lag. Die Fans dankten es der Band mit einem Massen-Mosh und flippten total aus. Durch den guten Sound und der Performance der Schweden hatte sie bald die ganze Halle in ihren Bann gezogen.
Nach der etwas längeren Umbauphase betraten die Finnen von KORPIKLAANI die Bühne und beeindruckten die tobende Menge mit einer genialen Lichtshow sowie einer perfekte Performance. Die Stimmung war sehr ausgelassen wie es meistens bei den Jungs üblich ist. Die Menge feierte und tanzte zu alten Songs wie „Beer Beer“ oder „Vodka“. KORPIKLAANI konnten, wie auch zu erwarten war, die Halle noch einmal richtig zum Kochen bringen. Am Ende der Show konnte niemand mehr ruhig auf seinem Platz stehen.


Der Abend war noch nicht zu Ende nach dieser Show denn viele warteten auf den Speicalgast Headliner ELUVEITIE aus der Schweiz. Man merkte dass nach fast 8 Stunden Festival den Metalheads die Luft ausging, doch ELUVEITIE betraten die Bühne und die aufgebaute Stimmung kam zum finalen Höhepunkt des Abends. Die Band fiel durch ihre sympathische Art und die unglaublich gute Stimmung mit einer perfekten Performance sofort auf. Diese Stimmung übertrug sich in Sekunden auf die tobende Menge, für die es schier keinen Halt gab, die Stimmung wurde wieder zurück an die Band übertragen. Die Interaktion war einfach hervorragend, zwischen Band und Metalheads sowie auf der Bühne. Es wurde getanzt, gepost und gebant so gut es ging, von daher gab es sehr viel Bewegung auf der Bühne und die Lichtshow verstärkte dies umso mehr. Der gesamte Auftritt vom ersten bis zum letzten Ton war einfach am Kochen und als großes Finale gab es eine gigantische Wall of Death. Damit ging auch dieser Abend dem Ende zu.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Nachmittag und Abend. Die Fans kamen beim Paganfest 2011 auf ihre Kosten. Für jeden Geschmack war etwas dabei, von harten Wikingerklängen bis zu Trinkliedern. Das Paganfest war eine Bereicherung für alle war ein guter Start in die neue Festivalsaison, welche bald beginnt.

Bericht: Claudia
Fotos: Claudia

Fotogalerie wird noch folgen

Live Review FME Helsinki 18.02-19.02.2011

Veröffentlicht am 2. März 2011 von hanzi666 in Festivals, Finnish Metal Expo, Konzerte
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Das mittlerweile 7. finnische Metal Meeting fand vom 17. – 19.02.2011 im verschneiten, doch arg frostigen Helsinki statt und lockte wieder weit über 3.500 Besucher in die Cable Factory. Die Stände der unzähligen, bedeutenden Metal-Labels, Bands oder Merchandising-Firmen sorgten neben den Live Acts für ein buntes Rahmenprogramm, welches jedes Metallerherz höher schlagen ließ.
Grund genug für das Visions Underground Team sich ins Flugzeug zu setzen und den Weg in das von Schnee überzogene Helsinki anzutreten …

Do. 17.02.2011:

Die offizielle Warm–up Party zur FME 2011, der Industry Day, fand im Virgin Oil Club im Zentrum von Helsinki statt, und den Schweden Avatar gebührte die Ehre, ihren Set in der anfangs noch spärlich gefüllten Location vor ca. 12 Fotografen(!!) zu eröffnen. Die Band zeigte sich unbeeindruckt und agierte relativ professionell, wohl verbunden mit der Hoffnung, dass sich dies mit zunehmender Dauer ihres Sets noch ändern würde …


Doch auch im weiteren Verlauf des Gigs passierte nicht mehr viel, und die Schweden wurden vom nun langsam zunehmenden Publikum lediglich mit geringem Applaus bedacht. Spielerisch war die Band darum bemüht, ihren Power Metal–lastigen Sound gut zu präsentieren, doch die Gitarrenfraktion ließ jegliche Harmonie in ihrem Zusammenspiel vermissen, und der Sänger probierte von Song zu Song verschiedene Gesangsstile aus und fand somit überhaupt keine klare Linie. Das Publikum dankte es den Schweden mit Ignoranz, und so schnell werden wir Avatar in Finnland wohl nicht wieder sehen!!

Als zweiter Act des Abends enterten die Lokalmatadoren Verenpisara die Bühnenbretter, und sie konnten mit ihren überaus atmosphärischen und melancholisch anmutenden Songs die Zuschauer schnell überzeugen. Verenpisara sind in Finnland ja längst keine Unbekannten mehr, haben sie doch mit Tomi Koivusaari und Santeri Kallio von Amorphis zwei bekannte und talentierte Musiker in ihren Reihen, die hier als Gitarrenduo fungieren und ihre Sache verdammt gut machten.

Vor allem die Leads von Tomi Koivusaari verliehen dem Songmaterial von Verenpisara sehr großen Wiedererkennungswert und hinterließen rundum zufriedene Zuschauer – ein sehr guter Auftritt der sympathischen Band.
Was als besonderer Punkt erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass Verenpisara am heutigen Abend ihren ersten Gig seit sechs Jahren absolvierten und ihre Leistung daher noch höher einzustufen ist – Respekt!!

Als Headliner standen nun Before The Dawn auf dem Programm, und die Mannen um Fronter Tuomas Saukkonen hatten vom ersten gespielten Ton an das Publikum im Griff und überzeugten mit ihrem brachialen Sound auf ganzer Linie. Vor der Bühne war es jetzt brechend voll und die Band wurde bedingungslos unterstützt.


Vor allem Gitarrist Juho Rähiä sorgte für mächtig Bewegung auf der Bühne und bangte, was das Zeug hielt, während sich Tuomas Saukkonen und Bassist Lars Eikind in gewohnter Manier die Vocals teilten und so ausnahmslos jeden Song zu einem echten Highlight machten.

Vor allem vom neuen Output der Jungs „Deathstar Rising“ wurden viele Songs gespielt und in Perfektion aus der P.A. gehauen. Aber auch von den alten Scheiben hatte man genügend Songs im Gepäck, und das obergeile „Black Dawn“ funzte auch hier im Virgin Oil – so gut wie immer und überall.
Nach etwas über einer Stunde Spielzeit und zwei Zugaben war Schluss, und die FME hatte ein würdiges Warm-up bekommen. Wir gingen am darauf folgenden Tag mit großer Vorfreude in die Cable Factory zum eigentlichen Event.

HELSINKI METAL MEETING 2011

Fr. 18.02.2011:

Deathchain waren der Opener am ersten Tag der FME und zeigten den doch bereits zahlreich erschienenen Fans schon zu diesem frühen Zeitpunkt, warum auch in Zukunft mit ihnen zu rechnen sein wird:


Mit mächtig Druck wurde eine Death/Thrash-Metal Walze nach der anderen aus der PA. gehauen, und die beiden Gitarristen überzeugten durch technisch einwandfreies Zusammenspiel. Gitarrist Corpse kennen ja bereits viele aus seiner Zeit bei Demilich, und auch hier bei Deathchain kommt sein Gitarrenspiel genauso beeindruckend rüber. Ein Hammer, diese fetten Riffs, welche Sänger K.J. Khaos mit seinen prägnanten Vocals gekonnt abrundete und immer um regen Kontakt mit den Fans bemüht war … Geiler Auftritt von Deathchain und das gleich zu Beginn. Das machte Lust auf mehr.

Zeroscape waren die nächsten, die auf die Bretter geschickt wurden. Die Formation aus Kanada, die zur Eingewöhnung auf den heutigen Gig schon einige Tage zuvor in Finnland unterwegs war, zeigte sich von ihrer besten Seite und präsentierte ihren Mix aus Reggae, Metal und Rock auf eine harmonische Art und Weise, mit der sie auf jeden Fall neue Fans dazu gewonnen haben dürfte. Eine klasse Band, die man sich unbedingt einmal ansehen sollte.

Leider hatten die Kanadier nur eine halbe Stunde zur Verfügung, um ihre facettenreich strukturierten Songs vorzustellen, aber sie machten das Beste daraus, und auch vor der Bühne gingen die Fans zu den Kompositionen von Zeroscape munter mit – ein überraschend guter Auftritt der vierköpfigen kanadischen Band!!

Weiter ging es mit Dreamshade aus der Schweiz, die den Fans sehr abwechslungsreichen und spielerisch hochwertigen Death Metal mit einer sehr geilen Performance darboten. Vor allem die Vocals kamen mit einer solchen Wucht aus den Boxen, dass einem Hören und Sehen verging.

Das Songmaterial der Schweizer erinnert ein wenig an die Schweden von Dark Tranquility – um hier einen groben Vergleich heranzuziehen – aber selbstverständlich besitzen Dreamshade genügend Eigenständigkeit, und das demonstrierten sie am heutigen Abend eindrucksvoll!! Vor der Bühne ging es über die gesamte Spieldauer richtig ab, was die Stimmung bis fast zum Siedepunkt gebracht hatte!! Die bisher beste Band des Tages – ganz eindeutig und mit Abstand!!

Zu einem relativ frühen Zeitpunkt gab es schon einen richtig guten Auftritt, und Mygrain waren die nächsten, die sich daran messen mussten. Die in Finnland beheimateten Jungs sorgten für richtig Stimmung im Publikum, und auch auf der Bühne wussten sie gekonnt zu überzeugen.

Neben dem makellosem Spiel untereinander gingen die Jungs noch richtig ab und gaben über die gesamte Dauer ihres Sets volle 100%.
Den Fans hat´s jedenfalls gefallen – vor der Stage war richtig was los, und die Musiker hatten auch eine Menge Spaß, aber an Dreamshade kamen sie spielerisch nicht ganz heran, obwohl die Stimmung hier weitaus besser war. Aber das lag wohl eindeutig am Heimvorteil!!

For The Imperium waren nun an der Reihe. Die Finnen kamen zunächst etwas schwer in Gang und hatten Probleme, die Fans in den Griff zu bekommen. Im Laufe des Gigs jedoch zogen sie das Publikum immer mehr auf ihre Seite.

Ich persönlich finde, dass sich die Band trotz der Mühe, die sie sich zweifelsohne gegeben hatte, noch gewaltig steigern muss, um die Fans über die gesamte Dauer einer Show begeistern zu können. Bewegungsfreude war bei der Performance der Finnen nur gelegentlich vorhanden – sonst wirkte man mitunter doch arg gehemmt. Alles in allem dennoch ein ordentlicher Auftritt mit Potential nach vorne.

Danach wurde es düster in der Cable Factory, denn nun waren Tryptikon am Start, die ihren tonnenschweren Doom Metal auf der Stage in unnachahmlicher Weise zelebrierten. Ex-Celtic Frost Hüne Tom Gabriel Warrior zog im düsteren und atmosphärischen Halbdunkel der Stage die Zuschauer in seinen Bann, und der Rest der Band stand ihm in nichts nach.

Es war schon mehr als beeindruckend, mit welchem Druck und dynamischer Präzision die langsamen, schweren Riffs aus der PA krochen und den Weg in die Gehörgänge der Fans fanden. Die Halle war sehr gut gefüllt, und wirklich niemand konnte sich den Kompositionen von Tryptikon entziehen. Sehr, sehr geiler Auftritt, von dem nicht nur wir beeindruckt waren.

In eine ganze andere Schiene lenkten die nachfolgenden Symfonia ihre Melodien und Songs. Die neben Timo Tolkki aus vielen Metal-Persönlichkeiten zusammengewürfelte Band spielte ihre Power Metal Songs sauber und technisch einwandfrei herunter.

Vor allem Vocalist Andre Matos setzte mit seiner sauberen und durchdringenden Stimme sehr gute Akzente, wenn auch hier Anlehnungen zu Michael Kiske nur schwer zu verleugnen waren.
Den Fans war es egal. Sie feierten Symfonia bedingungslos ab, und die Crowd in den ersten Reihen sorgte für mächtig Stimmung. Guter Gig eines eingespielten Teams!!

Nun war für die Schweden Sabaton die Zeit gekommen, die nun zum Abschluss des ersten Tages der FME die Bühne als würdiger Headliner betraten und vorher schon lauthals von der Menge gefordert wurden. Unterstützt von frenetischen Anfeuerungsrufen, lief die Band zur Höchstform auf, und Highlights, wie das überaus eingängige „White Death“ oder „Attero Dominatus“ wurden vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Sänger Joakim Brodén war sehr agil und in ständigem Kontakt mit den Fans. Sein gesangliches Niveau übertraf auch an diesem Abend wieder einmal alles und ist ein belebendes Element im Sound und in der Show der stets beweglichen Schweden. Eher selten schafft es eine Band hier in Helsinki für soviel Stimmung und Begeisterung zu sorgen, wie Sabaton, die dies mit ihren schon fast hymnenartigen Kompositionen tun – einfach einzigartig.
Das überaus melodische „Cliffs of Gallipoli“ bildete einen weiteren Höhepunkt des anderthalb Stunden dauernden Sets der Schweden und forderte den Fans noch einmal alles ab, bevor sich Sabaton gebürtig verabschiedeten und die Maniacs bei -25° auf den Nachhauseweg entließen.
Somit endete der erste Tag der FME, und man konnte als kurzes Fazit festhalten, dass Veranstalter und Fans zur Halbzeit mehr als zufrieden waren.

Sa. 19.02.2011:

Turmion Kätilöt fungierten als Opener des zweiten Tages, und zu unserer Überraschung versammelten sich schon um 15:30 viele Fans vor der Stage, um die Finnen zu erleben. Die Fans gingen zu den Songs der Band richtig ab, und die Band zeigte sich professionell, wie man es von ihnen gewohnt ist.

Von Anfang an gaben die Jungs Vollgas, und es gab keinen, der bei den Beats der Finnen ungerührt stehen bleiben konnte – die Fans feierten ihre Helden ausgelassen, und nach einer Stunde Spielzeit wurden Turmion Kätilöt mit viel Applaus verabschiedet. Schade nur, dass ihr Auftritt so früh angesetzt war, denn – trotz des recht ansehnlichen Billings – waren Turmion Kätilöt einer der durchschlagendsten Bands auf der FME 2011. Sehr guter Auftritt der sympathischen Finnen!!

Die nachfolgende Band waren Corroded aus Schweden, die das Publikum sofort auf ihre Seite bringen konnten. Die Band um Frontman Jens Westin zelebrierte ihre melodischen und eingängigen Songs in Perfektion und wurde dementsprechend mit viel Applaus bedacht.

Wie bei jeden Auftritt der Schweden, durfte das melancholische „Bleed“ gegen Ende des Sets natürlich nicht fehlen, und so hinterließen Corroded einen bleibenden Eindruck in der finnischen Hauptstadt und haben ihren Status als aufstrebende Band mehr als untermauert. Sehr guter schwedischer Act, von dem man in naher Zukunft sicherlich noch einiges hören wird!!

Mein persönliches Highlight sollte nun folgen, und ich versuche, so neutral wie möglich von dem kurzen Auftritt der erst seit knapp zwei Jahren bestehenden finnschen Gothic Kapelle The Man-Eating Tree zu berichten:
Die aus Oulu stammende Formation hat mitVesa Ranta (Ex-Sentenced) und Janne Markus (Ex-Poisonblack), sowie dem äußerst charismatischen Frontman Tuomas Tuominen einige Top Musiker der finnschen Metal-Szene in ihren Reihen, und dass daraus ein vollwertiges, musikalisches Hörerlebnis entstehen würde, stellte das im Herbst 2010 erschienene Album „Vine“ eindrucksvoll unter Beweis!!


Live konnten The Man-Eating Tree am heutigen Tag ebenfalls überzeugen, und ihre unter die Haut gehenden Songs wurden vom Publikum dankbar angenommen. Fronter Tuomas war um ständigen Kontakt mit den Fans bemüht, und Klassiker wie „Instead Of Sand And Stone“, „Out Of The Wind“ oder das düstere „Of Birth For Passing“ sorgten für reichlich Begeisterung im Publikum, und auch der bisher unveröffentlichte Song „Vultures“ kam beim finnischen Publikum sehr gut an. Im Vorfeld kursierte das Gerücht, dass sich Sänger Tuomas eine doch etwas heftigere Erkältung zugezogen hatte – davon ließ er ich aber nichts anmerken und zog den Set sehr professionell durch!!

Im übrigen hatten The Man-Eating Tree einen nahezu perfekten Sound, der die viel zu kurze Spielzeit von einer halben Stunde wenigstens etwas aufwiegen konnte. Keine Ahnung, was sich der Veranstalter hierbei gedacht hat, TMET mit einer solch kurzen Spielzeit zu versehen. Unglaublich – nicht nur ich war deswegen enttäuscht.
Mit dem etwas schnelleren und druckvolleren „Amended“ endete ein kurzer aber guter Gig der talentierten Gruppe aus dem Norden Finnlands!! Thumbs up!!

Im Anschluss standen die Finnish Metal Awards auf dem Programm, welche am Ende folgende Ergebnisse aufwiesen:

Finnish metal awards 2010 winners:

Bands of the year:
1) Stam1na
2) Mokoma
3) Before The Dawn

Records of the year:
1) Viimeinen Atlantis – Stam1na
2) Sydänjuuret – Mokoma
3) Routa – Black Sun Aeon

Cover arts of the year:
1) Sydänjuuret – Mokoma
2) Viimeinen Atlantis – Stam1na
3) Routa – Black Sun Aeon

Musicians of the year:
1) Tuomas Saukkonen (Before The Dawn)
2) Pekka Olkkonen (Stam1na)
3) Alexi Laiho (Children Of Bodom)

Vocalists of the year:
1) Antti Hyyrynen (Stam1na)
2) Marko Annala (Mokoma)
3) Tomi Joutsen (Amorphis)

Newcomer of the year:
1) Barren Earth
2) Pressure Points
3) The Man-Eating Tree

Demo bands of the year:
1) Frosttide
2) Bob Malmström
3) Disease Of The Nation

Nach einer kurzen Pause waren Battle Beast die nächsten, die auf das Publikum losgelassen wurden … Die in Helsinki ansässige Kapelle erlangte durch den Wettbewerb W:O:A Metal Battle 2010 in Finnland einen gewissen Bekanntheitsgrad und absolvierte daraufhin ihren ersten Auslandsauftritt auf dem Kult-Festival im Norden Deutschlands.


Battle Beast präsentierten sich recht professionell mit traditionellem Heavy Metal-Sound, rasanten und aggressiven Riffs in Old School-Manier. Auch die Sängerin überraschte mit ihrer hohen und – für Frauen untypischen – Power Metal-Stimme. Die Fans zollten der Band mit einer ausgelassenen Party Respekt, und so konnten Battle Beast diesen Gig als Erfolg verbuchen.

Es folgte mit Kvelertak nun eine norwegische Band, die sich aber nicht, wie die meisten ihrer Landsleute, dem Death oder Black Metal widmen, sondern neben einigen Einflüssen aus dem Schwarz Bereich eher Sludge oder auch Punk Rock-Parts mit leichtem Pop-Einschlag (‘Sjøhyenar (Havets Herrer)’) am Start haben. Mit ihrem einprägsamen, melodischen, Metal-beinflussten Punk Rock zogen Kvelertak erfolgreich ihre Runden und setzten ein Zeichen.

Das haben sie nicht zuletzt ihrer rabiaten Live-Show zu danken, die mit Leichtigkeit ihre Fans auf Hochtouren brachte. So herrschte eine einzige große Party, die von der Bühne bis in den letzten Winkel der Halle reichte. Unbekümmert ließ Sänger Erlend die Hüllen fallen und stürzte sich mit nacktem Oberkörper in die Menge. Die Zuschauer tobten exzessiv bis zum letzten Ton. Fans in Europa dürfen sich im April und Mai 2011 auf Kvelertak freuen.

Accept waren der Headliner des zweiten Tages, und hier war der Stimmungspegel mit am höchsten, was die Gesamtlänge des Accept-gigs anbetraf.
Die Band um den “neuen” Sänger Mark Tornillo agierte sehr spielfreudig und professionell. Tatsächlich kann man das Songmaterial der aktuellen Scheibe „Blood of the Nations“ mit zum Besten zählen, was bisher in der langen Bandhistorie über den Ladentisch gegangen ist. Gerade das kraftvolle „Teutonic Terror“ zog die Fans total mit und brachte die Stimmung zum Überkochen.


Weitere Highlights wie „Starlight“ oder „Princess Of The Dawn“ unterstrichen den Status, den die Band in der Szene genießt, nämlich eine absolute Live-Band mit außergewöhnlichen spielerischen Fähigkeiten zu sein. Das Gitarrenduo Wolf Hoffman und Herman Frank präsentierte sich spielerisch versiert auf einem technisch hohen Level und war neben dem exzellenten Gesang von Mark Tornillo das Hauptaugenmerk der Show von Accept.
Die Musiker waren ständig in Bewegung und hielten die Stimmung über den kompletten Gig auf einem ansprechend hohen Niveau, was ihnen von den Fans mit grandiosem Applaus gedankt wurde. Unterstützt wurden Accept von einer genialen Lightshow – die Bühne präsentierte sich von Song zu Song unter verschiedensten Bedingungen und stellte einen guten Kontrast zum musikalisch dargebotenen dar.
Nach anderthalb Stunden beendeten Accept ihren grandiosen Auftritt unter nicht enden wollendem Beifall und waren ein perfekter Headliner zum Abschluss der FME 2011!!

Für alle ganz Harten, die nun noch immer nicht genug hatten, wurden die schwedischen Doomsters von Ghost auf die Bühne beordert!!
Ghost fungierten als klassischer Rausschmeißer, denn nach dem energiegeladenen Auftritt von Accept war für diesen Abend nicht mehr viel zu erwarten. Dennoch blieben einige Besucher in der Fabrik und waren auf die schwedischen Doom-Metaller sehr gespannt. Bereits als sie die Bühne betraten, konnte man in den Zuschauerreihen rätselnde Gesichter sehen.

Die Musiker waren allesamt in schwarzen Mönchskutten erschienen, und ihre Gesichter waren zudem vermummt. Noch größere Verwunderung erntete allerdings der Sänger, der sich mit einem Papst-Kostüm in schwarz-rot und einer weißen Mitra präsentierte. Es dauerte eine Weile, ehe sich die übriggebliebenen Gäste auf die anfangs schwerlastigen und tiefen Gitarrensounds und den fast schon lethargischen Gesang eingestimmt hatten. Wirkliche Stimmung wollte aber nicht mehr aufkommen, zumal der Sound der Band zu sehr ins Powerpop abrutschte. Wer die Band selbst beurteilen will, hat die nächsten Monate die Gelegenheit, Ghost auf einem ihrer Europa-Gigs zu sehen.

Und so gingen dann drei schöne, mit viel guter Musik versehene Tage doch ziemlich schnell zu Ende.
Das Visions Underground Team nimmt sehr viele schöne Erinnerungen mit zurück in die Heimat, und man muss feststellen, dass die FME 2011 ein voller Erfolg gewesen ist.

Das Angebot für die Fans war äußerst reichhaltig – während der Pausen zwischen den einzelnen Gigs gab es genügend Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben und die Stände im Mittelteil der Cable Factory zu besuchen.
Unter anderen waren hier Spinefarm Records, Century Media Records sowie zahlreiche Merchandising-Stände – um nur kurz einen kleinen Auszug aus dem reichhaltigen Angebot zu erwähnen, vertreten, die ihre neuesten Artikel präsentierten. Es gab auch Stände einzelner Bands selbst wie zum Bespiel von Before The Dawn oder den finnischen Doomsters KYPCK, an denen man die Bands selbst antreffen und sich mit den Musikern unterhalten bzw. Autogramme ergattern konnte
EMP hatte einen offiziellen Autogramm Stand, an dem die Fans über weite Teile des Wochenendes Schlange standen, und an dem sich namhafte Musiker aufhielten und ausgiebig Autogrammwünsche  erfüllten.

Alles in allem ein voller Erfolg für die FME 2011, und wir können jedem Interessierten nur anraten, sich dieses Event gleich zu Beginn des Jahres nicht entgehen zu lassen und sich rechtzeitig Tickets zu sichern!!
Also sofort mit in den Terminkalender aufnehmen. Bis zur FME 2012 – stay tuned!!

Bericht:
Hanzi Herrmann  V.U.
Alexandra Krautz  V.U.

Fotos:
Alexandra Krautz  V.U.

Heute abend LIVE im Session in Wiesaden — Conjuring ab 20.00Uhr

Veröffentlicht am 22. Januar 2011 von VisionsUnderground in Ankündigungen, Konzerte
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Das Ganze findet heute am 22. Januar 2011 im Rahmen eine METAL PARTY statt.
Das SESSION in Wiesbaden ist ne’ gemütliche Location mit Dart, Kicker, Pool und Bier zu angemessenen Preisen.

CONJURING +++LIVE+++

Veröffentlicht am 23. Dezember 2010 von hanzi666 in Konzerte
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Nicht verpassen, denn CONJURING sind live eine Macht !!

Wenn sich der August dem Ende neigt, nimmt auch der Sommer bald Abschied und somit findet auch die Festival-Saison so langsam ihr Ende. Und wie feiert man am besten den Abschluss einer Festival-Saison? Natürlich mit einem Festival! Unter diesem Motto findet dann auch regelmäßig am letzten August-Wochenende das inzwischen weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Summer’s End Open Air im Andernacher JUZ statt. Dieses Jahr stieg die „Sommer-Abschieds-Party“ am 28.08. und sie machte ihrem Namen alle Ehre, denn es gab immer wieder kräftige Regenschauer …

Aber was ein richtiger Rocker sein will, lässt sich von ein bisschen Wasser nicht abschrecken, sodass bereits, kurz nachdem sich um 14 Uhr die Tore öffneten, einige Feierwillige das Festivalgelände besiedelten.

Schon eine halbe Stunde später betrat mit Sons Of Season die erste Band die Bühne. Die Mannen um Sänger Henning Basse rockten mit ihrem Gothic Metal ordentlich gegen den Regen an und konnten so trotz der recht widrigen Umstände der frühen Spielzeit und des nicht gerade berauschenden Wetters bereits unter dem noch recht überschaubaren Publikum für ziemlich gute Stimmung sorgen. Somit zeigt sich der Frontmann richtig begeistert und stellte fest, dass es „ja schon voll“ sei. Auch wenn dies vielleicht ein wenig übertrieben war, konnte man über die Publikumsresonanz wirklich nicht meckern. Unterstützt wurde die Band an diesem Tag von Ariën van Weesenbeek, der normalerweise bei Epica hinter den Drums sitzt. Mit „Fallen Family“ beendeten Sons Of Season ihr Set und überließen eine gut gelaunte, stetig anwachsende Menge ihren Nachfolgern von Mono Inc.

Deren Auftritt wurde von einem Intro, das von einer elfenhaften weiblichen Stimme gesungen wurde, eingeleitet. Als diese verebbte, betrat zunächst Drummerin Katha Mia die Bühne. Aber anstatt hinter ihrem Schlagzeug Platz zu nehmen, stellte sie sich zunächst an den Bühnenrand, um das Publikum zum Klatschen aufzufordern. Sobald sie mit dessen Leistung zufrieden war, ging sie hinter die Drums und der Rest der Band kam hinzu, um seine Instrumente zu ergreifen. Mit den Worten „Guten Morgen Andernach!“ begrüßte Sänger Martin Engler die inzwischen gut angewachsene Schar vor der Bühne und mit „This Is The Day“ ließen sich die Gothic Rocker, deren düstere Ohrwürmer vom ersten Moment an auf gute Resonanz stießen, schon mal ordentlich abfeiern. Um das Wohl der Anwesenden bedacht, erkundigte sich der Sänger hinterher bei der Menge: „Geht’s euch gut?“ Da die Antwort noch etwas verhalten war, wiederholte er: „Ich fragte, geht’s euch gut?“ Dieses Mal war die Reaktion schon wesentlich lauter, sodass die Band beruhigt weiterrocken konnte, was sie mit Stücken wie „Temple Of The Torn“ und „Comedown“ ordentlich taten. Aber auch einen Moment der Ruhe gönnte Martin Engler seinem Publikum, indem er zur Akustik-Gitarre griff, um, von Katha Mia gefilmt, seinen inzwischen schon obligatorischen Beitrag für das Mono Inc.-Tour-TV zu leisten. Dabei bekam das singfreudige Publikum die Gelegenheit, mal ordentlich die eigenen Stimmbänder zu trainieren. Dass diese noch einiges Training nötig hatten, fiel dem Sänger recht schnell auf, sodass er sich ungläubig erkundigte, ob die Leute ihn „verarschen“ wollten. Schließlich forderte er dann „nur die Frauen“ zum Singen auf, was aber auch keine allzu gute Idee war, wie sich schnell herausstellte. „Das tut mir Leid“, kommentierte der wasserstoffblonde Frontmann gar nicht mitleidig das Geschehen und forderte dann „alle, auch die V.I.P.s“ erneut zum Mitsingen auf. Schließlich aber erlöste er die Menge, stellte die Akustikgitarre beiseite und überließ die Bühne Katha Mia, die daraufhin ein kleines Drum-Solo zum Besten gab, bei dem aber auch sie das Publikum zu beständigen „Hey“-Rufen anfeuerte. Anschließend durfte dann aber mit „Voices Of Doom“ wieder richtig abgerockt werden. Da die Spielzeit zu so früher Stunde noch ziemlich begrenzt war, erklärte Martin Engler auf einmal ganz unerwartet: „Danke Andernach! Wir spielen einen letzten Song und nach Schelmish treffen wir uns am T-Shirt-Stand, trinken ein Bier und lernen uns kennen!“ Mit „Get Some Sleep“, bei dem nun wirklich niemand mehr vom Klatschen abzuhalten war, beendeten die Gothic Rocker ihr sehr stimmungsgeladenes Set und verabschiedeten sich mit den Worten „Vielen dank Andernach. Das war Mono Inc. Wir wünschen euch einen guten Abend mit vielen tollen Bands. Wir sehen uns nach Schelmish am Stand!“

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann weiter mit Schelmish und ihrem Dudelsack-lastigen Folk Rock. Mit den Worten „Schönen guten Tag Andernach. Seid ihr da?“ wurde das Publikum begrüßt und mit dem Stück „Die Hässlichen Kinder“ wurde dann ordentlich abgerockt. Wer die Barden bereits live gesehen hat, weiß, dass sie sich nicht so besonders ernst nehmen. Dementsprechend stellte die Band sich selbst vor: „Wir sind fett, wir sind hässlich, wir sind Schelmish. Seid ihr gut drauf?“ Die recht laute Antwort wurde mit einem erfreuten „Das ist schön“ kommentiert. Obwohl die Stimmung zunächst nicht mehr ganz auf dem gleichen Niveau war wie noch zuvor bei Mono Inc., wurde zu „Der Narr“ sowie zu weiteren Kompositionen der Dudelsackmeister dennoch gut abgefeiert. Somit kam es der wilden Schar vor der Bühne auch sehr gelegen, dass Sänger Dextro erklärte: „Unsere Zeit ist kurz bemessen, deshalb werden wir nicht viel reden!“ Auf alle Fälle ein vernünftiger Kompromiss, über den sich sicherlich niemand geärgert haben dürfte. Nach einigen Stücken steigerte sich die Stimmung auch wieder auf das zuvor herrschende Niveau, sodass sich nicht nur bei „Überladen“ und „Das Moor“ kleine Moshpits bildeten. Da auch Folk-Rocker nicht vor technischen Problemen gefeit sind, mussten Schelmish zwischendurch ein reines Dudelsack-Stück spielen, da die Gitarren nicht so richtig funktionieren wollten. Aber dadurch ließen sich die frechen Barden nicht aus der Ruhe bringen und auch das Publikum feierte unermüdlich weiter. Bevor „1212“ angestimmt wurde, erklärte Dextro noch schnell den Hintergrund des Stückes, da es bezüglich des Titels wohl wilde Spekulationen über dessen Bedeutung gegeben hatte: „Die Presse wunderte sich, ob „1212“ der Schelmish-Code für irgendwas sei. Wir sagten: „Für’s Saufen.“ Aber wir haben mal ne Doku gesehen über Kinderkreuzzüge.“ Somit wäre dann auch geklärt, dass es sich bei „1212“ nicht um einen Geheim-Code sondern um eine Jahreszahl handelte. Nach einer Dreiviertel Stunde räumten Schelmish schließlich die Bühne, um diese, den stilistisch in eine ähnliche Kerbe schlagenden, Fiddler’s Green zu überlassen.

Setlist Schelmish:

01)  Die Hässlichen Kinder

02)  Der Narr

03)  Überladen

04)  Moor

05)  For The Clansmen

06)  Chaos

07)  Aequinoctium

08)  Marionette

09)  1212

10)  Sommer

11)  Mosaik

12)  Wir Werden Sehen

Auch zu den irisch angehauchten Folk-Rockern von Fiddler’s Green wurde ordentlich abgerockt. Mit „Life Full Of Pain“ stürzte das Sextett auf die Bühne und versprühte von den ersten Takten an eine super Stimmung, sodass die tanzfreudige Menge wie wild hüpfte, mitsang und ganz schnell einige Moshpits bildete. Kennt man aus der härteren Metal-Welt Phänomene wie die Wall Of Death, gibt es bei Fiddler’s Green ebenfalls ein entsprechendes Pendent namens Wall Of Folk, welche im Grunde genommen und von außen betrachtet der Wall Of Death sehr ähnelt. Nur die Klänge, zu denen man aufeinander zurennt, sind ein wenig anders. Folkig eben. Viele konnten es wahrscheinlich kaum glauben, wie kurz fünfzig Minuten sein können, als „Bugger Off“ das Ende des Sets einläutete und Fiddler’s Green sich von der tobenden Menge verabschiedeten.

Setlist Fiddler’s Green:

01)  Life Full Of Pain

02)  Sports Day At Killaloe

03)  Highland Road

04)  Mrs. McGrath

05)  Irish Air

06)  Rose In the Heather

07)  All These Feelings

08)  Kick The Bucket Tunes

09)  Rocky Road To Dublin

10)  Folk’s Not Dead

11)  The Night Pat Murphy Dies

12)  Bugger Off

Ein wenig elektronischer wurde es mit dem Mittelalter-Industrial-Rock von Tanzwut. Zu den Klängen von „Toccata“ stürmten Sänger Teufel und seine Mannen die Bühne und ließen es zu keiner einzigen Sekunde zu, dass die Stimmung im Publikum wieder abflachen konnte.

Auch das Wetter spielte mit, sodass der gehörnte Frontmann schließlich erfreut feststellte: „Die Sonne kommt raus!“ So ganz korrekt war das zwar nicht, da während Tanzwut wieder vermehrt Wolken am Himmel zu sehen waren, als bei den Bands zuvor, aber immerhin blieb es trocken. Und sogar einige Crowdsurfer ließen sich blicken. Leider war der Sound insgesamt nicht so besonders gut, sodass Teufels Stimme recht leise klang und er somit besonders bei den Ansagen recht schlecht zu verstehen war, aber dies tat Songs wie „Meer“ oder „Vulkan“ beim besten Willen keinen Abbruch.

Wie schnell so ein stimmungsgeladener Auftritt vorbei sein kann, gemahnte der Sänger, als er darauf hinwies: „Die Meisten haben noch nicht darüber nachgedacht, es ist später als man denkt!“ Bei dem folgenden „Endlich“ ließ Teufel die Menge nochmal ordentlich mitsingen, bevor er anschließend verkündete, dass er im September ein Solo-Album mit dem  bedeutungsvollen Namen „Absinth“ veröffentlichen wird. Unter lauten „Zugabe“-Rufen, die leider nicht erhört werden konnten, verließen Tanzwut die Bühne.

Setlist Tanzwut:

01)  Toccata

02)  Ihr Wolltet Spaß

03)  Im Labyrinth

04)  Meer

05)  Wieder Am Riff

06)  Merseburger Zaubersprüche

07)  Seelenverkäufer

08)  Vulkan

09)  Endlich

10)  Teufel Im Paradies

11)  Lügner

Mit dem Auftritt der aus den Niederlanden stammenden Epica wurde das Festival nicht nur beinahe international, man bewegte sich auch recht weit weg von den folkigen Klängen, die bis dahin das Summer’s End fest in der Hand hatten, denn die Holländer widmeten sich exzessiv dem Symphonic Metal.

Dies ließ sich bereits bei den Klängen des Intros „Samadhi“ mehr als nur erahnen und mit dem folgenden „Resign To Surrender“ bestätigte sich der Verdacht endgültig, dass es nun bedeutend metallischer und härter zur Sache gehen würde. Das Publikum jedenfalls dankte es der Band und so ließen sich einige wild fliegende Matten in der Menge ausmachen. Sängerin Simone Simons begrüßte daraufhin die inzwischen recht beachtliche Menschenansammlung vor der Bühne mit den Worten: „Guten Abend Andernach! Wie geht’s euch? Heute gab es Regen und Sonnenschein. Aber egal, hier sind heute viele geile Bands und das muss gefeiert werden! Jetzt brauchen wir eure Hände!“ Das ließ sich die feierwillige Meute natürlich nicht zweimal sagen und somit erhoben sich zum folgenden „Quietus“ unzählige Hände gen Himmel. „Das ist schön, ich muss weinen“, kommentierte Simone das Geschehen im Anschluss, gab dann aber direkt zu „nein, das ist nur der blöde Wind.“ Weiter ging es mit einem der persönlichen Favoriten der Sängerin, nämlich mit „Unleashed“. Neben Simones flammend roten Haaren, welche durch einen geschickt vor ihr platzierten Ventilator beständig ihr Gesicht umwehten, wenn sie nicht gerade in bester Headbanger-Manier ihren Kopf schüttelte, stellte das drehbare Keyboard von Tastenmeister Coen Janssen einen außergewöhnlichen Blickfang dar.

Nach dem sich anschießenden „Cry For The Moon“, welches noch aus frühesten Epica-Tagen stammte, erkundigte sich die rothaarige Frontfrau beim Publikum: „Habt ihr Lust auf ein bisschen Singalong?“ Da die Reaktionen der Menge dies eindeutig bejahten, sang Simone kleine Melodien vor, die die durchaus singfreudige Schar wiederholen musste. Dabei zeigte sich allerdings ziemlich eindrucksvoll, dass die Frontfrau die wirklich bessere Sängerin war. Nochmal richtig bombastisch wurde es dann mit „The Obsessive Devotion“, nach welchem sich die Sängerin, für viele überraschend, erkundigte: „Are you ready for the last one?“ Bei diesem letzten Stück handelte es sich um „Consign To Oblivion“. Mit den Worten „Vielen Dank Andernach! Bis bald! Macht’s gut! Tschüss!“, verabschiedeten sich Epica im Anschluss von ihrem Publikum, welches sofort laute „Zugabe“-Rufe anstimmte, die aber unerhört verklangen.

Setlist Epica:

01)  Samadhi

02)  Resign To Surrender

03)  Quietus

04)  Unleashed

05)  Cry For The Moon

06)  The Obsessive Devotion

07)  Consign To Oblivion

Nachdem die Sonne gesunken war, zogen wilde Reiterscharen aus, um, über das Summer’s End-Folk hereinpreschend, wilde Metalklänge aus ihren Läufen zu feuern und alles in Grund und Boden zu rocken, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte – oder wollte. Die Apokalyptischen Reiter hatten mit Stücken wie „Unter Der Asche“ oder „Es Wird Schlimmer“ das Publikum bereits nach wenigen Takten voll und ganz auf ihrer Seite, sodass der Platz vor der Bühne recht bald einem wilden Hexenkessel glich. Keyboarder Dr. Pest trug, trotz, den inzwischen recht frischen Temperaturen, lediglich ein Lack-Shirt mit entsprechenden Shorts und einer dazugehörigen Maske – also feinster Festisch-Style. Hinter seinem Keyboard war darüber hinaus eine Schaukel errichtet worden, auf die er sich zwischendurch immer mal niederließ, um ein wenig hin und her zu schwingen. Mit „Boten Einer Neuen Zeit“ wurde sogar ein ganz neues Stück dargeboten, welches auch sofort frenetisch aufgenommen wurde. „Die Jungs hier vorne haben Bock zu tanzen. Seh ich das richtig?“, erkundigte sich der Frontmann, nachdem sich in den vorderen Reihen erste Moshpits gebildet hatten, und forderte daraufhin: „Kämpft oder flieht! Hier ist „Adrenalin“!“ Während diesem Stück deutete Sänger Fuchs mit entsprechenden Gesten an, dass die Menge sich zu einer Wall Of Death teilen sollte. Die Ankündigung „Auf dass euch niemals der Lebensmut verlässt. Hier ist „Nach Der Ebbe“!“ leitete zum nächsten Kracher über, bei welchem seitlich neben einer auf der Bühne befindlichen Pauke Fackeln brannten. Im Anschluss an diesen Song wurden drei Trommeln auf die Bühne gebracht, auf welchen nun ein sehr rhythmuslastiges Instrumentalstück dargeboten wurde. Dieses kam beim Publikum sehr gut an, sodass der Frontmann, der sich inzwischen, trotz immer weiter abfallenden Temperaturen, seines Oberteils entledigt hatte, sich anständig bei der Menge bedankte. Auch fragte er, ob die Anwesenden die Fäuste im Takt des als nächstes erklingenden „Der Adler“ in die Luft recken könnten. Natürlich konnten sie, sodass man ein Meer aus geballten Fäusten erblicken konnte, soweit das Auge in der nächtlichen Dunkelheit reichte. Auf einmal wurde eine Kanone auf die Bühne gefahren, auf welcher ein Mädel stand. „Das war nicht geplant. Bist du der neue Admiral?“, wunderte sich Fuchs. Eine Antwort bekam er zwar nicht, dennoch aber wurde die Kanone abgefeuert. Allerdings gereichte der Schuss nicht zur Zufriedenheit des Sängers, weshalb er dies mit den Worten „Das war ja gar nichts. Bitte nachladen!“ kommentierte. Und an das Publikum gewandt erklärte er: „Jetzt möchte ich, dass ihr alle mit mir springt!“ Dieses ließ sich natürlich nicht zweimal bitten und so erkundigte sich der Frontmann schließlich: „Könnt  ihr noch?“ Die Antwort war natürlich ein ganz klares „Ja!“. Während „Roll My Heart“ wurden große schwarze Ballons in die Menge geworfen, welche ordentlich Spaß mit diesen hatte. Danach verkündete Fuchs zum Leidwesen der Anwesenden: „Wir kommen zum letzten Song des heutigen Abends.“ Sofort erklang ein lautes, trauriges „Oooohhhh!“ Bevor dieses letzte Stück aber vorgetragen wurde, lag es dem Sänger noch am Herzen, jemanden vorzustellen, der sich gerade ebenfalls auf der Bühne befand: „Das ist Dima, ein ukrainischer Flüchtling. Den haben wir in der Ukraine aufgelesen. Dima, sag „Hallo“ auf Russisch.“ Seltsamerweise klang das russische „Hallo“ genauso wie ein Deutsches. Nichtsdestotrotz versprach der Sänger seinen Anhängern nun: „Wir machen euch jetzt unsterblich!“ und mit diesen Worten leitete er den Song „We Will Never Die“ ein, an dessen Ende die Band sich in eine Abschlusspose schmiss, zu der sich Fuchs auf die leicht gebeugten Beinen der beiden Gitarristen stellte und gleichzeitig die Hände euphorisch in die Luft reckte. Sofort ertönten Forderungen nach einer Zugabe. „Habt ihr immer noch nicht genug?“, gab sich der Sänger verwundert und erklärte dann: „Ein Seemann sucht seine Bräute.“ Zu dem daraufhin erklingenden Song, welcher natürlich den Namen „Seemann“ trug, betraten zwei Frauen die Bühne und tanzten wild mit der Band umher. Aber selbst nach dieser ersten Zugabe war noch kein Ende in Sicht, denn Fuchs erkundigte sich beim Publikum, was es noch hören wollte. „Seid ihr bereit für die Reiter…?“  Dabei überließ er es der Menge dieses Wort mit „Mania“ zu beenden, was sie auch lautstark tat. Bei dem folgenden Stück mit dem entsprechenden Namen „Reitermania“, kam wieder das Mädel mit der Kanone auf die Bühne gefahren und feuerte diese, passend zum Schlussakkord, ab. Mit einem inbrünstigen „Vielen Dank!“ verabschiedeten sich die Apokalyptischen Reiter von ihrem Publikum und während sich die restliche Band verbeugte, untermalte Dr. Pest diese Abschiedsgeste mit einer kleinen, erstaunlich netten Melodie auf seinem Keyboard.

Setlist die Apokalyptischen Reiter:

01)  Licht

02)  Revolution

03)  Friede Sei Mit Dir

04)  Unter Der Asche

05)  Es Wird Schlimmer

06)  Boten Einer Neuen Zeit

07)  Adrenalin

08)  Nach Der Ebbe

09)  Tribal-Drum-Einlage

10)  Der Adler

11)  Der Weg

12)  Roll My Heart

13)  We Will Never Die

14)  Seemann (Zugabe)

15)  Reitermania (Zugabe)

Den krönenden Abschluss des Summer’s End Open Air 2010 lieferten die Mittelalterrocker von Subway To Sally. Mit „Henkersbraut“ betrat das Septett die Bühne und zog das Publikum von den ersten Klängen an in seinen Bann. „Hallo Freunde! Das letzte Open Air des Jahres mit allem, was dazugehört: Es ist kalt, es ist feucht, Rock’n’Roll!“ begrüßte Sänger Eric Fish die noch lange nicht müde Meute, um daraufhin ein feuriges Set zu starten, in dem, neben einer ganzen Menge mittelalterlicher Instrumente, auch so einiges an Pyrotechnik zum Einsatz kam. So wurden unter anderem immer wieder Funkenfontänen am Rande der Bühne abgefeuert. Bei dem stimmungsvollen Stück „Rosen“ sang das gut gelaunte Publikum lauthals mit und Eric Fish bedankte sich mit den Worten: „Schön gesungen! Vielen Dank!“ Und weiter erklärte er: „Wir entführen euch in ein Land, in dem es tatsächlich heiß ist.“ Bei diesem Land handelte es sich um das bekannte „Feuerland“, bei welchem passenderweise viele Feuerfontänen gezündet wurden und schließlich sogar die Bühne von vielen kleinen Feuern erleuchtet wurde und somit selbst zu brennen schien. Bei „Kleine Schwester“ animierte der Sänger das Publikum, die Hände in die Luft zu recken: „Hey! Hey! Hey! Nicht nachlassen! Folgt diesem Rhythmus!“ Dieser Aufforderung gehorchte die Schar vor der Bühne doch gerne und streckte im Rhythmus der Rufe die Hände in die Höhe. Dass sich die Band im Andernacher JUZ sehr wohl fühlte, konnte man ihr nicht nur anmerken, auch Eric Fish erklärte, dass sie seit einigen Jahren in regelmäßigen Abständen auf dem Summer’s End  auftreten würden. Somit dürfte auch einigen der Anwesenden der grandiose Auftritt im Jahre 2008 noch gut in Erinnerung sein. Auf jeden Fall forderte der Sänger einen extra Applaus für die gute Organisation des Festivals ein, welcher auch äußerst bereitwillig gegeben wurde. „Wir haben lange überlegt, ob wir dieses Lied mit hineinnehmen, und haben uns dafür entschieden, da vorher schon genug Krach herrschte.“, erklärte der Frontmann schließlich und stimmte daraufhin das balladeske „Maria“ an, welches trotz seiner ruhigen Klänge das Gefallen des Publikums fand, immerhin wird auch so mancher der Anwesenden froh um eine kleine Verschnaufpause gewesen sein. Dementsprechend erfreut war auch die Reaktion der Band, welche die Publikumsresonanz natürlich mit einem „Danke schön! Das war großartig!“ kommentierte und dieses nun einmal ganz alleine ohne instrumentelle Begleitung singen ließ, woraufhin ein lauter, vielstimmiger Chor erklang. Bei „Feuerkind“ erleuchteten rote Flammen die Bühne und auch Eric Fish selbst ergriff eine große Fackel, die er während diesem Song mit sich trug. Mit dem Ruf „Der Schrei!“ forderte der Frontmann das Publikum im Anschluss an dieses Stück auf, ganz laut zu schreien, wozu sich dieses auch nicht lange bitten ließ und woraufhin die Klänge von „Judaskuss“ ertönten. „Lebt ihr noch?“, gab sich Eric Fish im Anschluss an dieses Stück besorgt. Die Antwort aber war ein ganz eindeutiges „Ja“ und daher forderte der Sänger mit der Erklärung „Wir bauen uns einen Burghof“ die Menge vor der Bühne auf, einen Kreis zum Tanzen zu bilden, was bei der pogo-erfahrenen Meute wohl kaum nötig gewesen wäre. Jedenfalls lieferte das so entstehende Moshpit die perfekten Voraussetzungen für das folgende „Besser Du Rennst“ und das sich anschließende „Falscher Heiland“. „Ich denke, wir haben alle das gleiche Gefühl. Es war ein schöner Tag und jetzt sind wir wirklich beim Summer’s End angelangt. Tanzt mit uns den letzten Tanz!“ Mit diesem Hinweis auf das drohende Ende des Festivals leitete der Frontmann den letzten offiziellen Song des Sets von Subway To Sally ein, bei welchem es sich um den „Tanz Des Todes“ handelte. Dieser wurde mit Feuerspukeinlagen sowie einem Feuerwerk begleitet. Als die Band die Bühne verließ, erschallten sofort laute „Zugabe“-Rufe, die recht schnell in „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Chöre übergingen. Natürlich ließen sich Subway To Sally auch nicht lange bitten und kamen schon nach kurzer Zeit wieder zurück. Dabei erklärt der überwältigte Eric Fish, dass es doch eine große Auszeichnung für eine Band sei, wenn anstelle von „Zugabe“-Rufen ein Song der Band gesungen würde. Zunächst aber wurde der Hit „Sieben“ angestimmt, welcher der Sänger vom Publikum anzählen ließ. Als dieses Stück mit einem fetten Knall auf der Bühne endete, verschwanden die Musiker wieder und wurden erneut mit „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Chören herausgerufen, wobei Eric Fish nun selbst einen Dudelsack spielte und somit das lang ersehnte „Julia Und Die Räuber“ einleitete. Noch einmal wurde ordentlich gerockt und gefeiert, aber dann mussten die Mittelalterrocker endgültig die Bühne verlassen und somit das Summer’s End Open Air 2010 beschließen, das dieses Jahr im Gegensatz zu den Vorjahren von Kälte und Regen dominiert war . Der guten Laune der Feiernden tat dies indessen keinen Abbruch und so wurden schließlich die müden Rocker wehmütig in das Ende der Festival-Saison entlassen. Aber ein neuer Sommer kommt bestimmt und damit auch neue Festivals.

Bericht:

Kerstin / V.U.

 

Fotos:

Hanzi / V.U.